Zweimal wurde Kevin Mbengani im Strafraum gelegt, doch nur einen der beiden Elfmeter konnte der Wismarer verwandeln. Zweimal wurde Kevin Mbengani im Strafraum gelegt, doch nur einen der beiden Elfmeter konnte der Wismarer verwandeln. © Daniel Koch
Zweimal wurde Kevin Mbengani im Strafraum gelegt, doch nur einen der beiden Elfmeter konnte der Wismarer verwandeln.

FC Anker vergisst erneut, sich zu belohnen

Oberliga-Kicker verlieren trotz bester Chancen 2:3 gegen Brandenburger SC

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Der FC Anker Wismar hat zwar seine dritte Niederlage in Folge einstecken müssen, doch die gezeigten Leistungen lassen auf ein Ende dieser negativen Serie hoffen. Gegen den Brandenburger SC Süd, den Tabellendritten der Oberliga Nord, musste Anker-Trainer Christiano Dinalo Adigo zwar auf vier gesperrte Spieler und die verletzten Henry Haufe, Mauritz Mißner und Tom Ney verzichten, doch die Hansestädter boten dem Favoriten einen Kampf auf Biegen und Brechen. Von den Chancenanteilen hatten die Gastgeber sogar ein Plus auf ihrer Seite, doch am Ende hieß es 2:3.

Bereits in der zweiten Minute klärten die Gäste einen Schuss von Marcel Ottenbreit auf der Linie, zwei Minuten später parierte der starke BSC-Keeper Toni Neubauer einen Schuss von André Wenzel.

Angetrieben von René Goerisch wollten die Havelstädter ihre Favoritenstellung untermauern. Dabei half ihnen ein direkt verwandelter Freistoß (16. Minute). Es war der erste Schuss auf das Anker-Tor. Danach waren die Hausherren tonangebend, doch erst ein Foulelfmeter brachte den Ausgleich. Nachdem Rosner Kevin Mbengani von den Füßen geholt hatte, zeigte der starke Unparteiische auf „den Punkt“.

Der gefoulte Mbengani verwandelte selbst. Kurz vor der Pause lag der Torjubel erneut auf den Lippen der heimischen Fans, aber Wenzel konnte Neubauer erneut nicht überwinden.

Als Sebastian Schiewe kurz nach Wiederanpfiff sein viertes Saisontor erzielte, schienen die Hausherren auf der Siegerstraße. Zu keinem Zeitpunkt war zu erkennen, dass die Hausherren personell geschwächt antreten mussten. Doch auch diesmal war das Glück der Anker-Crew nicht hold. In der 52. Minute schoss BSC-Torjäger Goerisch den Ball an die Unterkante der Latte, die Kugel sprang zurück, soll sich aber hinter der Linie befunden haben.

Auch danach fehlte den Gästen die erwartete Souveränität, besonders als Mannschaftskapitän Goerisch verletzt vom Platz musste. Und als Mbengani dann ein zweites Mal im Strafraum gefoult wurde, entschied Schiedsrichter Wien wiederum auf Elfmeter. Erneut trat der Gefoulte selbst an, doch diesmal ahnte Neubauer die Ecke und hielt sein Team im Spiel (80.). Zu allem Überfluss unterlief dann kurz vor Schluss Lucas Vierling noch ein Abwehrfehler, den Jordanov zum glücklichen Siegtor nutzte.

„Diese Niederlage ist sehr bitter, denn wir haben jetzt zweimal hintereinander durch eigene Fehler Punkte verschenkt und uns um den Lohn gebracht. Jetzt müssen wir uns am Dienstag in Seelow unbedingt belohnen“, blickte Anker- Coach Adigo voraus.

FC Anker: Kosiorek – Vierling, Ostrowitzki, Weisenborn – Ottenbreit (87.Maachou), Abdulai, Lima (63.Raffel) – Schiewe, Wahab – Wenzel (75. Plawan), Mbengani.
Brandenburger SC Süd: Neubauer – Froelian, Rosner (33. Jaskola), Aydin, El-Ali – Orlos (61. Karupovic), Schmidt – Jordanov, Kohlmann, Wedemann - R.Görisch (65. Szymanski).
Tore: 0:1 Aydin (17.), 1:1 Mbengani (31./FE), 2:1 Schiewe (47.), 2:2 R. Goerisch (52.), 2:3 Jordanov (88.).
Besonderes Vorkommnis: Mbengani verschießt Foulelfmeter (80.).
Schiedsrichter: Pascal Wien (LV Berlin).
Zuschauer: 200.

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