28. Mai 2014 / 13:10 Uhr

Fair-Play-Liga für die E- und F-Jugend

Fair-Play-Liga für die E- und F-Jugend

Torsten Teichert
Fußball-Jungs vom SV Liebertwolkwitz.
Fußball-Jungs vom SV Liebertwolkwitz. © Torsten Teichert
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In Leipzig ab 2014/15: Kleineres Feld, weniger Spieler und kein Schiedsrichter

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Nach der von den Fußball-Vereinen abgeschmetterten Kleinfeldreform kommt ab der neuen Saison für die E- und F-Jugend die freiwillige Fair-Play-Liga.
 Der Fußballverband der Stadt Leipzig (FVSL) bietet die neuen Ligen in diesen beiden Altersklassen parallel zu seinen Klassen mit bisherigen Regeln an. Die wesentlichen Änderungen sind: Die Spielstärke wird von 1:7 auf 1:5 reduziert, das Feld verkleinert und die Partien gehen ohne Schiedsrichter über die Bühne. Die Zuschauer, dies sind vor allem Eltern, sollen sich in einem deutlichen Abstand zum Spielfeld in sogenannten "Fanzonen" befinden, dieser soll möglichst 15 Meter betragen.
Laut FVSL-Jugendausschusschef Oliver Gebhardt sieht bei dieser Spielform "kindgerechteres" und "intensiveres" Spiel für den Nachwuchs.

Gebhardt begründet die Einführung der neuen Wettkampfform wie folgt: "Ziel soll es sein, dass die Kinder ein möglichst kindgerechtes Fußballspiel erleben können und sich auch nur darauf konzentrieren müssen. Es soll keinerlei Druck von außen durch die Eltern aufgebaut werden, weswegen diese sich in gehörigem Abstand zum Spielfeld aufhalten sollen. Ebenso wird es keinen Schiedsrichter geben. Die Kinder sollen ihre Entscheidungen selbst treffen und einfach nur Fußball spielen. Die Trainer sollen diese Entscheidungsfindung als 'Team' unterstützen, auch wenn eine Entscheidung gegen die eigene Mannschaft fällt. Es geht letztlich ja nicht um das Gewinnen oder Verlieren bei den Kindern, sondern um die Freude am Spiel. Damit jene stärker in den Vordergrund rückt, wird auf einem kleineren Spielfeld mit geringerer Spielerzahl gespielt. Dies führt letztlich zu mehr Ballkontakten und Torabschlüssen."

Für den Probespielbetrieb in den letzten Wochen hatten 41 Mannschaften gemeldet, die jeweils zwei Partien absolvierten. Erfahrungen daraus wurden noch berücksichtigt. Beispielsweise sollen die Trainer nun doch stärker in die Entscheidungsfindung bei strittigen Situationen eingreifen dürfen.
Für die Premiere ab der Saison 2014/15 wird über die offizielle Meldeliste (bis Mitte Juni) die Teilnahme erklärt. Nach Möglichkeit soll in beiden Altersklassen in drei verschiedenen Pools gekickt werden: Leistungsstark, Durchschnittlich und Leistungssschwächer.

FVSL-Informationen zur neuen Wettkampfform

Spielfeldaufbau:
Es müssen für die Spielfeldbegrenzungen keine Linien gezogen werden. Hütchen als Grenzen sind ausreichend
Breite des Spielfeldes: 30 bis 40 Meter 
Länge des Spielfeldes: 40 bis 55 Meter
Strafstoßmarke: 9 Meter
Strafraum: 10 Meter vom Toraus durch Hütchen markiert (fiktive durchgezogene Linie) entfernt
normale Kleinfeldtore (5m x 2m Tore)

Spielzeit:
Entsprechend der Altersklasse 2x20 (F-Jugend) oder 2x25 Minuten (E-Jugend)

Spielball:
Leichtspielball Größe 4

Zuschauer:
Die Zuschauer sollen sich in einem deutlichen Abstand zum Spielfeld in sogenannten "Fanzonen" befinden. Wir empfehlen sofern möglich einen Abstand von 15 Metern. Die Zuschauer werden angehalten, ihre Kinder positiv anzufeuern und keine Anweisungen o.ä. zu geben

Regelanpassungen:
Die Regelung, dass der Ball bei Abwürfen, Abstößen und Abschlägen nicht direkt über die Mittellinie gespielt werden darf, wird aufgehoben
Der Ball darf bei Abwürfen, Abstößen und Abschlägen nicht direkt über die Strafraumgrenze des gegnerischen Strafraums gespielt werden. Sofern dies geschieht, wird das Spiel mit indirekten Freistoß fortgesetzt.

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