Deutsche Fans haben ihr Land gegen Tschechien blamiert - Sie benutzten Nazi-Vokabular und sangen Hassgesänge gegen die eigenen Spieler. Deutsche Fans haben ihr Land gegen Tschechien blamiert - Sie benutzten Nazi-Vokabular und sangen Hassgesänge gegen die eigenen Spieler. © imago/Montage
Deutsche Fans haben ihr Land gegen Tschechien blamiert - Sie benutzten Nazi-Vokabular und sangen Hassgesänge gegen die eigenen Spieler.

Fans blamieren Deutschland - Hummels: "Das sind keine Fans, das sind Krawallmacher"

Das WM-Qualifikationsspiel zwischen Deutschland und Tschechien wurde von beschämenden Aktionen der deutschen Fans in Prag überschattet. Beim 2:1-Sieg der DFB-Elf warfen sie kein gutes Licht auf das Land des Weltmeisters. Mats Hummels und weitere Nationalspieler sind außer sich.

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Fan-Eklat in Prag!

Auf dem Platz schwächer als erwartet - auf den Rängen ein Totalausfall. Die deutschen Fans haben beim 2:1-Sieg der DFB-Elf über Tschechien mit ihren Gesängen und Aktionen für Entsetzen gesorgt. Das Verhalten der Anhänger war für die Spieler und Verantwortlichen der Nationalmannschaft sogar so daneben, dass sich das Team in Prag kurzfristig nach Abpfiff dazu entschlossen hatte, sich nicht noch einmal vor den Fans zu zeigen. Mats Hummels wurde deutlich: "Das war eine Katastrophe. Das sind keine Fans, das sind Krawallmacher. Das war so weit daneben, dass sich die Frage gar nicht stellte, ob wir in die Kurve gehen."

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Was war passiert? Einiges! Schon vor dem Spiel gab es den ersten handfesten Skandal. Die deutschen Anhänger liefen am Donnerstag mit Hitlergruß durch Prag und bepöbelten Frauen.

Stadionverbote möglich: Die Fanschande von Prag

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Fans ließen jeglichen Respekt vermissen

In der Eden Arena ging es dann heftig weiter. Schon vor dem Anpfiff ließen die Fans während der Nationalhymne Tschechiens und einer Schweigeminute für zwei verstorbene Ex-Funktionäre jeglichen Respekt gegenüber den Gastgebern vermissen: Fans aus dem deutschen Block machten während der Trauerphase, in der eigentlich natürlich geschwiegen wird, ihrem Ärger über ihren Fußballverband Luft. "Scheiß DFB" sangen sie - eine klare Botschaft in Richtung von DFB-Präsident Reinhard Grindel, der im Stadion in Prag war. Schon während der tschechischen Hymne waren einige deutsche Anhänger unangenehm aufgefallen, als sie eigene Gesänge anstimmten, anstatt wie üblich das Lied des Gastgebers zu respektieren.

Dem nicht genug: Einige unverbesserliche Mitgereiste stimmten abermals die altbekannten "Timo Werner ist ein H*rensohn"-Gesänge an, die den 21-Jährigen bereits seit Monaten verfolgen. Den Song hatte Mallorca-Sänger Ikke Hüftgold zuletzt wieder populär gemacht - eigentlich, um Werner zu unterstützen. Doch das ging nach hinten los, der Song ist inzwischen ein Dauergast in allen Stadien, in denen Werner spielt - und das, obwohl er kurz zuvor die DFB-Elf in Führung gebracht hatte.

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Der nächste Eklat während des Spiels: Deutsche Fans stimmten plötzlich nationalsozialistische Wechselgesänge an! Eine Gruppe von Anhängern skandierte "Sieg", die andere "Heil" - offenbar missbrauchten in Prag Nazis die Bühne Fußball für ihre schmutzigen Parolen. Offenbar war auch das ein maßgeblicher Beweggrund, warum die Spieler sich weigerten, nach dem Spiel zum Block der deutschen Fans zu gehen. Derartige Parolen wolle man nicht unterstützen, erklärten einige Spieler im Anschluss. Zurecht.

So reagierten die Spieler und Verantwortlichen der Nationalmannschaft: DFB-Teammanager Oliver Bierhoff sprach von "Einzelaktionen". Auf Nachfrage meinte er: "Überrascht hat es mich nicht. Es ist die Ansicht einzelner Fans, das ist jetzt nun mal so und ich würde kein Riesendrama daraus machen."  Als Bundestrainer Joachim Löw auf der Pressekonferenz gefragt wurde, warum die Spieler nach dem Spiel nicht zu den Fans gegangen sind, antwortete er: "Ich habe nicht gesehen, warum Mannschaft nicht in Kurve gegangen ist und weiß nicht, welche Sprechchöre es gab." Nationalspieler Julian Brandt wurde da deutlicher: "Wenn Gesänge mit nationalsozialistischem Hintergrund kommen, gibt es keinen Grund, das noch zu unterstützen und in die Kurve zu gehen", so der Leverkusener.

Deutschland in der Einzelkritik: Die Noten gegen Tschechien

Deutschland (Herren) Tschechien (Herren) Fussball WM-Qualifikation (Herren) Tschechien-Deutschland (01/09/2017 20:45)

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