04. Dezember 2018 / 10:19 Uhr

Eutin 08 verabschiedete Trainer Lars Callsen mit 1:5-Abfuhr beim TSB Flensburg

Eutin 08 verabschiedete Trainer Lars Callsen mit 1:5-Abfuhr beim TSB Flensburg

Jan-Philipp Wottge
Daran mangelte es: Die Aggressivität, die Florian Ziehmer (rechts) im Hinspiel gegen den Flensburger Tom Warncke (links) an den Tag legte, fehlte im Rückspiel vollends.
Daran mangelte es: Die Aggressivität, die Florian Ziehmer (rechts) im Hinspiel gegen den Flensburger Tom Warncke (links) an den Tag legte, fehlte im Rückspiel vollends. © Jan-Phillip Wottge
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150 Kilometer Frust schieben! Eutin 08 trat den Rückweg aus Flensburg mit schwerem Gepäck an. Die 1:5-Packung in der Fußball-Oberliga beim TSB Flensburg wirkte nach. Die Rosenstädter stürzten nach dem letzten Spiel unter der Ägide von Coach Lars Callsen auf den elften Tabellenplatz ab. Willkommen im Abstiegskampf, Herr Jaacks!

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Der – mit Vornamen Dennis – übernimmt ab dem 1. Januar 2019 die Trainingsarbeit bei den Rosenstädtern. Für Callsen schloss sich indes ein Kreis. Mit einer 1:5-Schlappe bei Strand 08 startete seine Elf in die Saison. Nun übergibt er sie nach eben so einer 1:5-Niederlage in der Fördestadt an der Grenze. „Es ist eine Seuchensaison“, konstatierte Callsen, räumte aber gleichzeitig ein, dass sein Team beim TSB „in allen Belangen nicht das Nötige abgerufen hat“. Eutin begann pomadig und nicht mit der von Callsen erhofften Aggressivität: „Die ersten Minuten waren Schlafwagen-Fußball. Uns fehlte es einerseits an spielerischen Lösungen, um die TSB-Abwehr zu knacken, und zum anderen am Zugriff nach Ballverlusten.“

Die Nullachter liefen ständig hinterher. Der Grund: „Unsere Fehlerquote war hoch, unsere Passquote entsprechend niedrig“, monierte Callsen, der sich keinen Reim auf die fehlende Leistungsfähigkeit seiner Elf, die am Wochenende zuvor noch Frisia Risum-Lindholm mit 6:1 zerlegt hatte, machen konnte: „Wir konnten zu keiner Sekunde daran anknüpfen.“

Der TSB hatte leichtes Spiel. Lasse Sohrweide köpfte einen Eckball ungestört zum 1:0 (19.) ein. Danach ging es blitzschnell: Anstoß Eutin, Ballverlust Eutin, ein schneller Ball in die Spitze und TSB-Angreifer Jan Ole Butzek legte aus 20 Metern nicht einmal 60 Sekunden später das 2:0 (20.) nach. Nur ein Schönheitsfleck auf der ansonsten weißen TSB-Weste war das Eutiner 2:1-Anschlusstor (25.). Rasmus Tobinski untermauerte seinen Torriecher und staubte nach einem Patzer von TSB-Keeper Safwan Darwish ab.

Vorbei war es mit der 08-Herrlickeit spätestens als der Ex-Kieler Tom Warncke per Chip zum 3:1 (35.) einnetzte. Eutin mühte sich, doch die Räder griffen nicht ineinander. „Jeder Eckball wurde für uns gefährlich, weil der TSB sofort umschaltete und konterte“, ärgerte sich Callsen über die schlechte Absicherung eigener Standards.

Einen schulbuchmäßigen Konter schloss Nicholas Holtze per Kopf zum 4:1 (55.). Kurz vor Schluss erhöhte Sohrweide gar auf 5:1 (88.). Der geplante Bummel über den Kieler Weihnachtsmarkt hatte einen deftigen Stimmungsdämpfer erhalten. Eutin 08 spielt eine Achterbahnsaison. Wohin die Reise geht, bestimmt ab sofort Dennis Jaacks. Lars Callsen sagte: „Persönlich hätte ich mir meinen Ausstand mit einem Sieg gewünscht.“ So gab es nur 150 Kilometer Busfahrt voller Frust.

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