11. Januar 2019 / 21:02 Uhr

Ex-Bundesliga-Profis beim Gottschi-Cup: Christian Rahn und Thomas Vogel im Interview

Ex-Bundesliga-Profis beim Gottschi-Cup: Christian Rahn und Thomas Vogel im Interview

Peter-Wulf Dietrich
Christian Rahn (vorn) setzt sich gegen den Hamburger  Boubacar Sanogo (r) durch.
Christian Rahn (vorn) setzt sich gegen den Hamburger Boubacar Sanogo (r) durch. © Bernd Wüstneck dpa
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Beide kickten einst für die Rothosen in den höchsten deutschen Liga und sind am Samstag mit der Traditionsauswahl der Hamburger in Bad Schwartau zu Gast - Ex-Nationalspieler Rahn: "Der HSV schafft den direkten Aufstieg"

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Am Sonnabend kommt die Traditionsmannschaft des Hamburger SV zum ersten Mal zum Fußball-Benefiz-Turnier um den Gottschi-Cup nach Bad Schwartau (Beginn 14 Uhr, Finale gegen 19.30 Uhr). Mit dabei sind einige ehemalige Bundesliga-Stars. Zum Beispiel Christian Rahn (39), der Ex-Nationalspieler (fünf Länderspiele, 117 Bundesliga-Spiele). Oder Thomas Vogel (51), der 131 Bundesliga-Spiele für den SC Freiburg, HSV und Mönchengladbach absolviert hat. Die Lübecker Nachrichten sprachen mit ihnen.

Sie haben für den Hamburger SV in der Bundesliga gespielt, sie sind weiter im Verein aktiv. Was machen Sie sonst beruflich?
Christian Rahn: Ich bin im Nachwuchsbereich des HSV tätig, arbeite als Individual- und Techniktrainer mit der U16, U17 und U19. Nebenberuflich betreue ich die 3. Herren, die in der Landesliga Hamburg spielen.
Thomas Vogel: Ich kümmere mich beim HSV um die Traditionsmannschaft. Hauptberuflich bin ich Geschäftsführer einer Sportmanagementfirma (Extratime), die sich um Profispieler kümmert.

Volker Giering (LN-Sportbuzzer) übergibt den Scheck über 600 €, die beim Confima-Cup von Strand 08, den Buzzer Boys und dem VfB Lübeck erspielt worden sind. Sie werden dem Mukoviszidose e.V. zu gute kommen. Zur Galerie
Volker Giering (LN-Sportbuzzer) übergibt den Scheck über 600 €, die beim Confima-Cup von Strand 08, den Buzzer Boys und dem VfB Lübeck erspielt worden sind. Sie werden dem Mukoviszidose e.V. zu gute kommen. ©
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Sie kommen am Sonnabend zum Benefiz-Fußball-Turnier nach Bad Schwartau. Das Kicken reizt also immer noch? Wie oft kommen Sie dazu im Jahr?
Rahn: Es kribbelt oft in den Beinen. Deshalb komme ich sehr gerne nach Bad Schwartau. Ich bin immer noch ehrgeizig und will hier auch gewinnen. So zehn bis zwölf Spiele, auch mit den DFB-Allstars, werden es im Jahr.
Vogel: Das Kicken macht uns allen Ex-Profis noch viel Spaß. Von April bis Oktober sind es mit dem HSV 10 bis 15 Spiele, im Dezember und Januar geht’s immer zu Turnieren in die Halle. An diesem Wochenende sind wir gleich zweimal am Ball. Am Freitag in Gera und dann geht’s ab nach Bad Schwartau.

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Nach dem Abstieg des HSV sieht es nach einem sofortigen Wiederaufstieg in die Bundesliga aus. Oder sehen Sie Probleme? Wer kann dem HSV noch gefährlich werden?
Rahn: Der Aufstieg ist kein Selbstgänger, das haben die beiden verlorenen Spiele gegen Kiel und die 0:5-Niederlage gegen Regensburg gezeigt. Trotzdem bin ich überzeugt, dass der HSV den direkten Wiederaufstieg schaffen wird. In jeder Trainingseinheit muss aber Gas gegeben und das Trainingsniveau weiter hochgehalten werden.
Vogel: Die Mannschaft ist so gefestigt, im Moment sehe ich keine Gefahr. Der HSV und der 1. FC Köln werden die ersten beiden Plätze unter sich ausmachen. Die Qualität, nur in der 2. Liga zu spielen, ist beim HSV zu hoch. Ich freue mich auch für St. Pauli, dass sie in dieser Saison oben mitspielen. Dass sie jetzt noch Alex Meier bekommen, finde ich gut.

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Viele haben geglaubt, dass Bayern München wieder problemlos Meister wird. Woran liegt es, dass es nicht rund läuft?
Rahn: Ich habe es nicht erwartet. Aber vielleicht war es nach sechs Deutschen Meisterschaften in Folge auch absehbar. Vielleicht sind einige Spieler schon satt. Ein junger Trainer wie Niko Kovac, der mit einigen seiner Jungs noch selbst mitgespielt hat, hat es nicht einfach.
Vogel: Es findet ein Generationswechsel statt. Da hakt es an der einen und anderen Stelle. Ribéry und Robben hätten vielleicht früher abgegeben werden sollen, andere Spieler sind unzufrieden. Niko Kovac, den ich für einen guten Trainer halte, muss da durch.

Dortmund wirkte in der Hinrunde sehr stabil. Heißt der neue Deutsche Meister BVB?
Rahn: Dortmund beeindruckte in der Hinrunde. Marco Reus zündet, Axel Witsel und Thomas Delaney haben den BVB auf ein anderes Niveau gebracht. Aber Dortmund hat sich die Winterpause bestimmt nicht gewünscht. Es ist schön, dass es in der Rückrunde endlich wieder einen Zweikampf geben wird. Ich glaube: Die Bayern fangen Dortmund noch ab.
Vogel: Sechs Punkte Vorsprung sind nicht viel. Aber Dortmund wird Meister, die sind sehr stabil. Und sie haben mit Lucien Favre einen guten Trainer, das ist ein sehr angenehmer Mensch. pwd

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