13. Januar 2018 / 08:00 Uhr

Exklusiv: Ilkay Gündogan über seine Trainer - "Klopp war wie ein Vater für mich"

Exklusiv: Ilkay Gündogan über seine Trainer - "Klopp war wie ein Vater für mich"

Robert Hiersemann und Heiko Ostendorp
Ilkay Gündogan und Jürgen Klopp verfügten bei Borussia Dortmund über eine besondere Verbindung. Am Sonntag trifft der Nationalspieler mit Manchester City auf seinen Ex-Coach mit Liverpool.
Ilkay Gündogan und Jürgen Klopp verfügten bei Borussia Dortmund über eine besondere Verbindung. Am Sonntag trifft der Nationalspieler mit Manchester City auf seinen Ex-Coach mit Liverpool. © imago
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Wiedersehen mit Jürgen Klopp: Vor dem Knaller Manchester City gegen den FC Liverpool am Sonntag spricht Nationalspieler Ilkay Gündogan exklusiv mit dem SPORTBUZZER über Klopp und die Trainer, unter denen er bisher gearbeitet hat.

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2016 wechselte Ilkay Gündogan für 27 Millionen Euro Ablöse von Borussia Dortmund zu Manchester City. Nach zwei schweren Knieverletzungen (zuletzt Kreuzbandriss im Dezember 2016) ist der deutsche Nationalspieler seit einigen Monaten endlich wieder fit und in der Premier League richtig angekommen. Am Sonntag trifft er mit den „Blues“ im Spitzenspiel auf seinen ehemaligen BVB-Trainer Jürgen Klopp und den FC Liverpool. Macht der Mittelfeldspieler so weiter, ist er auch für Bundestrainer Joachim Löw und die Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft im Sommer in Russland unverzichtbar.

SPORTBUZZER: Herr Gündogan, Sie haben nach Ihrem Comeback in dieser Saison schon 24 Pflichtspiele absolviert, führen mit Manchester City die Premier League mit 15 Punkten Vorsprung souverän an. Hätten Sie sich das vor der Saison träumen lassen?

Ich bin natürlich sehr glücklich, dass es bei uns so gut läuft und ich nach meiner langen Verletzungspause auch meinen Anteil dazu beitragen konnte. Wir haben in dieser Saison noch große Ziele, in der Premier League, aber natürlich auch in der Champions League. Auch wenn der Vorsprung schon sehr groß wirkt, müssen wir von Woche zu Woche denken, denn in England sind die Spiele immer sehr eng. Ich freue mich riesig auf das Duell gegen Liverpool und meinen alten Trainer Jürgen Klopp, dem ich immer alles gönne – aber nicht am Sonntag.

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Sie haben in Ihrer Karriere vier extrem erfolgreiche, aber auch sehr unterschiedliche Trainer kennengelernt: Neben Klopp noch Thomas Tuchel bei Borussia Dortmund, nun Pep Guardiola und in der Nationalmannschaft Bundestrainer Joachim Löw – können Sie uns diese Typen kurz erklären?

Puuh, ich versuche es. Zunächst möchte ich betonen, dass ich mich sehr privilegiert fühle, mit diesen Trainern gearbeitet zu haben, beziehungsweise dies noch zu tun. Mit drei deutschen Top-Trainern und mit Pep, dem wohl angesehensten Coach der Welt. Mit Kloppo hat für mich alles so richtig angefangen, wobei ich auch Michael Oenning und Dieter Hecking nicht vergessen möchte. Aber Kloppo war wie ein Ersatzvater für mich, der über seine Ansprachen kommt, extrem motivieren kann. Er hat auch mal die Peitsche ausgepackt, aber einen danach wieder in den Arme genommen und gesagt: „Junge, alles gut.“ Und er hat extrem gut mit seinem Co-Trainer Zeljko Buvac harmoniert, der eher der Taktikfuchs war.

Wie war es mit Thomas Tuchel?

Was das Training, die Qualität des Trainings- und die Detailarbeit betrifft, vielleicht der beste Trainer, den ich je hatte. Er ähnelt Pep sehr, es macht Spaß unter ihm und ich habe einfach noch mal extrem viel gelernt – was Taktik betrifft, Positionstreue, wie man verschiedene Systeme angreift und verteidigt. Ich habe wirklich den höchsten Respekt vor ihm.

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Und Pep Guardiola?

Dadurch, dass er selbst auf höchstem Niveau gespielt hat, hat er aus meiner Sicht die Gabe, sich komplett in den Spieler reinzuversetzen – egal, ob du der Superstar oder Ersatzspieler bist. Er weiß, was ein Profi in der konkreten Situation denkt und was er braucht.

Last but not least: Jogi Löw?

Er hat, so glaube ich, die schwierigste Aufgabe von allen, was die Kaderzusammenstellung betrifft, was die Trainingssteuerung angeht. In so kurzer Zeit, wo wir zusammen sind. Er schafft es irgendwie immer, das Maximale rauszuholen. Er hat das Feingefühl und das richtige Gespür. Ich kann mir keinen Besseren als Bundestrainer vorstellen, weil er diesen Job auch uns Spielern gegenüber mit so einer Gelassenheit und Coolness erledigt und vorlebt, dass es allen extrem viel Spaß macht. Und nur dann kann man auch erfolgreich sein.

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