Thomas Löwe, Präsident des 1. FC Lok Leipzig.  Thomas Löwe, Präsident des 1. FC Lok Leipzig.  © Bernd Scharfe
Thomas Löwe, Präsident des 1. FC Lok Leipzig. 

Fan-Gegenwind für Lok Leipzig wegen Kombi-Tickets

Vereinspräsident Thomas Löwe verteidigt die Entscheidung und versteht die Aufregung der Fans nicht. 

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Leipzig. Mit diesem Sturm der Entrüstung hatte der Vorstand des 1. FC Lok Leipzig nicht gerechnet. Das Angebot des Regionalligisten, die Tickets für das Derby gegen die BSG Chemie an den zusätzlichen Kauf einer Karte gegen Union Fürstenwalde zu koppeln, stieß vielen Lok-Fans auf. Seit zwei Tagen machen die via Facebook ihrem Unmut Luft. Von den Kombi-Tickets abrücken werden die Blau-Gelben nicht. „Auch an der Tageskasse wird die Derbykarte nur in Kombination angeboten“, sagte Vereinspräsident Thomas Löwe. „Wir bitten die Fans, das zu akzeptieren. Die Entscheidung haben wir für den Verein getroffen“, begründete der 50-Jährige die Maßnahme.

Die Überlegung dazu kam nicht ad hoc. „Wir haben in den Gremien lange darüber gesprochen“, erklärte Löwe, der mit so viel Gegenwind nicht gerechnet hatte. „Ich kann den Sturm der Entrüstung nicht ansatzweise nachvollziehen, bei den vielen Gönnern und Gremien-Mitgliedern, die soviel in den Verein investieren“, sagte er. Insgesamt soll in diesem Jahr eine Million Euro in den Ausbau des in die Jahre gekommenen Plache-Stadions geflossen sein. „Das war bitter nötig“, sagte Löwe. „Und guten Fußball gibt es auch nicht umsonst“, fügte er mit Blick auf die Kaderzusammenstellung des Tabellendritten an.

Das Spiel: BSG Chemie Leipzig - 1. FC Lok Leipzig

Dabei sollen nicht allein die Fans die gestiegenen Kosten bei Lok wettmachen. Einnahmensteigerungen sind im Sponsoring, Merchandising und dem Ticketing geplant. Mit den Mehreinnahmen aus dem Kombi-Ticket-Verkauf soll die spiel- und einnahmefreie Zeit im Winter überbrückt werden. Seitens der Fans wurde bemängelt, dass der Vorverkauf bereits starte, obwohl noch nicht einmal das genaue Datum des Derbys feststeht. Mitte Oktober wird das seitens des Verbandes und der Polizei in Absprache mit Lok und Chemie entschieden. Favorisiert wird der 10. Dezember.

Auch die genaue Ansetzung der Partie gegen Fürstenwalde steht noch in den Sternen – am 4. Februar soll mit dieser Partie der Winterschlaf im „Bruno“ beendet werden. Zumindest dabei ging Lok auf die Kritiker zu. Wegen besserer Planbarkeit können die Fans nun entscheiden, ob sie ein Ticket gegen Fürstenwalde oder den Berliner AK (24. November, 19.30 Uhr) nehmen. Gut 200 Kombi-Tickets wurden gestern abgesetzt. Mit Dauerkarten kommt Lok auf gut 1500 Derby-Tickets.

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