Arnold Bruggink 2007 im Trikot von Hannover 96. Arnold Bruggink 2007 im Trikot von Hannover 96. © dpa
Arnold Bruggink 2007 im Trikot von Hannover 96.

Ex-96-Profi Arnold Bruggink: "In Hannover muss Bundesliga gespielt werden"

Vier Jahre trug Arnold Bruggink das Trikot von Hannover 96. Im Interview äußert sich der mittlerweile 39 Jahre alte frühere Mittelfeldspieler über seine Sympathie für die "Roten", deren Aufstiegschancen und alte Bekannte.

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Herr Bruggink, vor dem Derby sagten Sie: „Rot steht dir viel besser als Gelb-Blau. Auf geht’s“ – Ihr Herz schlägt also noch für Hannover, wie verfolgen Sie in den Niederlanden die Entwicklung?

Ich schaue mir ziemlich viele Spiele von Hannover an. Und in letzter Zeit zeigte die Entwicklung klar nach oben. Zuvor herrschte zu große Unruhe, vor allem nach der Entlassung von Daniel Stendel.

Sie sind nun einige Jahre weg, was ist Ihnen vom Verein besonders in Erinnerung geblieben – was macht 96 für Sie zur Herzensangelegenheit?

Alles – die Stadt, das Stadion, die Fans. Ich habe alles sehr genossen. Meine Freunde und meine Familie sprechen immer noch über die Zeit, wie schön es samstags um 15.30 Uhr war, im Stadion zu sein. In Erinnerung blieb mir vor allem unsere letzte Saison mit dem Klassenerhalt am letzten Spieltag gegen Bochum. Das werde ich nie vergessen.

Arnold Bruggink bei Hannover 96.

Was gefällt Ihnen am aktuellen Team am besten – gibt es einen Lieblingsspieler?

Die Bereitschaft der Spieler, alles aus sich herauszuholen, das gefällt mir sehr gut. Mein Lieblingsspieler ist Manuel Schmiedebach, wir haben damals noch zusammen gespielt. „Manu“ hat sich zu einem echten Kapitän seines Teams entwickelt.

Wie wichtig war der Derbysieg gegen Braunschweig für die Moral der Mannschaft?

Sehr wichtig, ganz klar. Die Jungs haben ein Zeichen gesetzt gegen die direkte Konkurrenz. Das gibt eine Menge Selbstvertrauen.

Sie haben Hannover lange erlebt, welche Bedeutung hat Bundesliga- Fußball für die Stadt?

Einfach alles. In einer Stadt wie Hannover muss Bundesliga gespielt werden. Unbedingt.

Haben Sie heute noch Kontakt in die Stadt oder zum Verein?

Nein, bis jetzt nicht. Ich verfolge trotzdem alles in den Zeitungen und den sozialen Medien. Thommy Westphal, der damals Teammanager war, ist ein guter Kumpel von mir, er ist jetzt in Leipzig.

Kreative Spielgestalter: Das sind Hannovers beste Zehner der vergangenen 35 Jahre.

Fünf Spiele sind es nun noch gegen zum Teil vermeintlich leichte Gegner – wie hält man als Spieler die Konzentration hoch?

Das ist nicht schwierig. Man spürt überall in der Stadt und im Verein den Willen, alles für den Aufstieg in die Bundesliga zu geben. Egal, welche Gegner kommen, es muss eine riesige Vorfreude geben und keinen Stress.

Was ist in diesem Rennen um den Aufstieg in die Bundesliga nun entscheidend?

Ruhe und Fokus. Kein Gegner, kein Schiedsrichter oder etwas anderes ist wichtig. Nur, was du selber machst, hast du in der Hand.

Wie geht es Ihnen? Sie sind als TV-Experte aktiv? Sind Sie noch öfter in Deutschland?

Gut, ich bin seit sechs Jahren aktiv bei Fox Sports. Wir übertragen Eredivisie, Bundesliga und vieles andere. Weil wir kurz hinter der Grenze in Enschede wohnen, bin ich öfter in Deutschland. Auch gucke ich mir sehr gerne die Spiele in der Umgebung an.

Arnold Bruggink:

Er führte Hannover 96 zum Klassenerhalt in der ersten Liga – Arnold Bruggink schoss am 8. Mai 2010 im entscheidenden Duell mit dem VfL Bochum (3:0) das erste Tor. Das Herz des Niederländers schlägt auch heute noch für die „Roten“, für die er zwischen 2006 und 2010 111 Spiele absolvierte und 20 Tore schoss. Bruggink war beliebt und respektiert, nach Robert Enkes Tod im November 2009 wurde der heute 39-Jährige Mannschaftskapitän bei den „Roten“. Er bestritt zudem zwei Länderspiele für die Nationalelf seines Heimatlandes. Seine Karriere als aktiver Fußbaler endete 2011 dort, wo sie 20 Jahre zuvor begonnen hatte – beim FC Twente Enschede.

Fussball 2. Bundesliga Hannover 96 (Herren) Region/Hannover

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