08. November 2017 / 15:01 Uhr

Fall Niklas Feierabend: Prozess um tödlichen Unfall wird neu verhandelt

Fall Niklas Feierabend: Prozess um tödlichen Unfall wird neu verhandelt

Conrad von Meding
Tödlicher Unfall: Niklas Feierabend kam von seiner Geburtstagsfeier.
Tödlicher Unfall: Niklas Feierabend kam von seiner Geburtstagsfeier.
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Im Mai 2016 starben bei einem Verkehrsunfall bei Hemmingen drei junge Menschen, unter ihnen 96-Talent Niklas Feierabend. Jetzt hat das Oberlandesgericht das Urteil gegen den Fahrer aufgehoben. Der Zusammenhang zwischen Alkohol und Unfall sei nicht eindeutig. Nun soll der Fall nochmal aufgerollt werden.

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Der Unfalltod des 96-Talents Niklas Feierabend und zweier seiner Freunde kommt erneut vor Gericht. Das Oberlandesgericht Celle hat das Urteil gegen den Fahrer Alexander E. aufgehoben, das Amtsgericht muss neu verhandeln.

​OLG sei im Urteil nicht ausführlich genug gewesen

Der Unfall hatte im Mai 2016 die gesamte Region aufgewühlt. Sieben junge Leute waren nachts nach der Geburtstagsfeier von Niklas Feierabend gemeinsam in einem Auto zurückgefahren. Zwei stiegen auf dem Weg aus – bei Hemmingen kam es dann zum schrecklichen Unfall.

Der heute 23-jährige Fahrer wurde wegen fahrlässiger Tötung verurteilt – er hatte Alkohol getrunken. Ein Jahr und acht Monate Haft wurden verhängt, je 1500 Euro Schmerzensgeld sollte er an die Eltern der toten Freunde zahlen, dazu gab es ein Fahrverbot von 15 Monaten. Sein Anwalt Manfred Koch aber ging in Revision, das OLG hat nun eine Neuverhandlung verlangt.

Hannover 96 trauert um die drei Opfer eines Verkehrsunfalls, unter ihnen 96-Talent Niklas Feierabend.

Spieler und Fans von Hannover 96 und der TSG 1899 Hoffenheim gedenken am 7. Mai 2016 dem Verstorbenen Niklas Feierabend mit einer Trauerminute. Zur Galerie
Spieler und Fans von Hannover 96 und der TSG 1899 Hoffenheim gedenken am 7. Mai 2016 dem Verstorbenen Niklas Feierabend mit einer Trauerminute. ©
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Das Celler Gericht befand, es sei nicht ausführlich genug nachgewiesen worden, ob nicht Alkohol, sondern ein Fahrfehler ursächlich für den Unfall war. Anwalt Koch hält einen Wildwechsel für denkbar. 

Dann aber habe ein unabwendbares Ereignis vorgelegen, es wäre keine fahrlässige Tötung gewesen, bestätigte Amtsrichter Jens Buck der „Neuen Presse“. Ein Freispruch komme dennoch nicht infrage. Ein Termin zur Neuverhandlung stehe noch nicht fest.

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