Florian Stahl (Eutin 08) vs Egestorf-Langreder jpw1 Traf auch gegen Havelse: 08-Torjäger Florian Stahl. © Wottge
Florian Stahl (Eutin 08) vs Egestorf-Langreder jpw1

Eutin 08: Prinzip Hoffnung

Beim Eutiner 2:3 in Havelse feiern Florian Ziehmer und Florian Stahl ein gelungenes Comeback

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Hört das denn nie auf? Eutin 08 sucht in der Fußball-Regionalliga Nord auswärts weiterhin nach einem Erfolgserlebnis. Beim TSV Havelse blieben die Ostholsteiner auch im fünften Anlauf punktlos. Die Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit konnte die 2:3-Niederlage nicht mehr verhindern.

Trotz der düsteren Auswärtsbilanz gab es in Garbsen auch Eutiner Lichtblicke. Florian Ziehmer feierte nach zehnmonatiger Leidenszeit ein großartiges Comeback. Der 28-Jährige hatte sich im Dezember 2016 im Nebelspiel gegen den TSV Altenholz einen Kreuzbandriss zugezogen. Seine Einwechselung in der 46. Minute war jedoch der berühmte Kuss der Muse. Endlich bekam der lethargische 08-Auftritt in Niedersachsen das, was er dringt benötigte: Tempo und Esprit. „Wir haben in der ersten Halbzeit überhaupt nicht stattgefunden. Kamen nie in die Zweikämpfe. So gewinnt man auswärts keinen Blumentopf“, bemängelte 08-Coach Mecki Brunner nach dem 0:2-Halbzeitrückstand, den die Eutiner dem TSV auf dem Silbertablett servierten. Er zog die Konsequenzen, schickte mit Florian Stahl für Rasmus Tobinski und Ziehmer für Benjamin Petrick frisches und durchschlagskräftiges Personal auf das Feld. Ziehmer drehte gleich mächtig auf. Endlich war Dampf auf dem Kessel. Seine Schüsse zischten über das Tor (54.) und knapp daran vorbei (58.). Das Signal war gesetzt, Eutin wollte die Punkte nicht kampflos in der Region Hannover lassen. Stahl, der zweite Joker, kam ebenfalls sofort auf Betriebstemperatur.

Die Rückenschmerzen, die den Torjäger drei Wochen außer Gefecht gesetzt hatten, gehörten der Vergangenheit an. Er stand da, wo ein Torjäger stehen musste und drückte einen Wölk-Eckball zum 1:2 (66.) ein. „Mit Stahl und Ziehmer wurde es ein anderes Spiel. Wir haben Bälle erobert, wo es dem Gegner wehtut. Gerade Ziehmers Comeback war beeindruckend. An ihm werden wir hoffentlich noch viel Freude haben“, lobte Brunner seine Rekonvaleszenten. Die Punkte blieben dennoch bei den Gastgebern, weil Yannik Jaeschke per Flachschuss mitten in der Eutiner Drangphase zum 3:1 (76.) traf. Stahl verkürzte in der Schlussminute nach einer Bork-Ecke auf 2:3. Danach war Schluss. „Havelse hat verdient gewonnen, weil wir es auswärts bisher nicht schaffen, 90 Minuten auf höchstem Niveau zu spielen“, konstatierte Brunner, äußerte aber gleichzeitig die Hoffnung, dass die zweite Halbzeit als moralische Stütze fürs Heimspiel gegen den Lüneburger SK am Sonntag (15 Uhr) helfen könnte: „Daran wollen wir anknüpfen, zuhause sind wir immer in der Lage, Zählbares einzufahren.“

Region/Kiel Regionalliga Nord Region Norddeutschland (Herren) Eutin 08 (Herren)

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