07. Februar 2018 / 07:00 Uhr

Marcus Hoffmanns zermürbende Wartezeit hat ein Ende

Marcus Hoffmanns zermürbende Wartezeit hat ein Ende

Kai Rehberg
hoffi
Der Chemnitzer Neuzugang Marcus Hoffmann (r.) beim 1:0-Sieg gegen Jena am vorigen Sonnabend im Duell mit René Eckardt. © Imago
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Der Ex-Profi von Hansa Rostock und frischgebackene Vater ist nach sieben Monaten Pause beim Chemnitzer FC zurück im Profifußball.

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Ein halbes Jahr lang war es vergleichsweise ruhig im Leben von Marcus Hoffmann. Dafür wurde es in den vergangenen Tagen aber um so turbulenter. Familienzuwachs, neuer Verein, Wohnungssuche – der frühere Hansa-Verteidiger hat im Augenblick allerhand um die Ohren.Fast sieben Monate lang war der Fußballprofi arbeitslos, ehe er nun beim Chemnitzer FC anheuern konnte.

Bei Hansa hatte ihm der damalige Cheftrainer Christian Brand im Frühjahr 2017 nur einen Vertrag über ein Jahr (plus Option) angeboten. „Damit war ich nicht einverstanden. Ich war Stamspieler, fühlte mich total wohl in Rostock und hatte mir ja einiges erarbeitet“, sagt Hoffmann, der einen Kontrakt über zwei Jahre anstrebte und längerfristig mit Hansa planen wollte. Doch das ging schief.

Mehrere Monate hielt er sich bei Regionalligist SV Babelsberg fit


Brand setzte den Brandenburger nach dessen Absage in den letzten Saisonspielen demonstrativ auf die Bank. Hoffmanns Vereinssuche im vergangenen Sommer war schwierig. „Unterklassig gab es mehrere Angebote. Aus der 3. Liga nur eins, das aber nicht passte“, erzählt „Hoffi“, der sich monatelang bei Regionalligist SV Babelsberg fit hielt. Anfang November durfte er sich dann bei den kriselnden Würzburger Kickers zur Probe vorstellen. Doch der Zweitliga-Absteiger startete just zu dieser Zeit eine Erfolgsserie, sodass die Unterfranken eine Neuverpflichtung erst einmal auf Eis legten.

So eine zermürbende Wartezeit erlebte Marcus Hoffmann nicht zum ersten Mal in seiner Karriere. Auch vor seinem Wechsel von RB Leipzig zu Alemannia Aachen 2013/14 war er monatelang ohne Verein. „Klar nervt das“, sagt der 30-Jährige. „Aber jetzt kannte ich ja die Situation. Ich habe mich einfach aufs Training konzentriert, um mich in eine gute Verfassung zu bringen.“ Zu einem Viertligisten wollte er nicht wechseln. „Ich bin sportlich nie abgestiegen, warum sollte ich jetzt freiwillig runtergehen?“, argumentiert der Defensivmann.

Marcus Hoffmann wechselt nicht zum FSV Zwickau.
Marcus Hoffmann als Hansa-Profi © Andy Bünning
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Seit Mitte Januar Vater eines Sohnes


In den Monaten der Ungewissheit war die Familie Hoffmanns Rückhalt – vor allem seine schwangeren Lebensgefährtin Juana Maria. Am 17. Januar brachte sie in ihrer spanischen Heimat Jerez de la Frontera Stammhalter Mateo (55 cm, 4850 g) zur Welt. „Da ist der Fußball dann völlige Nebensache“, sagt Hoffmann, der bei der Geburt dabei war.Während seine Freundin vorerst noch in Andalusien bleibt, kehrte der frischgebackene Papa beim abstiegsbedrohten Chemnitzer FC in den Profifußball zurück. Zwar nur mit einem Vertrag bis zum Saisonende, aber diesmal wollte Hoffmann es so. „Erst mal müssen wir die Klasse halten. Dann kann ich mir auch vorstellen zu bleiben“, meint „Hoffi“, der am vorigen Wochenende beim 1:0 gegen Jena ein erfolgreiches CFC-Debüt gab.

Bei seinem achten Verein ist er gerade wieder auf Wohnungssuche. Als Wandervogel sieht sich Marcus Hoffmann trotzdem nicht. „Ich wäre auch gern irgendwo 20 Jahre geblieben, doch es hat sich immer anders ergeben“, meint der Abwehrmann und fügt noch hinzu: „Immerhin bin ich nirgendwo vom Hof gejagt worden.“

Hier sind die ehemaligen Hansa-Profis gelandet

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