MARSEILLE, FRANCE - APRIL 12:  Luiz Gustavo (L) of Olympique Marseille is challenged by Jean-Kevin Augustin of RB Leipzig during the UEFA Europa League quarter final leg two match between Olympique Marseille and RB Leipzig at Stade Velodrome on April 12, 2018 in Marseille, France.  (Photo by Valerio Pennicino/Bongarts/Getty Images) Luiz Gustavo schirmt den Ball vor RB Leipzigs Jean Kevin Augustin ab. © 2018 Getty Images
MARSEILLE, FRANCE - APRIL 12:  Luiz Gustavo (L) of Olympique Marseille is challenged by Jean-Kevin Augustin of RB Leipzig during the UEFA Europa League quarter final leg two match between Olympique Marseille and RB Leipzig at Stade Velodrome on April 12, 2018 in Marseille, France.  (Photo by Valerio Pennicino/Bongarts/Getty Images)

Europa-Traum vorbei: RB Leipzig scheidet im Hexenkessel von Marseille aus

Drama in Marseille: Eine frühe Führung und zwei eigene Tore reichen RB Leipzig nicht, um vor mehr als 60.000 fanatischen französischen Fans ins Halbfinale der Europa League einzuziehen.

BUZZER DEINE MEINUNG!

  • Fail -
  • Läuft -
  • Krass -
  • WTF -
  • Kopf Hoch -
  • Peinlich -
Anzeige

Marseille. Schlimmer als eine Achterbahnfahrt: Die erste internationale Saison endet am Donnerstagabend für RB Leipzig im Hexenkessel von Olympique Marseille. Im Viertelfinal-Rückspiel verliert das Team von Trainer Ralph Hasenhüttl in einer rasanten und spannenden Partie mit 2:5 (1:3) und scheidet trotz des 1:0-Erfolges im Hinspiel aus der Europa League aus.

Vor mehr als 60.000 fanatischen französischen Fans, darunter knapp 600 Leipziger Schlachtenbummler, sind die ersten zehn Minuten an Spektakel kaum zu überbieten: RB geht mit einem Blitztor von Bruma (2.) in Führung. Die Hausherren schlagen gnadenlos zurück. Nach einer Ecke landet der Ball in Billiard-Manier zum 1:1 (6.) im Leipziger Tor, Ilsanker berührt die Kugel als Letzter. Das 1:2 (9.) fällt nach einem Konter. Marseilles Toptorjäger Thauvin erhöht im ersten Durchgang sogar noch auf 3:1 (38.).

Augustin lässt die Hoffnung mit dem Treffer zum 2:3 (55.) wieder aufleben. Marseilles Kapitän Payet sorgt mit einem Traumtor nach einer Stunde für das 2:4. Als RB-Keeper Gulacsi bei einer Ecke in der Nachspielzeit mit nach vorn geht, kontert Olympique zum 2:5.

RB-Coach Ralph Hasenhüttl war nach der klaren Niederlage sichtlich enttäuscht und erklärte: „Wir sind raus, mit Applaus. Mit vielen Toren, die wir gemacht, aber noch mehr, die wir bekommen haben. Wer so viele Fehler macht wie wir heute, hat es nicht verdient, weiter zu kommen.“

Seinem Pendant Rudi Garcia dagegen war die Freude sichtlich anzumerken: "Es ist ein wunderbarer Moment, den man nicht so oft erlebt. Es ist ein Moment kollektiver Freude. Wir haben uns im Viertelfinale gegen eine deutsche Mannschaft durchgesetzt, das passiert auch nicht so oft. Wir wussten, dass wir zu Beginn ein Tor kassieren könnten, das ist auch passiert. Wir haben das Spiel mit unserem Herzen gedreht."

DURCHKLICKEN: Die Bilder zum Spiel

Vor dem Spiel kocht die Stimmung bereits rund um das Stadion, brennen die heißblütigen Olympique-Fans jede Menge Pyrotechnik ab. Auf den Rängen wird schon eine knappe Stunde vor dem Anpfiff gefeiert. Als die Leipziger Mannschaft erstmals einläuft, schallen laute Pfiffe durchs Velodrome. In der Nord- und Südkurve präsentieren die OM-Fans zwei riesige Choreographien in blau-weiß. Nun knallen auch im Stadion die Böller, werden Leuchtfackeln abgebrannt.

RB Leipzig beginnt ohne Werner und Forsberg

Hasenhüttl sorgt für einige Überraschungen in der Startelf: Für Werner beordert er Sabitzer in den Sturm neben Augustin. Bei sky sagt er kurz vor Spielbeginn über den an dieser Woche an Oberschenkelproblemen laborierenden Stürmer: „Wir müssen sehr vorsichtig sein und dürfen kein Risiko eingehen. Er wird nur im äußersten Notfall gebracht. Der wird hoffentlich nicht eintreten".

DURCHKLICKEN: Die RB-Elf in der Einzelkritik

Auf den Außen stürmen Bruma und Kampl – dafür sitzt auch Forsberg auf der Bank. Der Coach baut auf eine Dreierkette mit Upamecano, Ilsanker und Konate. Auf den Außen spielen Bruma und Klostermann. Das sind fünf Veränderungen im Vergleich zur 1:4-Pleite am Montag gegen Leverkusen. Bei Olympique steht der genesene Toptorschütze Florian Thauvin in der Anfangsformation.

Blitzstart, Doppelschlag und aggressiver Fan auf der Pressetribüne

Bei Ballbesitz werden die Leipziger von Beginn an gnadenlos ausgepfiffen. Die Antwort der Gäste: Das 1:0 nach nicht einmal zwei Minuten. Keita mit der Vorlage von rechts. Augustin schirmt den Ball ab und gibt ihn weiter auf Bruma. Der nimmt aus zehn Metern Maß, schiebt den Ball ins rechte Eck.

DURCHKLICKEN: Public Viewing in der Red Bull Arena

Ein Leipziger Journalist jubelt anscheinend zu sehr. Ein Marseille-Fan springt über die Absperrung auf den Tisch der Pressetribüne, bedroht den Mann. Die Stimmung ist aggressiv. Doch dann geht es ganz schnell. Nur vier Minuten nach der Führung handeln sich die Leipziger den Ausgleich ein. Nach Ecke von Payet und viel Unordnung im Leipziger Strafraum springt Ilsanker aus zwei Metern der Ball unglücklich ans Knie und von dort ins Tor.

Aufregung in Marseille

Wie schon gegen Leverkusen handelt sich RB das 1:2 nach einer eigenen Ecke ein. Die Franzosen schalten blitzschnell um. Thauvin scheitert erst zwei Mal am super reagierenden Gulácsi. Gegen den das dritte Geschoss - abgegeben von Sarr - hat der Ungar aber doch das Nachsehen.

Nächste Aufregung: OM jubelt schon über einen Distanztreffer von Payet, als Schiedsrichter Kuipers das Tor doch nicht gibt – zu recht. Vor dem Treffer hat Mitroglou Gegenspieler Ilsanker umgerissen. Erst nach einer knappen halben Stunde bekommt RB ein bisschen Ruhe ins Spiel. Doch der Frieden hält nicht lang. Freistoß von Payet, Thauvin setzt sich gegen Konaté durch, spitzelt die Kugel aus Nahdistanz in die Maschen zum 1:3 (38.). Vorher war Upamecano am hohen Ball vorbeigesegelt.

Augustin lässt RB nur kurz hoffen

Die Leipziger brauchen dringend ein Tor. Hasenhüttl wechselt offensiv, bringt in der 54. Minute Forsberg für Demme. Sekunden später fällt das 2:3. Keita mit überragender Vorlage per Hacke auf den ehemaligen PSG-Spieler. Augustin eiskalt. Stand jetzt ist das Hasenhüttl-Team weiter. Die Freude ist nur von kurzer Dauer.

Diesmal zählt Payets Traumtor. Thauvin legt in den Lauf von Payet, der am Strafraumrand Ilsanker stehen lässt und aus 14 Metern mit dem Außenrist unhaltbar ins obere linke Eck abschließt. Die Lautstärke im Velodrom steigt in unvorstellbare Dimensionen.

Mehr zu RB Leipzigs Verletzungssorgen

Poulsen kommt für den angeschlagenen Sabitzer, Bernardo für den verletzten Upamecano. Die Leipziger laufen am Limit, versuchen alles nach vorn zu werfen, werden aber immer wieder in letzter Sekunde gestoppt. Es gibt kein Happy End – Marseille erhöht in der Nachspielzeit sogar noch auf 5:2.

DURCHKLICKEN: Die Stimmen zum Spiel

Statistik

RBL: Gulácsi – Ilsanker, Konaté, Upamecano (66. Bernardo), Klostermann – Demme (C, 54. Forsberg), Keita, Kampl, Bruma – Sabitzer (61. Poulsen), Augustin

OM: Pelé – Sakai, Kamara, Gustavo, Amavi – Lopez, Sanson – Sarr (28. Rami), Thauvin (63. Ocampa), Payet (C, 83. Anguissa) - Mitrogolou

Tore: 0:1 Bruma (2.), 1:1 Ilsanker (Eigentor, 6.), 2:1 Sarr (9.), 3:1 Thauvin (38.), 3:2 Augustin (55.), 4:2 Payet (60.), 5:2 Sakai (90.+4)

Zuschauer: 60.000

Jetzt hier die Leistung der RB-Elf bewerten!

Abstimmung wird nicht angezeigt? Hier klicken!

Region/Leipzig RB Leipzig (Herren) RB Leipzig Europa League Olympique de Marseille (Herren) Olympique de Marseille Olympique de Marseille-RB Leipzig (12/04/2018 21:05)

KOMMENTIEREN

Die besten Bundesliga Quoten werden bereitgestellt von Smartbets.

Mehr Fußball aus der Region

Mehr Fußball vom Sportbuzzer

KOMMENTARE

Anzeige