Malte Fastje Kaum beim TSV Hasenbüren zurück, und schon hat Malte Fastje gezündet. Der Stürmer erzielte bereits neun Tore. © Mats Vogt
Malte Fastje

Fastjes zweite Rückkehr nach Hasenbüren

Angreifer pflegt zu seinem Heimatverein eine besondere Beziehung / Neun Tore in fünf Spielen

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Offiziell ist Malte Fastje beim TSV Hasenbüren ein Neuzugang. Aber wirklich treffend ist die Umschreibung nicht. Zumindest legt Hasenbürens Trainer Rolf Dubiel großen Wert auf diese Feststellung. Auf die Frage „Euer Neuer schlägt aber gut ein“ entgegnete Dubiel stets: „Malte ist kein Neuer, der ist bei uns groß geworden.“ In der Tat fing der 27-Jährige in der Hasenbürer E-Jugend mit dem Kicken an und durchlief sämtliche Jugendstationen, ehe er doch einmal die Chance ergreifen wollte, bei einem höherklassig spielenden Verein sein Glück zu versuchen. Zuerst bei der TS Woltmershausen, dann beim TuS Komet Arsten, für den er bis zur vergangenen Saison im Einsatz war. Aber immer wieder kehrte Malte Fastje zu seinem Heimatverein zurück. So klein und beschaulich der TSV Hasenbüren auch ist, so sympathisch ist er. Oder: Weil der Verein so klein und beschaulich ist, ist er sympathisch.

„Die meisten kennen Hasenbüren nicht einmal“, weiß Malte Fastje. Aber der Verein zeichne sich durch das Gesellige, das „Drumherum“, wie der Fußballer sagt, aus. Man kennt sich eben im „Stromer Land“, und die Jungs, mit denen Malte Fastje seit der E-Jugend fußballerisch groß geworden ist, spielen zu einem Großteil immer noch für die Rot-Weißen. Der Kontakt zu den Kumpel ist nie abgebrochen und letztlich war das auch der Grund, weshalb er wieder für den TSV Hasenbüren aufläuft.

Und doch wollte Malte Fastje zwischenzeitlich etwas Neues ausprobieren, einmal über den Tellerrand hinaus schauen. Geographisch verschlug es ihn nach einer Saison mit 30 Toren zwar ganz in die Nähe zur TS Woltmershausen, in sportlicher Hinsicht ging es jedoch hoch hinaus: in die Bremen-Liga. Nach nur einer Saison kehrte er aber zum TSV Hasenbüren zurück, um zwei Jahre später eine neue Chance zu ergreifen: beim TuS Komet Arsten. „Gewechselt bin ich eigentlich deshalb, weil ich Innenverteidiger spielen wollte. Komets Trainer Steffen Dieckermann meinte damals, dass ihm dort noch jemand fehlt, deswegen bin ich gewechselt“, erklärt Malte Fastje. Es war eine durchaus erfolgreiche Zeit in Arsten. Nach dem Aufstieg in die Landesliga holte der Verein in der vergangenen Saison einen respektablen sechsten Platz. Doch die Sehnsucht zu „seinem“ TSV Hasenbüren war größer.

Seit dieser Saison spielt Malte Fastje wieder für den TSV Hasenbüren und dort, wo ihn sein Trainer Rolf Dubiel am wertvollsten erachtet: im Sturm. Und das, obwohl der 27-Jährige einst deswegen aus Hasenbüren zog, um seine Qualitäten in der Abwehr auszuspielen. Mittlerweile sagt Malte Fastje aber: „Wo ich eingesetzt werde, ist mir im Prinzip egal. Ich spiele dort, wo mich der Trainer am stärksten siehst und ich der Mannschaft am besten helfen kann“, meint der 27-Jährige. Das ist unzweifelhaft im Sturm: Mit neun Treffern (und fünf Vorlagen) führt der Hasenbürer die Torjägerliste nach fünf Spieltagen an. Eine Quote, die der Angreifer aber nicht auf sich allein gemünzt wissen will. „Es ist ja nicht so, dass ich 10 Gegenspieler aussteigen lasse und dann treffe“, erzählt er. Vielmehr macht er für das bisher gute Abschneiden – auch das des ganzen Teams, das bereits vier Siege eingefahren hat – das offensiver ausgerichtete System verantwortlich. Der TSV Hasenbüren spielt seit dieser Saison nämlich mit einer Dreierkette. Mit Erfolg: Denn momentan nimmt der TSV Hasenbüren den dritten Platz ein.

Bei einem solch ansprechenden Auftakt stellt sich zwangsläufig die Frage, was für die Mannschaft in dieser Saison möglich ist. Ob es für den TSV Hasenbüren, der bislang nie über die Bezirksliga Bremen hinausgekommen ist, eventuell zu mehr reicht? „Das ist schwer zu sagen“, sagt Malte Fastje und schnauft. Man müsse die weitere Entwicklung abwarten und natürlich wissen, ob auch der Verein mehr wolle, so Fastje. Er jedenfalls will nicht ausschließen, dass ihn eine höherklassige Perspektive irgendwann noch einmal reizen könnte. „Mit 27 bin ich eigentlich in den Blütejahren“, weiß er. Und: „Man soll niemals nie sagen.“ Aber im Moment stellt sich diese Frage für ihn nicht. Seine nahe Zukunft sieht er beim TSV Hasenbüren, und wenn es weiter für ihn und die Mannschaft so gut läuft, dann ließen sich Vereinstreue und sportliche Ambitionen vielleicht sogar miteinander verbinden.

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