Wegen Eurosport: HSV-Boss Heribert Bruchhagen will sich bei der DFL wegen der TV-Pannen beschweren. Wegen Eurosport: HSV-Boss Heribert Bruchhagen will sich bei der DFL wegen der TV-Pannen beschweren. © imago
Wegen Eurosport: HSV-Boss Heribert Bruchhagen will sich bei der DFL wegen der TV-Pannen beschweren.

Eurosport-Pannen bei Bundesliga-TV: Beschwerde bei der DFL vom HSV-Boss!

Nicht nur Fans sind sauer und ärgern sich über den "Eurosport Player": Schwarzes Bild, Ausfälle, Ruckeln - Jetzt will sich HSV-Boss Heribert Bruchhagen bei der DFL beschweren.

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Im Ausland wird die TV-Übertragung der Bundesliga schon langsam zur Lachnummer. Völlig zurecht regen sich Trainer, Verantwortliche und Fans über die TV-Übertragung der Bundesliga auf, findet SPORTBUZZER-Fußballchef Heiko Ostendorp. Hier gibt's einen Kommentar zu Sky und Eurosport - Die Liga blamiert sich!

Fan-Ärger und PR-Desaster für Eurosport: „Katastrophe“

Bruchhagen: "Werden bei der DFL unsere Unzufriedenheit zum Ausrduck bringen"

Nach Markus Gisdol, der die Probleme bei den Fußball-Übertragungen jüngst als "Katastrophe" bezeichnet hatte, legt jetzt Heribert Bruchhagen nach. "Wir werden bei der DFL unsere Unzufriedenheit zum Ausdruck bringen. Die Situation ist in höchstem Maße unbefriedigend. Und wir sind die Hauptbetroffenen", sagt der HSV-Chef zu Bild.de.

Seit dieser Saison zeigt Eurosport bekanntlich innerhalb eines Bezahlmodells die Freitagspiele der Bundesliga. Schon zum Auftakt gab es technische Probleme. Auch am zweiten Spieltag - beim Spiel Köln gegen HSV - machte es keinen Spaß, die Partie bei Eurosport zu verfolgen. Beim Leipzig-Spiel gab es ebenfalls Probleme.

Nach Eurosport-Panne: Auch bei Sky gibt es arge Probleme

Ein Gespräch zwischen Bruchhagen und DFL-Boss Christian Seifert über Eurosport hat es bereits gegeben und die DFL kündigte an, sich die Sache genauer anzusehen. "Die Fans sind damit zu recht unzufrieden, ebenso wie Eurosport selbst und die DFL. Die DFL wird Anfang der Woche gemeinsam mit Eurosport darüber sprechen, wie künftig die hohen Standards der Bundesliga durchgehend gewährleistet werden können", heißt es.

TV-Panne in der Bundesliga: DFL plant Krisengespräch mit Eurosport

Die Liga ist in einer schwierigen Lage. Sie durfte aufgrund der Vorgaben des Kartellamtes die TV-Rechte nicht wieder komplett an Sky verkaufen und muss sich nun mit den Problemen des neuen Vertragspartners herumärgern. Die Freitagspiele über das Free-TV-Angebot von Eurosport zu zeigen, wäre - vor allem aus finanzieller Sicht - höchstens eine kurzfristige Lösung.

Eurosport hatte bei der komplizierten Ausschreibung ein Rechtepaket mit 45 Spielen ersteigert, darunter alle Partien am Freitagabend. Da sich der Spartensender aber nicht über eine Einspeisung bei Sky einigen konnte, laufen die Spiele im Netz als Stream über den kostenpflichtigen Eurosport-Player oder über den noch teureren und ruckelfreien Satelliten-Empfang HD+.

Eurosport redet die TV-Panne klein

Eurosport schrieb nach der erneut vermurksten Freitagspartie, "dass 98 % des Spiels von allen Zuschauern problemlos gesehen werden konnte. Die Probleme, die einige User hatten, können bei Streaming-Produkten gegebenenfalls auftreten, und wir bedauern sehr, dass es einige technische Störungen gab."

Bei der Premiere vor zwei Wochen hatte es noch massivere Technik-Ausfälle gegeben. Der Sender beschwichtigte nun: "Weitreichende Probleme wie wir sie am vergangenen Spieltag erfahren haben, waren nicht zu identifizieren."

Der Hamburger SV, der sowohl beim Auswärtsspiel vor zwei Wochen in Köln als auch am Freitag beim 0:2 gegen RB Leipzig betroffen war, ist besonders sauer. "Das Ärgernis ist groß, wir werden uns als Verein an die DFL wenden. Wir sind nicht amüsiert", sagte der Vorstandsvorsitzende Heribert Bruchhagen dem Sender Sport1. Auch am kommenden Freitag läuft das HSV-Spiel in Hannover (hier beim Sportbuzzer im Liveticker) nur bei Eurosport.

"Der Fan muss alles ausbaden", klagte HSV-Coach Gisdol und appellierte an die Sender Eurosport und Sky, endlich eine Lösung für die Freitagsspiele zu finden: "Da muss doch irgendwo mal ein Punkt gesetzt werden." Doch eine solche Lösung ist nicht in Sicht.

Für Eurosport ist die Bundesliga bisher ein PR-Desaster und ein Zuschuss-Geschäft. Mit dem Verkauf der Player, der regulär 49,99 Euro pro Jahr kostet, und den Einnahmen über Vertragspartner wie HD+ dürften die Rechtekosten von geschätzten 70 Millionen Euro pro Saison nicht einmal ansatzweise zu finanzieren sein.

Fussball Bundesliga Hamburger SV (Herren) RB Leipzig (Herren) Hannover 96 (Herren) Hannover 96-Hamburger SV (15/09/2017 20:30)

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