11. Oktober 2018 / 15:14 Uhr

Ex-Hastedter Dalkiran: "Die Trainer sollten hinterfragt werden"

Ex-Hastedter Dalkiran: "Die Trainer sollten hinterfragt werden"

Mario Nagel
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Anfang September, beim 2:2-Unentschieden gegen Vatan Sport (gelb), lief Hasan Dalkiran (blau) zum letzten Mal für den BSC Hastedt auf. © Mario Nagel
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Nach der bekanntgewordenen Trennung vom BSC Hastedt äußert sich Hasan Dalkiran zu der Kritik von Trainer Gökhan Deli, der eine mangelnde Leistungsbereitschaft vorwarf

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Es ist der Aufreger der Woche in der Bremen-Liga: Diyar Kücük und Hasan Dalkiran sind nicht länger Teil des Kaders des BSC Hastedt. Trainer Gökhan Deli hatte die Trennung gegenüber dem WESER-KURIER am Mittwoch bekanntgegeben und als Grund eine mangelnde Leistungsbereitschaft genannt. Hasan Dalkiran fühlt sich hintergangen. „Eigentlich lief alles relativ nüchtern ab, es wurde gesagt, man werde in der Öffentlichkeit nicht hinterher treten“, so der Innenverteidiger, den am Mittwochabend, nach der Veröffentlichung des Artikels auf dem SPORTBUZZER, zahlreiche Nachrichten erreichten. „Da muss man dann lesen, man hätte wenig mit Leistungsfußball zu tun und würde nicht diszipliniert genug sein“, sagt Hasan Dalkiran und spricht von Undankbarkeit seitens des BSC Hastedt.

Vor einem Jahr stieg der 23-Jährige mit den Hastedtern in die Bremen-Liga auf, erkämpfte sich dort in der ersten Saison gleich einen starken dritten Platz. Dazu gewann der BSC den Lotto-Pokal, traf in dieser Spielzeit in der ersten Runde auf Borussia Mönchengladbach (1:11). „In diesen zwei Jahren hab ich vielleicht zwei Mal beim Training gefehlt“, ärgert sich Dalkiran. Dass es zwischen ihm und dem Bremen-Ligisten nicht mehr gepasst habe, bestätigt der Innenverteidiger allerdings. „Das hatte aber mit meinen Einsatzzeiten zu tun“, erzählt Hasan Dalkiran, der in den ersten fünf Spielen vier Mal durchspielte, danach aber nicht mehr zum Einsatz kam. In der einen Woche wäre man bei den Hastedtern der Held, wenn das Spiel gewonnen wird, in den nächsten dann der Depp, wenn es zu einem Fehler kommt. „Da sprechen die Trainer dann einfach nicht mit dir und setzen dich kommentarlos auf die Bank“, meint Dalkiran, der aufgrunddessen einen Abgang im Winter plante.

Die Hastedter kamen ihm - und auch Diyar Kücük, bei dem Hasan Dalkiran von ähnlichen Verfahren spricht - nun jedoch zuvor. „Ich denke, dass man einfach mal die Trainer hinterfragen sollte. Wir haben in der letzten Saison den Lotto-Pokal gewonnen, kriegen dann in der ersten DFB-Pokal-Runde Borussia Mönchengladbach zugelost - und zahlreiche Spieler verlassen den Verein. Das machen die ja nicht ohne Grund“, sagt Dalkiran. Der Innenverteidiger wolle eigentlich nicht gegen den BSC Hastedt und seine Zeit bei den Blau-Gelben nachtreten, doch der Umgang in den Medien mit seiner Person ärgert den 23-Jährigen zu sehr. „Du opferst deine Zeit und deine Kraft, und dann wird so mit dir umgegangen. Erst innerhalb des Vereins, dann nach außen“.

BSC-Trainer Gökhan Deli wollte das Thema derweil nahezu unkommentiert lassen, ließ aber verlauten. „Er hat seine Meinung und das ist okay. Aber jede Geschichte hat zwei Seiten und die Mannschaft - und auch die beiden - wissen sehr wohl, warum es zur Trennung gekommen ist“. Ins Detail wolle der Hastedter Coach auch dieses Mal nicht gehen. „Ich wollte schon im ersten Artikel eigentlich niemanden kritisieren, aber wenn du nach den Gründen gefragt wirst, dann gehst du zumindest auch oberflächlich kurz darauf ein“. Die mangelnde Leistungsbereitschaft sei allerdings nicht an beide Akteure gerichtet gewesen. „Bei Diyar und Hasan hat es aus unterschiedlichen Gründen einfach nicht mehr gepasst. Bei dem einen trifft das eine als Grund zu, beim anderen halt das andere“, sagt Gökhan Deli. Es kann nur gemutmaßt werden, was im Hintergrund passiert ist - Diyar Kück und Hasan Dalkiran müssen sich nun jedoch so oder so einen neuen Verein suchen. „Aber ich werde stärker zurückkommen“, sagt Dalkiran klar.

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