18. Dezember 2018 / 11:11 Uhr

Eutin 08 kämpfte in der Hinrunde mit Höhen und Tiefen – Neuer Trainer Dennis Jaacks übernimmt auf Platz elf

Eutin 08 kämpfte in der Hinrunde mit Höhen und Tiefen – Neuer Trainer Dennis Jaacks übernimmt auf Platz elf

Jan-Philipp Wottge
Eutin 08 versuchte es mit spielerischen Lösungen, doch Kapitän Christian Rave (li., gegen Neumünsters Finn Block) und Co. mussten immer wieder Rückschläge verkraften.
Eutin 08 versuchte es mit spielerischen Lösungen, doch Kapitän Christian Rave (li., gegen Neumünsters Finn Block) und Co. mussten immer wieder Rückschläge verkraften. © Jan-Phillip Wottge
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Seuchenjahr – mit diesem einen Begriff charakterisiert Lars Callsen die Halbserie des Oberligisten Eutin 08 nach dem Regionalligaabstieg. Für den 45-jährigen Coach endet in der Winterpause nach knapp 14 Monaten seine Trainertätigkeit am Waldeck. Dennis Jaacks übernimmt die Nullachter auf Tabellenplatz elf.

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Der Blick in der Rosenstadt geht in viele Richtungen: zurück, nach vorne und ein bisschen auch nach unten. Schließlich beträgt das Polster auf den ersten Abstiegsplatz lediglich sieben Zähler. „Man hat vielleicht zu lange nur nach oben geschaut. Der Abstand nach unten ist jedoch gefährlich. Davor werden wir nicht die Augen verschließen. Das primäre Saisonziel ist erstmal der Klassenerhalt. Daran orientieren wir uns“, sagt Jaacks, der am 1. Januar 2019 offiziell das Traineramt antritt, aber bereits viele Einzelgespräche mit seinen künftigen Spielern geführt hat.

Bloß kein (Führungs-)Vakuum entstehen lassen. Callsens Amtszeit endete mit einer 1:5-Pleite bei TSB Flensburg. Mit den Gedanken bewegten sich die Eutiner in Teilen schon in der Winterpause. Eine Woche zuvor jagte eine fast identische Elf die SV Frisia 03 Risum-Lindholm mit 6:1 vom Waldeck. Zwei Ergebnisse spiegeln eine Halbserie mit Höhen, aber auch jeder Menge Tiefen wider. „In den meisten Spielen konnten wir die Spielidee unserer Trainer gut umsetzen, haben uns aber durch Rückschläge zu leicht vom Weg abbringen lassen und dadurch viele Punkte verschenkt“, konstatierte Kapitän Christian Rave, monierte aber: „In einigen Situationen fehlte uns dann die entsprechende Mentalität, die Zweikämpfe mit der richtigen Aggressivität zu bestreiten.“

Rückschläge pflasterten den Weg der Nullachter. Waren es zu Saisonbeginn häufig individuelle Fehler (Strand 08, TSB Flensburg), die die Callsen-Elf um ein breiteres Punktekonto brachten, setzte im Saisonverlauf eine Verkrampfung nach Gegentoren ein. „Wir haben uns davon beeindrucken lassen, wie destruktiv man zum Erfolg kommen kann“, analysierte Callsen. Die Eutiner Spielphilosophie sah einen anderen Weg vor: sich spielerisch aus der Bedrängnis befreien, nicht besetzte Räume bespielen, einrückende Außenverteidiger, um die Flügel freizubekommen. Der neue Co-Trainer Benjamin Szodruch (kam von Holstein Kiel II) zeichnete für die offensive Spielidee verantwortlich. „Er hat uns taktisch und athletisch auf ein neues Niveau gebracht“, lobte Callsen die Arbeit Szodruchs, der ebenso wie der zweite Assistent Tim Brunner in der Winterpause aufhört.

Allein die Ergebnisse kamen zu selten in Einklang mit dem spektakulären Spielstil. Als die Nullachter gegen den SV Eichede eine frühe 2:0-Führung verspielten und letztlich mit 2:5 untergingen, war der saisonale Tiefpunkt erreicht. Nach dem wenig rühmlichen 2:2 beim Tabellenschlusslicht VfR Neumünster wackelte der Stuhl von Callsen. Doch die Eutiner Führungsriege um Mäzen Arend Knoop scheute Callsens Demission. Weitblick? Für den Moment schien es so.

Eutin kehrte mit drei Siegen gegen Schilksee (2:1), VfB Lübeck II (4:0) und Inter Türkspor (4:0) in die Erfolgsspur zurück. Das SHFV Lotto Masters war in Griffweite – doch in Bordesholm, beim direkten Konkurrenten um das Masters-Ticket, reichte es trotz zwischenzeitlicher 3:1-Führung nur zu einem 3:3. Aus der Traum von der großen Bühne Kieler Sparkassen-Arena. Eutin glitt erneut ins Mittelmaß ab. Höhen und Tiefen bleiben der Wegbegleiter. „Das ist ein Lernprozess bei einer so jungen und unerfahrenen Mannschaft“, räumte Rave ein.

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