01. Juli 2018 / 20:29 Uhr

Eutin 08 verkauft sich beim 0:4 gegen den FC St. Pauli teuer

Eutin 08 verkauft sich beim 0:4 gegen den FC St. Pauli teuer

Volker A. Giering
Nikolas Wulf (Torhüter von Eutin 08) rettet einen Ball vor Sami Allagui (l., Nr. 11 FC St. Pauli).
Nikolas Wulf (Torhüter von Eutin 08) rettet einen Ball vor Sami Allagui (l., Nr. 11 FC St. Pauli). © Agentur 54° /Schaffrath
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Im Testspiel gegen den Zweitligisten herrschte lediglich bezüglich die Zuschauerzahl Enttäuschung

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Respektable Leistung gegen Zweitligisten

Nach dem Freundschaftsspiel gegen den Zweitligisten FC St. Pauli standen Lars Callsen, Trainer von Oberligist Eutin 08, und Mäzen Arend Knoop auf dem Rasen zusammen und zogen ein erstes Resümee. Enttäuscht zeigten sich beide von der Resonanz von offiziell 900 Zuschauern im Waldeck-Stadion. Dabei verkaufte sich das neu formierte Eutiner Team bei der 0:4-Niederlage teuer und konnte sogar ein besseres Ergebnis als vor sieben Jahren beim 1:7 verbuchen.

Enttäuschung über die Zuschauerzahl

„Ich hatte mit mehr Zuschauern gerechnet“, sagte Knoop schon während der ersten Halbzeit. „Wahrscheinlich war das Wetter zu gut.“ So blieben die zusätzlich aufgebauten Stehtribünen im Gästeblock völlig unbesetzt. „Die Zuschauerzahl ist schade“, räumte Callsen ein, „da präsentieren wir schon mal einen Zweitligisten.“ Nachdem der erste Ärger verfolgen war, widmete sich der 45-Jährige der Einschätzung der Leistung seiner Mannschaft und geriet leicht ins Schwärmen. „Die Jungs haben couragiert gespielt“, erklärte er. Das mache Lust auf mehr.

Fünf Neuzugänge in der Startelf

Die Gastgeber liefen nicht nur mit den neuen blau-gelben Heimtrikots (auswärts wird in der neuen Saison in Rot und Blau gespielt), sondern auch mit fünf Neuzugängen in der Startformation auf. Den besten Eindruck machte Egzon Lahi (TSG Concordia Schönkirchen), der auf der linken Außenbahn eine gute Partie zeigte und ein Extralob von Callsen erhielt. Mit dem neuen Torwart Nikolas Wulf (war zuletzt vereinslos), bei dem sich Licht und Schatten abwechselten, und Innenverteidiger Nico Bruns spielten lediglich zwei Eutiner Spieler durch. Bei Bruns konnte man dessen gute Ausbildung bei Holstein Kiel II sehen. Dass sich die Ostholsteiner teuer verkauft haben, bestätigte später St. Paulis Trainer Markus Kauczinski. „Das war aller Ehrenwert. Gerade in der ersten Halbzeit hat Eutin viel Gegenwehr gezeigt und sogar eine Chance gehabt“, meinte er.

Kevin Hübner bringt Eutin fast in Führung

Damit meinte der 48-Jährige, der in der Abwehr eine Fünferkette ausprobierte und auf die angeschlagenen Mats Møller Dæhli und Kapitän Bernd Nehrig verzichtete, die 13. Minute. Nachdem der schnelle Eutiner Flügelflitzer Kevin Hübner schon zwei Gegenspieler ausgespielt hatte, stand er frei vor dem Hamburger Torwart Svend Brodersen. Doch Hübner ließ sich zu weit nach außen drängen, wie er selbst erklärte, so dass Brodersen zur Ecke klären konnte.

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Sami Allagui und Waldemar Sobota zeigen Klasse

„Den muss ich machen“, sagte „Hübi“, „als ich dann einen Haken mache, verspringt mir der Ball. Ich konnte nur noch mit der Picke schicken. Wobei Brodersen gut regagiert.“ Auf der anderen Seite verwertete Pauli-Stürmer Sami Allagui (17.) eine Rechtsflanke von Daniel Buballa eiskalt per Kopfball zur Gästeführung. Das anschließende 2:0 erzielte Waldemar Sobota (31.). Glück hatte Wulf, dass ein Handspiel außerhalb des Strafraums (35.) von Schiedsrichter Max Rosenthal nicht geahndet wurde.

Weniger Gegenwehr in Halbzeit zwei

Zu Beginn der zweiten Halbzeit brachte Callsen neun frische Spieler, während sein Kollege Kauczinski gleich zehn Mal wechselte. Im weiteren Verlauf machte sich bei den Eutinern schließlich die erste intensive Trainingswoche bemerkbar. „Die Jungs hatten den Kopf nicht mehr so frei“, fand Callsen. „Zudem hat St. Pauli einen besseren Weg ins Zentrum gefunden.“ Spätestens jetzt war es das erwartete Spiel auf ein Tor.

FC St. Pauli "ohne Allüren"

Während der frühere Lübecker Ersin Zehir (61.) und Jan-Marc Schneider (68., sein Name stand nicht auf dem Spielbogen) die weiteren Treffer erzielten, ließen Schneider (57., 63.), Becker (59., 64.) und Carstens (Latte/74.) ein höheres Ergebnis aus. „Alles zusammen bin ich zufrieden“, zog Callsen als Fazit und hob den sympathischen Auftritt des Zweitligisten „ohne Allüren“ hervor, der mit einem gemeinsamen Essen abgerundet wurde. Auch auf den Rängen blieb es friedlich. So ging sogar die Welle mehrmals durchs Waldeck-Stadion. Bilder von der Partie findet ihr unten in der Galerie.


Eutin 08: Wulf – Glosch (46. Witt), Achtenberg (46. Schlüter), Bruns, Lahi (46. Heskamp) – Sauer (46. Härter) – Zymberi (46. Kelting), Rave (46. Isenberg), Schultz (46. Obenaus), Hübner (46. Badiane) – Tobinski (46. Ferchen).

FC St. Pauli: Brodersen (46. Himmelmann) – Zander (46. Kalla), Avevor (43. Koglin), Ziereis (46. Schoppenhauer), Knoll (46. Carstens), Buballa (46. Park) – Sobota (46. Coordes, 78. Münzner), Flum (46. Becker), Buchtmann (46. Zehir), Dudziak (46. Neudecker) – Allagui (46. Schneider).

Am 01.07. 2018 war der Hamburger "Kiezklub" aus der zweiten Bundesliga beim Regionalliga-Absteiger Eutin 08 zu Gast. Die besten Bilder von diesem hochkarätigen Testspiel findet ihr in dieser Galerie:

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