10. August 2018 / 09:31 Uhr

Beide waren beim HSV: Schatzschneider-Tipps an Wood - "es liegt alles an diesem Tor"

Beide waren beim HSV: Schatzschneider-Tipps an Wood - "es liegt alles an diesem Tor"

Andreas Willeke
Dieter Schatzschneider (links) hatte selbst eine schwere Zeit beim Hamburger SV. Deswegen weiß er genau, wie sich Bobby Wood fühlt - und glaubt an ihn. 
Dieter Schatzschneider (links) hatte selbst eine schwere Zeit beim Hamburger SV. Deswegen weiß er genau, wie sich Bobby Wood fühlt - und glaubt an ihn.  © Florian Petrow
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Wenn Bobby Wood einer verstehen kann, dann ist es Dieter Schatzschneider. Der 60-Jährige knipste auch für den Hamburger SV, ergriff nach zwei Jahren die Flucht, weil er keine Anerkennung genoss. Deswegen versteht der ehemalige 96-Torjäger den neuen und gibt ihm warme Worte mit auf den Weg. "Hier will ihm keiner etwas Böses", versichert der Scout der Roten. 

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Es liegen zwar ein paar Jahre dazwischen – aber in der Beurteilung sind sich Dieter Schatzschneider und Bobby Wood einig: Beide Stürmer hatten eine sehr schwierige Zeit beim HSV. Beide konnten die hohen Erwartungen in Hamburg nicht erfüllen. Darum weiß Schatzschneider genau, wie sich Wood fühlt „und was da gedanklich bei ihm abläuft“.

"Bobby hat Qualität"

„Es ist ein Geduldsspiel“, sagt der 60-Jährige über den 25-Jährigen. Aber Schatzschneider glaubt, dass es sich lohnt, auf Wood zu setzen: „Bobby hat Qualität, er kann was, das sehe ich ge­nau.“

Der immer noch beste Torjäger der zweiten Liga lobt „Bobbys Schnelligkeit mit dem Ball am Fuß, er kann auch blitzartig die Situationen im Strafraum erfassen, bevor die anderen überhaupt merken, was los ist“. Aber vieles davon ist verschüttet und muss langsam wieder hervorgeholt werden.

Das schwerste Jahr

„Das war kein positives Jahr, das schwerste meiner Karriere“, sagt der amerikanische Nationalspieler über die vergangene HSV-Abstiegssaison: „Auch ich habe nicht die Leistung gebracht, die ich mir wünsche – es hat bei vielen nicht so geklappt.“

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Aber gegen Wood wurde geholzt, öffentlich und auch vereinsintern. „Die haben ihn in Hamburg richtig fertiggemacht und ihm richtig einen mitgegeben“, weiß Schatzschneider.

Es wurde darüber berichtet, dass der introvertierte Stürmer schmollte, sich beleidigt zurückzog. Mit der öffentlichen Kritik konnte Wood nicht umgehen. Die Rolle als Topverdiener und Schlüsselspieler hat ihn überfordert.

Schatzschneiders Quote stimmte - aber er floh

Ähnlich war es Schatzschneider 25 Jahre vorher ergangen. Er war als Nachfolger des beliebten Horst Hrubesch geholt worden. Zwar erzielte Schatzschneider 15 Tore, „aber ich hatte trotzdem null Anerkennung in der Mannschaft. Ich bin ich dann abgehauen, anstatt mich durchzusetzen.“

Schatzschneider landete auf Schalke, Wood bei 96. Der Ex-Stürmer weiß: „Er muss da langsam herausfinden. Hier will ihm keiner et­was Böses, und er hat das Vertrauen des Trainers.“

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"Das brauch er, um frech zu sein"

Für André Breitenreiter heißt das laut Schatzschneider: „André muss den richtigen Zeitpunkt finden, ihn zu bringen. Es kann besser sein, wenn er erst mal von der Bank kommt und nicht gleich in der Startelf steht. Dann muss Bobby trotzdem wissen, dass alle an ihn glauben.“ Der Torjäger in Rente weiß, „wenn Bobby sein erstes Tor hat, kommt das Selbstvertrauen zurück. Es liegt alles an diesem Tor. Das braucht er, um frech zu sein.“

Beim ersten Ligaspiel fehlt Wood noch gesperrt, er hat in der letzten Saisonpartie mit den Hamburgern ge­gen Gladbach Gelb-Rot gesehen. So schnell lässt sich die lästige HSV-Zeit eben nicht abschütteln.

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