Polizeikräfte im Einsatz während der EM. © Marius Becker

Fan-Sprecherin übt scharfe Kritik an französischer Polizei, blickt mit Sorge auf WM 2018

Späte und unverhältnismäßiges Einschreiten der französischen Sicherheitskräfte, zunehmend rechtsradikale Fans insbesondere unter Russen, Polen, Ungarn und Deutschen: die von der UEFA eingesetzte Fan-Sprecherin übt schwere Kritik.

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Die von der UEFA für die EM beauftragte internationale Fansprecherin Daniela Wurbs hat schwere Kritik an den französischen Sicherheitskräften geübt. "Die Polizei schritt, wenn es Vorfälle gab, überhaupt nicht oder erst sehr spät ein. Und das mit völlig undifferenzierten Tränengaseinsätzen. Es gab keine Verhältnismäßigkeit und keine Eskalationsstufe", sagte die Sprecherin von Football Supporters Europe (FSE) dem "Kicker". Eine Kooperation mit der Polizei sei "kaum möglich" gewesen.

Sorge hat Wurbs vor einer Fortsetzung der Fan-Gewalt bei der WM 2018 in Russland. Bei der EM in Frankreich waren Hooligans aus dem Land des nächsten WM-Gastgebers für die schlimmsten Krawalle verantwortlich. "Die russischen Behörden haben noch viel Arbeit zu leisten. Wir haben noch zwei Jahre Zeit, die muss man nutzen", sagte Wurbs. Die FSE ist als unabhängige Fanorganisation für die Fanbetreuung im Rahmen der "Respekt"-Kampagne der UEFA bei der EM zuständig.

Die Zusammenarbeit mit dem DFB bewertete Wurbs überwiegend positiv. Aber: "Wir registrieren zunehmend Rechtsradikale unter den Fans der Nationalmannschaften, das gilt für Deutschland, aber auch für Russland, Polen, Ungarn."

dpa

Region/National

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