06. Dezember 2018 / 16:46 Uhr

FC Bayern: Carlo Ancelotti erklärt seine Entlassung - "Zusammenstoß der Philosophien"

FC Bayern: Carlo Ancelotti erklärt seine Entlassung - "Zusammenstoß der Philosophien"

Redaktion Sportbuzzer
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Im September 2017 wurde Carlo Ancelotti beim FC Bayern entlassen. Inzwischen arbeitet der Erfolgstrainer beim SSC Neapel.
Im September 2017 wurde Carlo Ancelotti beim FC Bayern entlassen. Inzwischen arbeitet der Erfolgstrainer beim SSC Neapel. © Getty
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Im September 2017 zog der FC Bayern München die Reißleine - und entließ Trainer Carlo Ancelotti. In einem Interview mit der "Gazzetta dello Sport" sprach der Italiener erstmals über seinen Rauswurf und nennt Gründe.

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Warum wurde Carlo Ancelotti beim FC Bayern München entlassen? Erstmals hat die Trainer-Legende des SSC Neapel in einem Interview ausführlich über die Gründe seines Rauswurfs im September 2017 gesprochen - und dabei indirekt die Chefs des Rekordmeisters kritisiert. Der Italiener musste vor einem Jahr nach einem schwachen Saisonstart und einer peinlichen Niederlage bei Paris Saint-Germain (0:3) gehen und wurde durch Jupp Heynckes ersetzt.

Ancelotti macht die schlechte Zusammensetzung der Mannschaft für den schwachen Start in die vergangene Saison verantwortlich, als die Bayern mit Borussia Dortmund zunächst nicht Schritt halten konnten und auch in der Champions League Federn lassen mussten - und prangert den mangelnden Gestaltungswillen von Präsident Uli Hoeneß und Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge an, ohne ihre Namen zu nennen. Die Entlassung in München sei die "einzige bittere Erfahrung seiner Karriere", sagte der 59-Jährige der Gazzetta dello Sport.

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Bayerns Präsident Uli Hoeneß behauptete auf der bizarren Wut-PK, im Kader des Rekordmeisters würden sich "16, 17 Weltklasse-Spieler" tummeln. Der SPORTBUZZER macht den Faktencheck - hat Hoeneß recht? ©
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Ancelotti über Bayern: "Klub wollte Generationswechsel nicht fördern"

Bei den Bayern sei es in seiner Amtszeit zu einem "Zusammenstoß der Philosophien" gekommen. Ancelotti weiter: "Der Klub hatte keine Absicht, die Struktur und die Arbeitsphilosophie zu ändern und einen Generationswechsel unter den Spielern zu fördern, was jetzt getan wird." Ancelotti versuchte einen Umbruch dagegen aktiv voranzutreiben - scheiterte letztlich jedoch auch an der Lobby einiger Spieler, nachdem er gegen PSG beispielsweise Franck Ribéry auf die Bank setzte. In diesem Jahr ist es anders - am Ende der Saison werden die Altstars Arjen Robben und wohl auch Ribéry den FCB verlassen, Trainer Niko Kovac darf sukzessive junge Spieler einbinden.

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Ancelotti hatte die FCB-Bosse schon vor einigen Wochen über Bande kritisiert. Ende Oktober sagte er bei seiner Rückkehr nach Paris, dem Ort seines letzten Bayern-Spiels: "Bei den Bayern hat sich nichts geändert, die Probleme von vor einem Jahr sind immer noch da, was ich so höre.“ Damals hatten Hoeneß und Rummenigge gerade mit ihrer Wut-Pressekonferenz und einer deutlichen Medienschelte für Schlagzeilen gesorgt...

Erfolgreicher Saisonauftakt mit dem SSC Neapel

Beim SSC Neapel, den Ancelotti zur aktuellen Saison vom nach England abgewanderten Maurizio Sarri übernahm, kann der erfahrene Trainer wieder in ruhigerer Umgebung arbeiten. Der Erfolg spricht für sich. Hinter Abo-Meister Juventus Turin ist Napoli Zweiter, in der Champions League hat der SSC in der Todesgruppe mit PSG und dem FC Liverpool weiter gute Chancen auf das Weiterkommen. Ancelotti: "Diese Mannschaft hat viel Potenzial und hat es in der Champions League bewiesen. Wir sind stark an Persönlichkeit und Überzeugung gewachsen."


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