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Fanclub von RB Leipzig sammelt zum Heimspiel gegen Hannover Spenden für „Chemnitz Nazifrei“

Anne Grimm
Der RB-Fanclub Rasenballisten e.V. ruft zu einer Spendenaktion für das Bündnis "Chemnitz Nazifrei" auf. © Gepa

Die Rasenballisten wollen die Einnahmen ihres Fanstands am Samstag vom Heimspiel gegen Hannover 96 an das Bündnis „Chemnitz Nazifrei“ spenden. Bereits am Donnerstag organisieren sie eine Podiumsdiskussion zum Thema „Politik im Stadion“ im Theater der Jungen Welt.

Leipzig. Die Rasenballisten sammeln für einen guten Zweck: Die Einnahmen seines Merchandisingstandes will der Fanclub von RB Leipzig am Samstag zum Heimspiel (15.30 Uhr) gegen Hannover 96 spenden. Das Geld geht an das Bündnis „Chemnitz Nazifrei“, auf das nach den aktuellen Vorfällen in der sächsischen Stadt viel Arbeit zukommt. Dafür haben die Rasenballisten auch ein Shirt mit der Aufschrift „Love Rasenball – Hate Racism“ entworfen, das es am dritten Bundesligaspieltag zu erwerben gibt. Auf ihrer Facebookseite schreiben sie „Wir müssen aktiv werden und aufstehen gegen Rassismus, Fremdenhass und Diskriminierung an allen Orten. … Widersprechen wir deutlich, helfen den Betroffenen von rechter Gewalt und sind solidarisch mit Initiativen und Netzwerken, die sich für eine gerechtere und bunte Welt einsetzen.“

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Über die Aktion des RB-Fanclubs wird in den sozialen Medien heftig diskutiert. Ob die Unterstützung des Chemnitzer Netzwerks wirklich politisch sei, oder ob die Einstellung der Rasenballisten nicht einfach „von normalem Menschenverstand zeuge“, entgegnet eine Userin den Kommentatoren, die sich kritisch gegenüber der Spende äußern. Vielen Anhängern der Rasenballer geht es vor allem um die Frage, ob Politik überhaupt ins Fußballstadion gehört? Exakt zu diesem Thema veranstalten die Rasenballisten am Donnerstagabend ab 19.30 Uhr gemeinsam mit dem Theater der jungen Welt (TdJW) am Lindenauer Markt eine Podiumsdiskussion.

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Über den Zusammenhang von Fußball, Sport und Gesellschaft sprechen unter anderem der mehrfach ausgezeichnete Sportjournalist Ronny Blaschke, der Sicherheitsbeauftragte des SV Babelsberg Christian Lippold sowie der stellvertretende Vorsitzende des sächsischen Fußballverbands Jörg Gernhardt. Vorher wird das Theaterstück „Juller“ gezeigt, das die Geschichte des deutsche-jüdischen Fußballspielers Julius Hirsch erzählt, der Opfer des nationalsozialistischen Deutschlands während des Zweiten Weltkriegs wurde.

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