30. August 2018 / 09:31 Uhr

Ex-Recke Csaba Szücs im Interview: "Hannover ist der klare Favorit"

Ex-Recke Csaba Szücs im Interview: "Hannover ist der klare Favorit"

Simon Lange
Csaba Szücs am Ball für den Bergischen HC.
Csaba Szücs am Ball für den Bergischen HC. © imago/Deutzmann
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Sechs Jahre war Rückraumspieler Csaba Szücs für die TSV Hannover-Burgdorf aktiv. Am Sonntag kehrt der 31-Jährige nach Hannover zurück - mit seinem neuen Klub Bergischer HC. Im SPORTBUZZER-Interview spricht er über alte Freunde in Hannover und die Rollenverteilung vor dem Duell.

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Sechs Jahre (2011 bis 2017) spielte Csaba Szücs für die TSV Hannover-Burgdorf. Am Sonntag (16 Uhr) tritt der Slowake mit ungarischen Wurzeln mit Aufsteiger Bergischer HC in der Swiss-Life-Hall gegen die Handball-Recken an.

Herr Szücs, herzlich willkommen zurück in der Bundesliga und zurück in Hannover! Mit welchen Gefühlen gehen Sie in die Partie am Sonntag?

Primär freut man sich, dass man wieder in der Bundesliga spielt. Wir sind gut gestartet mit zwei Punkten gegen Friesenheim. Und natürlich freue ich mich, nach Hannover zurückzukehren. Ich habe sechs tolle Jahre hier verbracht. Na ja, bis auf das letzte, als ich wegen der Achillessehnenverletzung komplett gefehlt habe. Und ich freue mich, alte Freunde wiederzutreffen.

Bei Mait Patrail waren Sie sogar auf der Hochzeit. Mit wem haben Sie noch Kontakt?

Mit Martin Ziemer, mit Lars Lehnhoff, Torge Johannsen, Timo Kastening und sehr viel auch mit dem Physio Timm Kostrzewa. Und beim Harting-Cup in der Vorbereitung habe ich mich auch lange mit „Smöre“ Christophersen unterhalten.

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Der BHC hat bei dem Test-Turnier Hannover geschlagen. Welche Erkenntnisse gibt es für das Punktspiel?

Da sollte man nicht zu viel reininterpretieren. Das ist Vorbereitung. Am Sonntag wird es ein ganz anderes Spiel. Wir müssen die Disziplin mitnehmen, dürfen keine Fehler ma­chen. Es wird auf jeden Fall ein verdammt schweres Spiel, erst recht, wenn Hannover ins Rollen kommt.

Sie sind der klare Favorit, da dürfen wir uns nicht in die Tasche lügen. Wir müssen wie Gummersbach die Partie so lange wie möglich offen gestalten, so dass Hannover vielleicht ein bisschen nervös wird und schnelle, schlechte Schüsse nimmt. Dann können wir vielleicht mithalten und was Zählbares rausholen.

​"Die 76:2 Punkte bringen uns in der ersten Liga null"

Der BHC gilt als bester Aufsteiger seit langem. Sämtliche Experten behaupten, mit dem Abstiegskampf hat der Club nichts zu tun. Hat das Team diese Euphorie gern?

Es ist natürlich sehr schön, so was zu hören. Hoffentlich behalten die Experten recht. Aber wir sollten auf dem Boden bleiben. Wir haben zwar eine starke Zweitligasaison gespielt, aber davon können wir uns nichts kaufen.

Die 72:6 Punkte bringen uns in der ersten Liga genau: null. Wenn wir aber so weiterarbeiten und fokussiert sind wie letztes Jahr, dann denke ich, dass wir eine sehr gute Chance auf den Klassenerhalt haben. Euphorie tut immer gut, das beflügelt. Aber wir müssen realistisch bleiben. Euphorie kann auch sehr schnell kippen und in Unmut übergehen.

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Wie war denn der Ausflug in die zweite Liga?

Es hat Spaß gemacht. Wir waren ja relativ schnell die Gejagten. Aber auch in der zweiten Liga muss man gegen die vermeintlich kleineren Mannschaften aufpassen. In Wilhelmshaven haben wir 58 Minuten katastrophal gespielt – und am Ende doch noch mit einem Tor gewonnen.

"Recken können von Beginn an wegmarschieren"​

Die Recken haben zum Auftakt gegen Gummersbach 50 Minuten schlecht gespielt und mit einem Tor gewonnen. Eiskalt, im Stile einer Spitzenmannschaft. Sind die Recken auf einer neuen Stufe?

Klar, aber das hat man letztes Jahr auch schon gesehen. Sie können von Beginn an wegmarschieren, auch gegen Top-Teams. Oder eben gewinnen, selbst wenn sie schlecht spielen.

Was trauen Sie den Recken zu?

Es sind so viele Teams mit Hannover auf einer Stufe. Sehr schwer, da eine Prognose abzugeben. Aber den sechsten Platz aus dem Vorjahr können sie auf jeden Fall verteidigen.

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Sie gehören zu den Ältesten und Erfahrensten im Team. Wie ist ihre Rolle?

Ich soll in die Abwehr Stabilität reinbringen und die zweite Welle mitlaufen, sodass wir unser Tempospiel vorantreiben können. Das habe ich vom Trainer angenommen. Ich finde die Rolle super und versuche zu helfen. Ich fühle mich sehr wohl dabei.

Wie geht es Ihnen persönlich? Eingelebt im Bergischen Land?

Mir geht es sehr gut. Das erste halbe Jahr war etwas hektisch und chaotisch. Durch den Umzug, die Verletzung, die Geburt unserer zweiten Tochter. Das brauchte ein bisschen Eingewöhnung. Aber es wurde uns leicht gemacht. Jetzt haben wir uns eingelebt und neu orientiert.

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