Neuer Liebling der Flamengo-Fans: Diego. Neuer Liebling der Flamengo-Fans: Diego. © imago
Neuer Liebling der Flamengo-Fans: Diego.

Exklusiv: Diego freut sich auf die „Seleção“ und trägt mit Ehrfurcht die Nummer 10 

„Die Rückkehr bedeutet mir sehr viel“: Reporterin Martina Farmbauer hat den ehemaligen Bundesliga-Star in Rio getroffen und mit ihm über seinen zweiten Fußballfrühling gesprochen.

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Bisher hatte Diego das Trikot mit der Nummer 35 getragen. Es ist eines der Shirts, das die Händler vor dem Maracanã, das am Donnerstag (MEZ) seine Pforten für den Auftakt von Diegos Klub Flamengo Rio de Janeiro in der Copa Libertadores (Champions League Lateinamerikas) geöffnet hatte, am häufigsten im Angebot hatten. Doch weil in der Copa Libertadores nur Nummern bis 30 vergeben werden, trug der ehemalige Werder-Bremen- und Wolfsburg-Profi beim 4:0 gegen San Lorenzo aus Buenos Aires die Nummer 10.

Die 10 – sie passt zu Diegos Rolle als Spielmacher Flamengos. Und zu seiner wieder gewachsenen Bedeutung. „Ich freue mich, wenn ihr von der Presse mich in dieser Situation wahrnehmt“, sagte er in Rio gegenüber dem SPORTBUZZER. Er selbst habe mit seinen 32 Jahren „die Erfahrung“, mit der Aufmerksamkeit umgehen zu können. Dabei ist die Nummer 10 bei Flamengo legendär: Zico hat sie dort getragen. Und an den musste Diego denken, als er jetzt diese Nummer bekam: „Es wird keinen anderen Zico geben. Nicht in diesem Klub. Und nicht auf dieser Welt“, sagte er. „Zico dient als Inspiration für mich. Nur mich ihm anzunähern und eine siegreiche Geschichte zu haben wäre schon eine große Ehre für mich.“

„Zico dient als Inspiration für mich. Nur mich ihm anzunähern und eine siegreiche Geschichte zu haben wäre schon eine große Ehre für mich.“ (Diego)

Diego wird kein neuer Zico mehr werden. Aber fast zehn Jahre nachdem er in Bremen eine seiner stärksten Phasen hatte und regelmäßig für Brasilien spielte, erlebe er in Rio „ohne Zweifel einen meiner besten Momente“, wie er sagt. Gegen San Lorenzo sah das so aus: Zwei Tore bereitete Diego vor, eins erzielte er selbst.

Diego war 2016 nach zwölf Jahren in Europa nach Brasilien zurückgekehrt. Und dort spielt er so gut, dass ihn Nationaltrainer Tite in die brasilianische Auswahl berufen hat (für die WM-Qualifikationsspiele in Uruguay am 24. März und gegen Paraguay am 29. März). Ende 2008 stand Diego letztmals im Brasilien-Kader. „Die Rückkehr in die ‚Seleção‘ bedeutet mir sehr viel. Auch dank Flamengo habe ich das geschafft. Hier habe ich eine gut strukturierte Mannschaft vorgefunden, die mir die Arbeit erleichtert hat“, sagt er. Und auch ein Benefizspiel (zählt nicht als Länderspiel) gegen Kolumbien im Januar half Diego, um auf sich aufmerksam zu machen. „Gegen Kolumbien hat er sehr gut gespielt“, sagt Tite.

Diego, der Spielmacher. Diego, der Liebling der Flamengo-Fans. Diego, der Nationalspieler. Riecht nach zweitem Frühling.

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