15. Mai 2018 / 18:52 Uhr

Euphorie klingt anders in Etelsen und Ottersberg

Euphorie klingt anders in Etelsen und Ottersberg

Florian Cordes
Nach dem furiosen Start ins Jahr 2018 hat sich in Etelsen nach der Heimniederlage gegen den Rotenburger SV Ernüchterung breitgemacht.
Nach dem furiosen Start ins Jahr 2018 hat sich in Etelsen nach der Heimniederlage gegen den Rotenburger SV Ernüchterung breitgemacht. © Björn Hake
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Die beiden abstiegsbedrohten Landesligisten sind am Mittwochabend im Einsatz

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Solche Szenen gibt es im Abstiegskampf immer wieder zu sehen: Spieler und Trainer sitzen nach einer Niederlage auf der Bank oder dem Rasen, sie schauen ins Leere, sind enttäuscht, weil der Gang in eine tiefere Liga immer näher rückt. Am Sonnabend gab es solche Bilder in Etelsen zu sehen. Denn der dort beheimatete TSV hatte im Existenzkampf der Fußball-Landesliga einen herben Rückschlag erhalten. Mit 0:1 unterlag das Team dem Rotenburger SV. Die Euphorie nach dem fulminanten Start ins Jahr 2018 scheint am Schlosspark verflogen zu sein. Der Abstand zur Nichtabstiegszone beträgt vier Punkte.

Ein Zähler mehr ist es für den TSV Ottersberg. Der Tabellenvorletzte hat zwar zuletzt zweimal in Folge gewonnen und somit ein Lebenszeichen im Abstiegskampf gesendet. Dennoch verzichten die Offiziellen an der Wümme darauf, kurz vor dem Saisonende die große Euphorie aufkommen zu lassen. Vielmehr vermitteln sie den Eindruck, dass der Abstieg kaum noch zu vermeiden ist. Das Szenario, dass beide Klubs aus dem Kreis Verden die Landesliga verlassen müssen, wird eineinhalb Wochen vor dem Ende der Saison 2017/2018 immer wahrscheinlicher. Noch haben aber beide Mannschaften die Möglichkeit, den bitteren Gang in die Bezirksliga zu verhindern. Der TSV Etelsen hat noch vier Spiele auf dem Programm. Für den TSV Ottersberg sieht der Spielplan dagegen nur noch drei Begegnungen vor.

TSV Etelsen

Die erste der vier ausstehenden Begegnungen könnte für die Schlossparkkicker kaum brisanter sein. Denn die Elf von TSV-Trainer Nils Goerdel muss am Mittwoch (Anpfiff um 19.15 Uhr) zum VfL Westercelle fahren. Der Gegner steht auf Rang 13 – und somit einen Platz vor dem TSV Etelsen sowie auf dem Platz, der das obere Ende der Abstiegszone bildet. „Das Spiel gegen Westercelle ist für uns schon fast ein Finale“, sagt Goerdel, der zudem meint, dass der kommende Gegner ein robuster sei. „Ich hoffe aber, dass sich bei uns wieder frische Kräfte freisetzen – auch im Kopf.“ Denn die Niederlage gegen Rotenburg habe direkt nach dem Abpfiff Spuren hinterlassen. „Die Jungs hatten schon einen ziemlichen Hals. Wir müssen uns jetzt aber auf das nächste Spiel konzentrieren. Wir dürfen auch nicht vergessen, dass unsere Situation vor ein paar Wochen noch wesentlich schlimmer aussah. Natürlich läuft aber auch die Zeit ab.“

TSV Ottersberg

Die Töne an der Wümme klingen hingegen anders. Davon, dass der Klassenerhalt geschafft wird, spricht Trainer Jan Fitschen schon seit einiger Zeit nicht mehr. „Wenn es uns am Ende dann aber doch gelingt, sind wir die Letzten, die sich dagegen wehren würden“, sagt der Coach des TSV Ottersberg. Fitschen und Co. müssen ebenfalls am Mittwoch ran, auch sie müssen unter der Woche reisen. Für die Wümmekicker steht das Auswärtsspiel beim TuS Harsefeld an (Anpfiff um 19.15 Uhr).

Dass sein Team erst jetzt mit dem Gewinnen beginnt, wenn es scheinbar zu spät ist, darüber macht sich der Coach keine großen Gedanken. „Ändern können wir eh nicht, was vor unseren beiden jüngsten Siegen passiert ist. Es bringt nichts, jetzt die alten Spiele herauszukramen und darüber zu reden“, sagt Jan Fitschen. Der Fokus müsse allein auf dem Spiel gegen den TuS Harsefeld liegen. „Der TuS ist eine kompakte Mannschaft. Aber für uns ist dort dennoch etwas möglich“, denkt Fitschen. „Wir haben in dieser Saison oft genug gezeigt, dass wir in dieser Liga mithalten können.“ Verzichten muss Ottersberg auf Patrick Küsel und Lukas Klapp. Zudem sei Bekim Murati aus beruflichen Gründen für die restliche Saison keine Option mehr, sagt Fitschen.

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