07. November 2018 / 11:28 Uhr

Eutins neuer Coach Dennis Jaacks sprüht vor Tatendrang

Eutins neuer Coach Dennis Jaacks sprüht vor Tatendrang

Volker A. Giering
Da geht's lang: Dennis Jaacks gibt bei Eutin 08 künftig die Richtung vor. Allerdings gibt es beim Oberligisten viele Baustellen.
Da geht's lang: Dennis Jaacks gibt bei Eutin 08 künftig die Richtung vor. Allerdings gibt es beim Oberligisten viele Baustellen. © objectivo
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Ab 1. Januar beginnt die Amtszeit. Bisheriges Trainertrio Lars Callsen, Tim Brunner und Benjamin Szodruch muss komplett gehen.

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Dennis Jaacks heiratet im nächsten Jahr seine langjährige Freundin Chiara Rossi. Da die Hochzeit in Italien stattfindet, steht dem Brautpaar noch viel Arbeit bevor. Auch bei Oberligist Eutin 08 wartet auf den 34-Jährigen viel Arbeit. Was die Spatzen längst von den Dächern pfiffen, bestätigte der Klub am späten Dienstagabend per verschickter Pressemitteilung: Jaacks übernimmt den Trainerposten bei den Rosenstädtern in der Winterpause zum 1. Januar (wir berichteten). Das bisherige Trainertrio Lars Callsen, Tim Brunner und Benjamin Szodruch muss komplett gehen.

Die Gespräche hat Jaacks mit dem kommissarischen Vereinsvorsitzenden Jan Knoop geführt. Beide Seiten erzielten Einigkeit bereits vor einer Woche. Was dem neuen 08-Coach wichtig war, „weil wir anschließend für ein paar Tage zwecks Hochzeitsvorbereitungen nach Italien gereist sind“, sagt der A-Lizenz-Inhaber, der laut eigener Angabe einen Vertrag für eineinhalb Jahre bis zum 30. Juni 2020 am Waldeck unterschrieben hat.

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Jaacks weiß, dass viel Arbeit auf ihn beim krisengeschüttelten Traditionsklub erwartet. „Ich habe keine Lust, einen Scherbenhaufen zu übernehmen. Mir wurde ein finanzieller Fahrplan vorgestellt, wie der Klub auch über die laufende Saison hinaus plant“, erklärt er. Wie berichtet zieht sich Mäzen Arend Knoop zum Saisonende zurück. „Ich sehe die neue Aufgabe auch als Herausforderung. Mein Ziel ist es, bei einem Umbruch aktiv mitzugestalten. Ich habe die eine oder andere Idee“, betont Jaacks. Dass er in Personalunion auch den vakanten Posten des Sportlichen Leiters übernimmt, schloss er indes aus. „Das ist nicht mein Plan beziehungsweise wurde mit mir nicht besprochen. Das ist jedenfalls nicht meine favorisierte Lösung. Außerdem hätte ich gern Unterstützung an meiner Seite.“

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Überhaupt würde der Klub vor „vielen personellen Herausforderungen“ stehen, nachdem zuletzt auch noch Martin Wagner völlig überraschend von allen Ämtern zurückgetreten ist (wir berichteten). „Es geht um Personen, die viel Engagement mitbringen. Ich werde spätestens in der Winterpause viele Gespräche führen und mir ein Bild machen“, sagt Jaacks. Damit meint er auch die Mannschaft. „Ich will gucken, wer bereit ist, den Weg mitzugehen. Ich gehe davon aus, dass die Spieler ihren Vertrag erfüllen. Das gehört sich so.“ Schon am kommenden Sonnabend wird er wieder auf der Tribüne beim Heimspiel gegen den PSV Union Neumünster (14 Uhr) stehen, um sich weiter einen persönlichen Eindruck von seiner künftigen Mannschaft zu machen.

Kapitän Christian Rave zur SG Sarau/Bosau?

Ganz oben auf der To-do-Liste steht ein persönliches Gespräch mit Eutins Kapitän Christian Rave, der dem Vernehmen nach nur eine mündliche Vereinbarung mit dem Klub bis zum Winter hat und als Neuzugang bei Verbandsligist und dessen Heimatverein SG Sarau/Bosau gehandelt wird. Rave selbst wollte sich hierzu nach dem letzten Heide-Spiel (1:2) nicht äußern. „Von diesen Gerüchten habe ich auch gehört. Christian ist der Kopf der Mannschaft und somit ein ganz zentraler Spieler“, weiß Jaacks. Auch muss er sich noch einen Co-Trainer suchen. „Diese Position ist wichtig, dass man sich auch reflektieren kann.“

Der A-Lizenz-Inhaber wird Eutin 08 mit seiner unaufgeregten Art gut zu Gesicht stehen. Bis Ende der vergangenen Saison hat er den Ligakonkurrenten SV Eichede trainiert. Obwohl die Stormarner einen guten fünften Platz erreicht haben, wurde sein Vertrag überraschend nicht verlängert. Davor hat der Projektleiter bei der Gemeinde Ratekau, der in Pansdorf ein Haus gebaut hat, exzellente Arbeit beim TSV Pansdorf (2012 bis 2017) gemacht. „Es geht auch darum, verlorenes Vertrauen in Eutin zurückzugewinnen. Dazu gehört natürlich auch eine vernünftige Kommunikation. Hier ist in den letzten beiden Jahren einiges schief gegangen. Das wissen auch die Verantwortlichen.“

Seine Karriere als Spieler hatte Jaacks verletzungsbedingt früh beenden müssen. In der Jugend spielte er zwei Jahre in der Eutiner A-Jugend (2001 bis 2003). Nun kehrt er also an seine ehemalige Wirkungsstätte zurück – als Cheftrainer ab 1. Januar.

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