09. Juli 2018 / 15:07 Uhr

Fans des SV Atlas Delmenhorst berichten: Das waren die schönsten Auswärtsfahrten

Fans des SV Atlas Delmenhorst berichten: Das waren die schönsten Auswärtsfahrten

Michael Kerzel
Im Mai 2015 spielten der SV Atlas und der VfL Wildeshausen im Krandelstadion um den Landesliga-Aufstieg. Zahlreich mit dabei waren Fans der Blau-Gelben.
Im Mai 2015 spielten der SV Atlas und der VfL Wildeshausen im Krandelstadion um den Landesliga-Aufstieg. Zahlreich mit dabei waren Fans der Blau-Gelben. © INGO MOELLERS
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Wohin die Reise geht - SVA-Fans sorgen in der Fremde nicht selten für Heimspielcharakter

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Die Fans des Oberligisten SV Atlas Delmenhorst sind für ihre Reisefreudigkeit bekannt. Kein anderes Team der Liga bringt so viele Fans mit. Nicht selten sorgt der Anhang der Blau-Gelben dafür, dass Auswärtspartien Heimspielcharakter bekommen. In den vergangenen Jahren sind dabei einige Reisen zusammengekommen, einige bleiben mehr in Erinnerung als andere.

Für Gerrit Meyer, der mit dem Block H regelmäßig zu Auswärtspartien fährt, ist eine Partie aus dem Juni des Jahres 2014 besonders in Erinnerung geblieben. „Gerne erinnert man sich an das Relegationsspiel in Wilhelmshaven“, berichtet er. Einen Punkt brauchte Atlas damals noch, um den Aufstieg in die Bezirksliga zu realisieren. 750 Zuschauer verfolgten die Partie bei WSC Frisia Wilhelmshaven, 450 davon kamen aus Delmenhorst.

Besondere Stadien zu besuchen, gehört für Andreas Tebelmann zu den schönen Dingen des Amateurfußballs. In Göttingen, als Atlas den Klassenerhalt sicherte, war er vor Ort dabei. „Ich will hier gar keine 17 Tore sehen, ein dreckiges 1:0 reicht mir“, sagte er seinerzeit kurz vor dem Anpfiff. Es ging ihm nur darum, in der Liga zu bleiben, da die Stadien in der Oberliga interessanter seien als die Plätze in der Landesliga. In Göttingen umrahmte den Rasen eine Fahrbahn für den Radsport, auch andere Stadien sind Tebelmann, der dem Block H
angehört, in Erinnerung geblieben. „Die Kneipe im Stadion von Arminia Hannover war sehr urig, in Heeslingen hatten die eine Tribüne aufgebaut, die quasi direkt neben dem Platz steil hochging. Auch das Stadion in Cloppenburg ist immer eine Reise wert“, meint er.

Die Reise zu Arminia Hannover war für Bert Drewes, Gründungsmitglied vom Fanclub Blau-Gelb Reloaded (BGR), die schönste der vergangenen Saison. „Wir haben vorher mit Vereinswirt Jürgen Becker von der Arminia organisiert, dass es ein Grünkohlessen gibt. Wir versuchen immer, im Vorfeld Kontakt zu den anderen Vereinen aufzunehmen“, berichtet Drewes. Beispielsweise gehöre ein Fanschal-Tausch immer mit dazu. Zumindest fast immer. „Bis auf gegen Bersenbrück hat das auch mit jedem Verein geklappt“, sagt Drewes. Er freue sich immer darüber, neue Leute kennenzulernen. „Auswärtsfahrten sind fast schöner als Heimspiele. Bei uns fahren von den Delmewerk-stätten oft sechs bis sieben Leute mit, die Betreuerinnen des Albertushofs sind auch dabei“, berichtet Drewes. Er freue sich besonders auf die Fahrt nach Hildesheim in der kommenden Spielzeit. „Die haben ein sehr schönes Stadion, das kenne ich noch von früher“, erinnert er sich.

Horst „Blacky“ Dräger kann sich ob der Fülle der emotionalen Partien nur schwerlich entscheiden, ein Highlight herauszupicken. „Oh je, da sind so viele Spiele. Das legendäre Relegationsspiel in Wilhelmshaven war klasse, aber auch das Aufstiegsfinale in Wildeshausen hatte seinen Reiz. Unsere Stimmung in Lohne oder Emden. Der Gänsehautmoment beim
Oberliga-Aufstieg. Mit dem Zug nach Berne zum Freundschaftsspiel, um Michael „Magic“ Müller zu feiern, unseren Protest in Oythe, wo wir geschlossen vor dem Zaun blieben und von dort supportet haben. Das sind nur einige Spiele, die mir spontan einfallen“, berichtet er. Jedes habe seinen speziellen Reiz.

Atlas-Veteran Peter Kupka hat einen klaren Favoriten in Bezug auf die vergangene Saison: „Mein Highlight war die Northeim-Partie: Es war ein tolles Spiel mit guter Stimmung in einem schönen alten Stadion. Aber auch in Heeslingen war die Stimmung sehr angenehm“, berichtet er.

Rund einen Monat müssen die Atlas-Fans noch ohne Auswärtsfahrt auskommen. Dann geht es am 5. August zum Pokalspiel bei BW Lohne, wo die Blau-Gelben vor etwas mehr als einem Jahr beinahe schon ihren Oberliga-Aufstiegstraum begraben mussten. In der Folgewoche geht es am Freitag, 10. August, zum Oberliga-Auftakt zum Aufsteiger FC Hagen/Uthlede. Vermutlich wird sich kaum ein Fan das Spiel entgehen lassen. Immerhin dürfte der Spielort für viele von ihnen Neuland sein. Nicht so für Kupka: „Von denen habe ich schon 70 Spiele gesehen, und ich habe zwei gute Freunde da. Diverse Hagener waren auch schon in unserem Stadion zum Gegenbesuch. Die freuen sich auf Atlas“, berichtet er.

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