Die RB-Leipzig-Fans Maximilian Kurth und sein Vater Alexander Kurth beim öffentlichen Training von RBL am Cottaweg. Maximilian Kurth (links) und sein Vater Alexander Kurth am Donnerstag beim öffentlichen Training von RB Leipzig am Cottaweg. © Anne Grimm
Die RB-Leipzig-Fans Maximilian Kurth und sein Vater Alexander Kurth beim öffentlichen Training von RBL am Cottaweg.

Fan-Familie von RB Leipzig gibt Borussia Dortmund letzte Chance

Trotz Angriffen von BVB-Ultras im Februar fährt Familie Kurth auch am Samstag zum Bundesligatopspiel nach Dortmund. Denn zwei Herzen schlagen in ihrer Brust – und die Hoffnung auf ein friedliches Fußballfest.

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Leipzig. Maximilian Kurth ist zehn Jahre alt und Fußballfan. Seine zwei Lieblingsvereine: Borussia Dortmund und RB Leipzig. Deshalb ist er am 4. Februar 2017 auch so gekleidet: Trikot der Roten Bullen, Schal der Schwarz-Gelben. Auf dem Weg vom Parkplatz zum BVB-Stadion wird der Junge mehrfach angepöbelt und aufs Übelste beleidigt, wie sein Vater erzählt. Später sieht die Familie aus Torgau, wie andere RB-Fans mit Gegenständen beworfen werden und nimmt daraufhin die Beine in die Hand.

„Wir haben uns erstmal in Sicherheit gebracht“, erklärt Familienoberhaupt Alexander Kurth, der wie seine Frau Karin an dem Tag ein Dortmundtrikot trägt und fügt hinzu: „Wir haben auf der Heimfahrt dann mehr damit zu tun gehabt, unserem Sohn all das, was vor dem Stadion passiert ist, zu erklären, als dass wir über das Spiel geredet haben.“ RBL verlor 0:1.

Acht Monate später und trotz den Erlebnissen vom Februar hat sich Familie Kurth dazu entschlossen, am Samstag erneut die mehr als 400 Kilometer weite Strecke in den Ruhrpott auf sich zu nehmen. „Wir sind nun mal von beiden Clubs Fans und die Atmosphäre im Stadion ist richtig cool. Man sollte sich von den Ereignissen nicht unterkriegen lassen“, sagt Herr Kurth.

„Wir wurden von Dortmundern belegt“

Doch eines werde die Familie diesmal berücksichtigen: „Wir ziehen unsere Fankleidung erst im Stadion an.“ Am Donnerstag schaute sich der Vater mit seinen zwei Kindern noch einmal das letzte öffentliche RB-Training am Cottaweg an und hofft nun am Samstag auf ein friedliches Fußballfest. Denn Alexander Kurth gibt den BVB-Fans nur noch eine Chance: „Wenn diesmal wieder etwas passiert, würde ich nicht mehr mit nach Dortmund fahren.“

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Eines der Probleme damals: „Die Fanlager waren nicht getrennt. Es ist eine riesenlange Straße, die vom Parkplatz bis zum Stadion führt. Die Polizei stand auf der anderen Seite und wir wurden komplett von Dortmundern belegt“, erzählt Kurth. Diesem Dilemma will die Polizei diesmal vorbeugen, indem die Leipziger Fans bereits zwei Stunden vor Anpfiff (18.30 Uhr Uhr) im Stadion sind. Deshalb bitten die Dortmunder Beamten auch die RB-Anhänger darum, pünktlich um 15.30 Uhr auf den ausgeschriebenen Parkplätzen zu sein.

Dass BVB-Fans für Samstag einen Protestmarsch planen, kann Vater Kurth nicht verstehen. „Sie brauchen sich nicht über den Kommerz bei RB aufregen, wenn man sieht, wie in Dortmund der Fanshop aussieht und was die Zuschauer an Geld in dem Stadion lassen. Ich bin auch BVB-Fan. Es sollen doch einfach alle zugeben, dass es im Fußball ohne Kommerz nicht geht.“

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