28. August 2018 / 12:26 Uhr

Eutin 08 schiebt Frust pur

Eutin 08 schiebt Frust pur

Jan-Philipp Wottge
Der Eutiner Kevin Ferchen (li., gegen Inters Veton Hodaj) traf an alter Wirkungsstätte in Risum-Lindholm zur Eutiner Führung. Am Ende standen die Nullachter jedoch mit leeren Händen da.
Der Eutiner Kevin Ferchen (li., gegen Inters Veton Hodaj) traf an alter Wirkungsstätte in Risum-Lindholm zur Eutiner Führung. Am Ende standen die Nullachter jedoch mit leeren Händen da. © jpw
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Fußball-Oberliga: Viele Fragezeichen nach der 1:2-Niederlage in Risum-Lindholm

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Damit hatte überhaupt keiner gerechnet: Eutin 08 trat die 164 Kilometer lange Rückfahrt aus Risum-Lindholm nach der unnötigen 1:2-Niederlage ohne Punkte im Gepäck an. Während der SV Frisia 03 Risum-Lindholm nach fünf Spieltagen überraschend von der Tabellenspitze grüßt, finden sich die Rosenstädter in den Niederungen der Fußball-Oberliga wieder. Der Frust beim Regionalliga-Absteiger saß tief. „Es ist völlig unverständlich, dass wir dieses Spiel verlieren“, ärgerte sich 08-Coach Lars Callsen. Erneut hatte seine Elf Dominanz ausgestrahlt, doch zum wiederholten Male blieb der Lohn aus. Erst ein Saisonsieg nach fünf Spielen steht für die Nullachter zu Buche. Zu wenig!

In Nordfriesland begannen die Eutiner im Stile eines Spitzenteams. Einer drehte an alter Wirkungsstätte besonders auf: Kevin Ferchen. Bis 2016 trug der 21-Jährige das Frisia-Trikot. Jetzt im 08-Dress legte er los wie die Feuerwehr. Bereits nach vier Minuten köpfte Ferchen an die Latte. Zwei Minuten später durfte der Angreifer jubeln. Nach schneller Kombination über Lukas Schultz und Christian Rave scheiterte Ferchen zunächst an Frisia-Keeper Johnny Nestler, doch im Nachsetzen versenkte er den Ball (6.). „Genau so haben wir uns das vorgestellt. Wir wollten Lindholm früh knacken“, sagte Callsen, der neben Ferchen mit Moritz Achtenberg, Marco Heskamp und Lukas Schultz vier Neue im Vergleich zum Todesfelde-Spiel in die Startelf beordert hatte.

Die Rotationsmaschine war angeschmissen, Startprobleme gab es nicht. „Wir haben in den ersten zehn Minuten vier riesige Torchancen und müssen höher führen. An den Umstellungen lag es nicht“, sagte Callsen und fügte an: „Die haben keine Chancen, machen aber zwei Tore.“ Das Ausgleichstor war der erste Nackenschlag und erfolgte aus dem Nichts. Finn Kalisch tauchte nach einem langen Ball frei vor 08-Keeper Nicky Wulf auf und traf zum 1:1. „Eigentlich haben wir den Ball bereits zweimal erobert, und trotzdem setzt sich Kalisch durch“, bemängelte Callsen die zu zögerliche Zweikampfführung.

Der Bruch erfolgte nach knapp 30 Minuten, als Kapitän Christian Rave mit einem Muskelfaserriss vom Platz humpelte. Eutin blieb dominant, doch die Durchschlagskraft und somit die Torgefahr fehlte schlagartig. Und damit nicht genug. Frisia bestrafte auch die zweite 08-Unachtsamkeit. Marvin Buhr zirkelte per Sonntagsschuss das 2:1 (48.) in die Eutiner Maschen. Vorausgegangen war ein Blackout von Mittelfeldtstratege Florian Härter. „Davon haben wir uns nicht erholt. Wir waren ideenlos, haben nicht den letzten Willen gezeigt. Das Ergebnis ist ein Katastrophe. Wir wollten mit einer Serie oben angreifen“, konstatierte Lars Callsen nach dem Absturz auf den zwölften Tabellenplatz.

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