13. Mai 2018 / 20:20 Uhr

Eutin 08 verspielt mit 2:5-Heimpleite auch die letzte Hoffnung auf den Klassenerhalt

Eutin 08 verspielt mit 2:5-Heimpleite auch die letzte Hoffnung auf den Klassenerhalt

Volker A. Giering
Die Eutiner haben nun auch die letzte Chance auf den Klassenerhalt verspielt
Die Eutiner haben nun auch die letzte Chance auf den Klassenerhalt verspielt © Agentur 54°
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Aufgrund des Hamburger Erfolgs gegen Braunschweig vertagt sich die Meisterfeier des SC Weiche Flensburg 08 aber trotzdem.

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Nachdem Eutin 08 sportlich schon abgestiegen war, haben sich die Rosenstädter mit der 2:5-Niederlage im letzten Heimspiel gegen den SC Weiche Flensburg 08 auch die letzte Hoffnung auf den Klassenerhalt in der Regionalliga verspielt. 

Diese lag in anderen Konstellationen. Da aber der VfV Hildesheim parallel ein 1:1 beim SSV Jeddeloh holte, ist der 16. Tabellenplatz für die Ostholsteiner bei jetzt vier Punkten Rückstand und nur noch einem offenen Spiel (am Mittwoch bei Altona 93) nicht mehr realistisch. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass Eintracht Braunschweig II nach dem Abstieg der Profimannschaft aus der zweiten Bundesliga als Zwangsabsteiger feststeht. „Das Ziel, Hildesheim noch einzuholen, habe ich mir so sehr gewünscht. Das ist total bitter“, sagte Eutins Trainer Lars Callsen. Dabei sei den Flensburgern eine Nervosität anzumerken gewesen. „Das hätte heute der Schlüssel sein können.“ 

Die Gäste hätten den Meistertitel vorzeitig klar machen können, wenn der Hamburger SV II im Heimspiel gegen die Braunschweiger U23-Reserve nicht über einen Punkt hinaus gekommen wäre. Vor 370 Zuschauern am Waldeck tat die Elf von Gästetrainer Daniel Jurgeleit indes zunächst nur das Nötigste. Da aber der Eutiner Ersatztorwart René Hohenstein zweimal patzte, stand es 0:2 zur Halbzeit durch Jonas Walter (13.) per direkt verwandelten Freistoß und Stürmer Nico Empen (36.) per Kopfballaufsetzer nach einer Flanke von Benjamin Safo-Mensah. Callsen versuchte später seinen jungen Schlussmann aus der Schusslinie zu nehmen und meinte: „Der Junge war lange krank, so dass er lange nicht gespielt hat. Das ist eine komplett schwierige Situation für ihn.“

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Nach dem Seitenwechsel machten die Flensburger dann aber richtig Ernst. Innerhalb von nur acht Minuten bauten Empen (50.) und Sturmpartner René Guder (53., 58.) das Ergebnis auf 0:5 aus. Bei den Gastgebern machten sich Auflösungserscheinungen breit. Zu diesem Zeitpunkt stand es 2:2 in Hamburg. Es sah danach aus, dass die Fördekicker schon an diesem Nachmittag die Korken knallen lassen können. Doch Pustekuchen: Der HSV II drehte die Partie und gewann am Ende noch mit 4:2.  Die Flensburger Bank wurde stets über den aktuellen Stand informiert. Plötzlich wackelte die Abwehr und der eingewechselte Eutiner Stürmer Rasmus Tobinski konnte per Doppelschlag in der 82. Minute (per Kopfball nach einer Ecke von Kevin Wölk) und in der 83. Minute (per Seitfallzieher nach einer Linksflanke von Christian Rave) zumindest Ergebniskosmetik betreiben. 

„Ich bin enttäuscht. Dabei haben wir uns für das letzte Heimspiel so viel vorgenommen. Wir waren aber zu naiv, blauäugig und passiv. Einfache Fehler werden in dieser Liga bestraft. Das zieht sich durch die ganze Saison“, resümierte Callsen. Kapitän Rave sagte: „Die Gegentore passen zur ganzen Saison.“ Trotz des Sieges gab es aber auch bei den Gästen eher nachdenkliche Gesichter. „Das war unnötig. Nach dem 5:0 waren wir uns zu sicher“, befand der Ex-Lübecker Dominic Hartmann. Jurgeleit sprach derweil von einem ärgerlichen Ergebnis. „Der Kopf spielt eine Rolle. Anfangs haben wir das gut hinbekommen“, sagte er. Doch der Spitzenreiter hat noch einen weiteren Matchball. So reicht am kommenden Mittwoch beim TSV Havelse (19 Uhr) aufgrund des besseren Torverhältnisses (plus 1) ein 0:0 oder eine knappe Niederlage zur Meisterschaft . . . 

Vor dem Spiel hieß es für neun Eutiner Spieler Abschied nehmen. Neben den schon bekannten Abgängen von Sönke Meyer, Lukas Benner, Patrick Bohnsack, Abdel Hathat, Marcus Steinwarth, Dennis Voß, und Rico Bork verlassen nun auch Freddy Kaps und Kevin Wölk den Verein. Von 08-Mäzen Arend Knoop gab es jeweils einen Gutschein für zwei Personen für das Café Wichtig in Scharbeutz. Wölk wurde erst kurz vorher von Callsen informiert. „Mir wurde gesagt, dass der Kader verjüngt werden soll“, sagte der 32-jährige Routinier.

Die Statistik zum Spiel

Eutin 08: Hohenstein – Witt (59. Steinwarth), S. Meyer, Voß, Glosch – Rave, Wölk – Kaps, Ziehmer, Borchardt (68. Petrick) – Stahl (59. Tobinski). 

SC Weiche Flensburg 08: Kirschke – Safo-Mensah, Thomsen, H. Ostermann – Ebot-Etchi, Wirlmann (74. J. Ostermann), Walter – Ebot-Etchi, Jürgensen (68. Kleihs) – Hartmann (85. F. Meyer) – Guder, Empen. 

Schiedsrichter: Malte Göttsch (Hartenholm).

Zuschauer: 370.

Tore: 0:1 Walter (13.), 0:2 Empen (36.), 0:3 Empen (50.), 0:4 Guder (53.), 0:5 Guder (58.), 1:5 Tobinski (82.), 2:5 Tobinski (83.).

Gelbe Karten: keine.

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