22. Oktober 2018 / 17:29 Uhr

Effenberg lobt die Wut-PK beim FC Bayern: "Gerechtfertigt und angebracht"

Effenberg lobt die Wut-PK beim FC Bayern: "Gerechtfertigt und angebracht"

Redaktion Sportbuzzer
Twitter-Profil
Stefan Effenberg zeigt Verständnis für das Vorgehen der Bayern-Bosse Karl-Heinz Rummenigge und Uli Hoeneß.
Stefan Effenberg zeigt Verständnis für das Vorgehen der Bayern-Bosse Karl-Heinz Rummenigge und Uli Hoeneß. © imago/MIS/Ulmer
Anzeige

Karl-Heinz Rummenigge und Uli Hoeneß rechneten am Freitag mit den Medien und Ex-Spieler Juan Bernat ab. Für Stefan Effenberg, der mit Bayern München die Champions League gewann, war die Pressekonferenz vollkommen legitim. Dagegen konterte "Effe" die Bayern-Kritik von Olaf Thon und Lothar Matthäus.

Buzzer deine Meinung!
  • Fail
    -
    Fail
  • Läuft
    -
    Läuft
  • Krass
    -
    Krass
  • WTF
    -
    WTF
  • Kopf Hoch
    -
    Kopf Hoch
  • Peinlich
    -
    Peinlich
Anzeige

Verständnis für die Medienschelte der Bayern-Bosse Karl-Heinz Rummenigge und Uli Hoeneß hält sich auch drei Tage nach der Wut-PK in engen Grenzen. "So kenne ich den FC Bayern nicht", klagte Rekordnationalspieler Lothar Matthäus. Bayern-Legende Paul Breitner zeigte sich "deprimiert" und erschrocken. Auch Fans und Medienvertreter selbst verurteilten die bizarre Veranstaltung der FCB-Altvorderern nahezu einstimmig. Unterstützung gab es dafür zumindest in Teilen aus der Mannschaft. Von einem "wichtigen Zeichen" sprach Joshua Kimmich. Doch Bild-Informationen legen nahe, dass selbst das Team in dieser Frage tief gespalten ist. Da kommt den Bayern-Chefs die Unterstützung eines Ex-Spielers gerade recht: Stefan Effenberg hat sich lobend über die Pressekonferenz der Bosse geäußert.

Mehr zur Medienschelte

"Ich halte es für gerechtfertigt und angebracht, dass die Bosse Stellung bezogen haben", sagte der Champions-League-Sieger von 2001 in seiner Kolumne bei t-online.de und verwies auf seine eigene Wut-Pressekonferenz 1999, als er aus seiner Sicht überzogene Medienkritik anprangerte und sagte: "Ich bin einer, der sich das nicht gefallen lässt, Freunde der Sonne." Derartige Zeichen zu setzen, sei wichtig, erklärte der 50-Jährige, der von 1990 bis 1992 sowie von 1998 bis 2002 für die Bayern spielte.

"Matthäus kann nicht ernsthaft sagen, dass ter Stegen statt Neuer ins Tor soll"

"Effe" griff auch Lothar Matthäus und Olaf Thon an. Thon wurde namentlich von den Bayern-Chefs angezählt, nachdem er Hummels und Boateng Altherren-Fußball vorgeworfen hatte. Im SPORTBUZZER-Interview wehrte sich Thon bereits gegen die Attacke aus München. "Ich werde sagen, was ich zu sagen habe. Und dabei versuche ich über der Gürtellinie zu bleiben. Das sollten die Bayern auch", erklärte der Weltmeister von 1990. Effenberg macht Thons Altherren-Vergleich wütend: "Das geht gar nicht, das gehört zu dem Schlimmsten, was man um die Ohren bekommen kann."

Rummenigge verteidigt Bosse-PK - und tadelt Hoeneß

Matthäus hatte einen Torwartwechsel in der Nationalmannschaft ins Spiel gebracht - von Neuer zu ter Stegen. Effenberg: "Die Kritik an Neuer war in den vergangenen Wochen wirklich total übertrieben – ähnlich wie damals bei mir. Es vergehen nun mal Monate, bis du wieder auf dem absoluten Top-Niveau bist nach einer so langwierigen Verletzung. Und auch das kann man gerne sportlich beurteilen. Aber da kann doch nicht einer wie Matthäus kommen und ernsthaft sagen, dass bei der Nationalmannschaft ter Stegen ins Tor soll.“ Matthäus wünschte sich spätestens nach dem Spiel gegen Holland (0:3) eine entsprechende Veränderung. Bereits bei der WM soll es im deutschen Lager ähnliche Stimmen gegeben haben. Bislang hielt Bundestrainer Joachim Löw trotz überragender Leistungen ter Stegens beim FC Barcelona an Neuer fest.

Kritik an Salihamidzic: "Auf gewisse Dinge musst du sofort reagieren"

Zu seiner bereits vor Wochen formulierten Kritik an Bayerns Sportdirektor Hasan Salihamidzic, die TV-Experte Dietmar Hamann bei Sky90 bekräftigte, steht Effenberg indes. Salihamidzic habe sich in der aufkommenden Diskussion um Trainer Niko Kovac viel zu defensiv geäußert. Effenberg: "Ich sage nach wie vor, dass ich mir gewünscht hätte, dass er sich in seiner Funktion als Sportdirektor dazu äußert. Er hätte die Luft aus der aufkommenden Trainerdiskussion sofort rausnehmen können. So wurden gleich wieder andere Kandidaten gehandelt für eine mögliche Kovac-Nachfolge.“ Effenberg weiter: „Auf gewisse Dinge musst du einfach sofort reagieren als Verantwortlicher. Ich hoffe, dass Brazzo daraus gelernt hat.“

"Arroganz und Dünnhäutigkeit": Pressestimmen zur Medienschelte des FC Bayern München

Zur Galerie
Anzeige

Hier abstimmen: Haben die Bayern mit ihrer Medienschelte recht?

Die aktuellen TOP-THEMEN

Mehr Fußball vom Sportbuzzer

Anzeige
Sport aus aller Welt