Thomas Tuchel verließ Borussia Dortmund am Ende der vergangenen Saison. Thomas Tuchel verließ Borussia Dortmund am Ende der vergangenen Saison. © imago
Thomas Tuchel verließ Borussia Dortmund am Ende der vergangenen Saison.

Ex-Trainer spricht nach BVB-Abschied: Thomas Tuchel bricht sein Schweigen

Wohin zieht es den Trainer als nächstes? War ein Wechsel nach England eine Option? Am Rande des Abschiedsspiels der Mainzer Legende Nikolce Noveski hat sich Thomas Tuchel ausführlich zu Spekulationen um seine Person geäußert 

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Lange hat sich Thomas Tuchel nach der geräuschvollen Trennung von Borussia Dortmund aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. Der Startrainer suchte nach den vielen internen Streitigkeiten mit Vorstandsboss Hans-Joachim Watzke die Ruhe, ging nach dem DFB-Pokal-Sieg mit der Familie in einen langen Urlaub. Es wurde ruhig um den 44-Jährigen, während sich Nachfolger Peter Bosz beim BVB langsam einarbeitete und Dortmund neu aufstellte.

Jetzt ist Tuchel erstmals in die Öffentlichkeit zurückgekehrt - beim Abschiedsspiel der Mainzer Legende Nikolce Noveski stand Tuchel genau wie Jürgen Klopp an der Seitenlinie und coachte eine Auswahl aus Mainzer Legenden. Von 2009 bis 2014 hatte Tuchel Mainz 05 trainiert, zuvor ein Jahr lang in der Jugendabteilung der Rheinhessen gearbeitet. Noveski war während dieser Jahre sein Kapitän. Während der wortkarge Ex-Verteidiger mittlerweile Kickboxen macht, ist über Tuchels Sabbatical wenig bekannt.

Nikolce Noveski: Das Abschiedsspiel mit Jürgen Klopp und Thomas Tuchel

"Es ist nicht zwingend ein Sabbatical"

Doch macht Tuchel überhaupt Pause? "Es ist nicht zwingend ein Sabbatical", erklärte der 44-Jährige gegenüber Sky. "Es bringt aber nichts, jeden Tag zu warten. Es gilt, diese Zeit zu genießen. Jetzt sind wir nach dem Urlaub wieder in Deutschland und bedingt durch diese Nähe kribbelt es dann schon ein bisschen. Ich habe zuletzt viel Fußball geschaut - etwa die K.O.-Spiele zur Champions League oder das Länderspiel."

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Was wäre eine Aufgabe für Thomas Tuchel? "Ich glaube, dass man das spürt. Ich möchte mich da auch gar nicht einengen." Er will definitiv mit seinem Trainerteam gemeinsam weitermachen. Tuchel: "Wir wollen sehr offen bleiben." Muss das Team international spielen? "Natürlich sucht man auf diesem Niveau nach dem höchsten Wettbewerb und natürlich hat man nach unserer erfolgreichen Champions-League-Kampagne Lust auf mehr. Ich vertraue aber auf meinen Bauch." Es muss also nicht zwangsläufig ein Verein sein, der in der Champions League spielt.

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Tuchel überlegte, nach England zu gehen

War an den Gerüchten über einen Wechsel nach England etwas dran? "Gute Frage - da würde ich mir erlauben, nicht darauf zu antworten. Dann müsste ich ja alles kommentieren." Ein Dementi klingt anders. Tuchel wurde unter anderem mit dem FC Southampton und Crystal Palace in Verbindung gebracht.

Das Leben als Privatier läuft jedenfalls bestens. "Ich kann den Abstand vom Fußball sehr gut genießen, auch wenn mir viele immer unterstellen, wollen, dass es nicht gelingt", sagte der frühere BVB-Coach."Bisher ist es mir sehr gut gelungen, ich habe viel Zeit mit meiner Familie verbracht.", sagte Tuchel. Nach seinem Engagement in Mainz - und vor der Tätigkeit in Dortmund - machte Tuchel ein Jahr lang Pause.

Klare Meinung zu Dembélé

Auch zum kontroversen Wechsel von Ousmane Dembélé zum FC Barcelona hat dessen Ex-Trainer eine klare Meinung. Tuchel erklärte: "Das einzige, was ich dazu sagen möchte ist, dass Ousmane bereits vor seinem Wechsel zu uns gesagt hat, dass es sein großer Wunsch war, nach Barcelona zu wechseln."

BVB-Partner: Tuchel wurde mit Dembélé Pokalsieger in Berlin. BVB-Partner: Tuchel wurde mit Dembélé Pokalsieger in Berlin. © imago

Tuchel sei überrascht, dass Dembélé angesichts dieses Traumes so lange standhaft geblieben war. "Man muss auch nicht zu moralisch sein, denn das sind Jungs, die leben ihren Traum."

Der BVB könne letztlich froh sein, dass Dembélé sich 2016 überhaupt für die Westfalen entschieden habe - schließlich war Barca bereits damals am jungen Franzosen interessiert, der damals noch für Stade Rennes spielte.

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