16. April 2018 / 14:02 Uhr

Eutin 08 steht am Abgrund

Eutin 08 steht am Abgrund

Jan-Philipp Wottge
Klassenerhalt, ade? Die Eutiner Rico Bork (hinten), Lukas Benner (links) und Lion Glosch (rechts) können ihre Enttäuschung nach der 0:1-Niederlage gegen den VfB Oldenburg nicht verbergen.
Klassenerhalt, ade? Die Eutiner Rico Bork (hinten), Lukas Benner (links) und Lion Glosch (rechts) können ihre Enttäuschung nach der 0:1-Niederlage gegen den VfB Oldenburg nicht verbergen. © jpw
Anzeige

Fußball-Regionalliga: Ostholsteiner trennen nach 0:1 gegen Oldenburg fünf Punkte vom rettenden Ufer

Buzzer deine Meinung!
  • Fail
    -
    Fail
  • Läuft
    -
    Läuft
  • Krass
    -
    Krass
  • WTF
    -
    WTF
  • Kopf Hoch
    -
    Kopf Hoch
  • Peinlich
    -
    Peinlich
Anzeige

Jetzt wird es richtig eng! Eutin 08 steht nach der 0:1-Heimpleite gegen den VfB Oldenburg im Kellerduell der Regionalliga Nord bereits wieder mit einem Bein in der Oberliga. Da der Lüneburger SK zeitgleich beim Hamburger SV II gewann, beträgt der Abstand zum rettenden Ufer bereits fünf Punkte. „Die Enttäuschung ist riesengroß. Der Abstand ist jetzt enorm“, gab 08-Coach Lars Callsen zähneknirschend zu Protokoll.

Eutin 08: Die Regionalliga-Saison 2017/2018 in Bildern

Zur Galerie
Anzeige

Abstiegskampf ist brutal. Brutal niederschmetternd. Lion Glosch vergrub sein Gesicht in den Händen. Florian Ziehmers Blick war leer. Rico Bork schüttelte nur den Kopf. Die 0:1-Heimschlappe vor 290 Zuschauern am Waldeck brachte noch keine Gewissheit über den direkten Wiederabstieg, doch die Vorahnung hielt Einzug in den Köpfen der Ostholsteiner. Erneut wurden wichtige Zähler liegengelassen. „Heute tut es besonders weh, wobei uns am Ende nur ein Sieg geholfen hätte“, gestand Kapitän Christian Rave.

Die Nullachter zeigten sich zunächst gut erholt von der 1:5-Pleite in Norderstedt. Mit hohem Pressing setzten sie den VfB Oldenburg unter Druck. Callsen hatte seine Elf im Vergleich zum Mittwoch nur auf einer Position verändert. Florian Ziehmer ersetzte Rasmus Tobinski in der Angriffsspitze. Nicht zum Kader zählte Florian Stahl, nachdem er das Abschlusstraining im Stau stehend verpasst hatte. „Er hat die ganze Woche nicht trainiert“, begründete Callsen knapp. Dennoch, Eutin war am Drücker, verpasste es aber bei Hochkarätern von Christian Rave (9./11.) und Rasmus Tobinski (16.) rechtzeitig für eine gelöste Jubelatmosphäre am Waldeck zu sorgen.

Fast schon obligatorisch nahmen sich die Ostholsteiner nach einem knappen Spieldrittel ihre Kreativpause. Schwache Oldenburger kamen urplötzlich zu Spielanteilen und wurden prompt gefährlich. 08-Keeper Lukas Benner lenkte einen Siala-Schuss über die Querlatte (31.). Glosch blockte in höchster Not den einschussbereiten Thorsten Tönnies (34.). „Wir hatten den Gegner im Sack und lassen ihn wieder raus“, ärgerte sich Rave.

Nach der Pause ging alles blitzschnell. 24 Sekunden waren gespielt, da bejubelten die Gäste nach schöner Spielverlagerung das Tor des Tages von Ibrahim Temin (46.). Da war er wieder, der 08-Schreck. Bereits im Hinspiel hatte der 25-Jährige doppelt getroffen. Der Schock saß tief. Eutin erholte sich davon kaum. Lediglich Bork per Freistoß (64.), Ziehmer (65.) und Tobinski (78.) strahlten in der Folgezeit noch Torgefahr aus. In der 08-Box brannte es hingegen lichterloh. Lukas Benner verhinderte mit Paraden gegen Pascal Richter (58./77.), Tönnies (76.) und Magouhi (84.) Schlimmeres. „Das ist mega bitter. Das Gegentor ist einfach und billig. Wir haben die richtige Einstellung an den Tag gelegt, belohnen uns aber erneut nicht für den Aufwand“, haderte Callsen mit dem Rückschlag im Abstiegskampf.

Mehr zu Eutin 08
Die aktuellen TOP-THEMEN

Mega-Sale: SPORTBUZZER-SHOP

Mehr Fußball aus der Region

Mehr Fußball vom Sportbuzzer

Anzeige
Sport aus Kiel
Sport aus aller Welt