AX2X6340 Fabian Bischoff (re) ist einer der Führungsspieler beim TV Stuhr. © Udo Meissner
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Fabian Bischoff - der lautstarke Antreiber

Beim TV Stuhr trägt der 23-Jährige die Kapitänsbinde und zählt so zu den Verantwortungsträgern des Bezirksligisten

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Linksfuß, Bindeglied, Verantwortungsträger – Fabian Bischoff verkörpert so manche Eigenschaften, die einer Fußballmannschaft weiterhelfen. Das wohl beste Indiz dafür trägt er um seinen Oberarm, wenn er auf dem Platz steht: die Kapitänsbinde. Mit gerade einmal 23 Jahren und als einer der jüngeren Spieler des Bezirksligisten TV Stuhr leitet Bischoff sein Team auf dem Feld an.

Bischoff erinnert sich noch gut an den Tag vor anderthalb Jahren, als seine Kollegen ihm diese Verantwortung übertrugen: „Das war am Abend vor dem Trainingslager. Vorher hat das Janik Troue lange und gut gemacht. Er wollte dann frischen Wind reinbringen und neue Reize setzen.“ Was Fabian Bischoff dabei mit noch mehr Stolz erfüllt: Nicht etwa die Trainer Stephan Stindt und Christian Meyer installierten ihn. Nein, bei der Abstimmung der Mannschaft fiel die Wahl auf ihn.

Vielleicht überraschend, aber so ganz abwegig scheint diese Rolle für den Logistik-Studenten nicht zu sein. „Wir werden als brave Truppe wahrgenommen“, sagt Bischoff über das Erscheinungsbild des TV Stuhr. Er hingegen versuche, auf dem Platz Präsenz zu zeigen. Laut zu sein. Das Team zu unterstützen. „Man merkt die Wirkung beim Gegner. Er sieht: Wir sind voll da und wollen unbedingt siegen“, hat der 23-Jährige festgestellt.

In dieser Saison gelingt das den Stuhrern bravourös. In 15 Ligapartien blieben sie erst zweimal punktlos, nahmen selbst an schlechteren Tagen wie gegen R-W Estorf-Leeseringen oder die U23 des TuS Sulingen noch Zählbares mit. „Das ist umso cooler, wenn du weißt, es läuft heute nicht“, merkt Bischoff an. Vielleicht, denkt er nach, kletterten die Rot-Hemden deshalb in der vergangenen Saison nach besserer Rückrunde am Ende auf Rang zwei und nicht an die Spitze. „Jetzt sind wir von Anfang an da. Dann hast du auch das Selbstvertrauen und gewinnst solche Spiele.“

Als wichtigen Faktor für die starke Hinrunde sieht Fabian Bischoff den breiten Kader. „Das macht uns stark: Wir haben sofort adäquaten Ersatz“, betont er. Jeder wisse, welches 4-3-3-System das Team spielt. Fällt doch jemand aus, so wie derzeit etwa Torben Drawert, rücke ein anderer Spieler nach. „Wir können immer optimistisch in die Partie gehen“, schildert der Kapitän. Außerdem spiele der Kern nun seit mehreren Jahren zusammen, erhielt hie und da zusätzlich Verstärkung.

An neun der vergangenen elf Spieltage belegte der TV Stuhr den ersten Platz. Das Wort Landesliga umschweift Bischoff aber ebenso elegant wie alle anderen im Verein. „Wir wollen uns nicht verschlechtern“, gibt er als Ziel aus. Nun würde damit aber auch der Aufstieg einhergehen. „Im Spaß reden wir schon mal darüber“, lässt der Kapitän durchblicken. Rein sportlich würde ihn, der seit der C-Jugend für den TVS aufläuft, diese Spielklasse schon reizen. „Ich bin noch nie aufgestiegen, es wäre ein Abenteuer“, sagt er.

Mit den Gedanken hält sich Bischoff aber lieber im Hier und Jetzt, also bei der anstehenden Partie gegen den FC Sulingen, auf. „Wenn wir das nicht gewinnen, sind wahrscheinlich drei Teams zur Winterpause punktgleich“, mahnt er. Er würde sich lieber mit einem kleinen Polster in die spielfreie Zeit verabschieden. Die hat er auch nötig, denn die Adduktoren machen immer mal wieder Probleme. „Ich kann durch mein duales Studium nur dienstags trainieren und mich dann so von den Weh-Wehchen erholen“, sieht der Stuhrer die positive Seite.

Für die Rückrunde haben er und seine Teamkollegen sich vorgenommen, die Zahl der Gegentore weiter zu reduzieren. „Wir hatten es erst diese Woche im Training: Wir sind zwar die offensivstärkste Mannschaft, haben aber am Anfang der Saison auch viele Gegentore kassiert“, sagt er, wenn man ihn auf die Schwächen des Teams anspricht. Nun strebe der TVS einen Schnitt von einem Gegentor an. „Ich gewinne lieber 2:0 als 5:3. Es zeugt von Stärke, wenn man hinten wenig zulässt“, sagt der Mittelfeldspieler. Früher oder später würden die Stuhrer schon ihr Tor schießen. Wenn sie aber das aktuelle Level halten wollen, weiß Bischoff, „müssen wir die knappen Spiele gewinnen“. Am liebsten gleich am Wochenende gegen den Tabellendritten.

Region/Bremen Bezirk Hannover Bezirksliga Bezirk Hannover Staffel 1 (Herren) TV Stuhr (Herren)

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