31. Januar 2019 / 16:55 Uhr

Rummenigge hat aus Angst vor Hackern "wieder den Postweg beim FC Bayern eingeführt"

Rummenigge hat aus Angst vor Hackern "wieder den Postweg beim FC Bayern eingeführt"

Roman Gerth
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Karl-Heinz Rummenigge hat jüngst seinen Vertrag als FCB-Vorstandsvorsitzender bis Ende 2021 verlängert.
Karl-Heinz Rummenigge hat jüngst seinen Vertrag als FCB-Vorstandsvorsitzender bis Ende 2021 verlängert.
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Die Enthüllungen von "Football Leaks" haben die Arbeitsweise von Karl-Heinz Rummenigge offenbar verändert. Der Bayern-Boss erklärt, warum er zuweilen auf E-Mails verzichtet und spricht zudem darüber, welche Rolle Uli Hoeneß bei seinem schwierigen Einstand im FCB-Präsidium spielte.

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Bayern-Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge hat sich auf dem Spobis zu Sicherheitsbedenken im Internet geäußert - und erklärt, warum er bei wichtigen Themen neuerdings auf elektronische Kommunikationsmittel verzichtet. Außerdem sprach er über seine Funktionärskarriere bei den Münchnern und verriet, dass Uli Hoeneß von einer Zusammenarbeit an der Führungsspitze zunächst wenig begeistert war.

Rummenigge: "Der Klub hat sich sagenhaft entwickelt"

Rummenigge über...

...die Angst vor Hacker-Angriffen: "Ich schreibe keine Mails mehr, zumindest keine mehr mit Brisanz. Alles, was ein bisschen Brisanz hat, kannst du nicht mehr per E-Mail verschicken. Ich haben beim FC Bayern wieder den Postweg eingeführt. Zumindest gewisse Medien haben es ja mittlerweile als Tagesjob eingeführt, dass man alles hackt oder leakt."

...seinen Führungsstil: "Ich komme aus dem kleinen Ort Lippstadt: da ist die Welt etwas weniger emotional. Daher ist mein Führungsstil eher rational. Ich bin jemand, den man schon als Teamplayer bezeichnen darf. Aber man muss manchmal natürlich auch sagen, wo es langgeht."

...die Entwicklung des FC Bayern: "Der Klub hat sich sagenhaft entwickelt. Als ich kam, hatten wir zwölf Mitarbeiter - jetzt haben wir mehr als 1000. Der Umsatz wird in diesem Jahr die 700 Millionen Euro übersteigen."

...seinen Karriere-Weg nach der aktiven Laufbahn: "Der Klub war 1991 in einer fußballerischen Krise. Die Finanzen waren auch nicht so toll. Es sollte durch Franz Beckenbauer und mich seinerzeit mehr fußballerische Kompetenz ins Präsidium eingebracht werden. Ich weiß nicht, ob ich ohnehin im Management gelandet wäre. Ich habe mich eine Zeit lang seriös damit auseinandergesetzt, Trainer zu werden. Aber meine Frau war dagegen, sie meinte: Ìch bin jetzt genug mit dir durch die Welt geflogen. Man hatte aber Uli vergessen zu fragen, das fand er nicht so toll. Die ersten Sitzungen waren ganz schön emotional. Dann haben Franz, UIi und ich aber ein gutes Trio abgegeben."

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...seine Nachfolge: "Mein Vertrag läuft ja noch bis zum 31. Dezember 2021. Die Gremien müssen sich aber jetzt schon damit beschäftigen, wer meine Nachfolge übernehmen kann. Aber ich bin überzeugt, dass es nahtlos weitergehen wird. Es gibt genug Beispiele in der Bundesliga, wo Quereinstieger große Probleme haben. Bei Dax-Unternehmen läuft alles anders ab."

...seine Vorraussetzungen für Erfolg und seinen größten Fehler: "Das wichtigste Geschäft ist der Transfermarkt. Damit steht und fällt die Antwort auf die Frage: sind die Titel da oder nicht? Wenn du früher vier Mann geholt hast, und drei gingen durch, dann war das eine gute Quote. Heute müssen alle zünden, sonst wird man direkt kritisiert. Es gab mal einen Trainer, der hat einfach mit der Philosophie des FC Bayern nicht gematcht. Von dem mussten wir uns dann nach einem Jahr trennen." (Anm. d. Red.: Ich Nachfrage, ob es sich dabei um Jürgen Klinsmann gehandelt habe, sagte Rummenigge, dass er dies nicht dementieren wolle")

...zu seinem schönsten Spiel: "Das emotionalste was ich erlebt habe war das Champions-League-Finale 2013 in London, weil wir wussten: dieses Spiel dürfen wir nicht verlieren. Das wäre ein Drama gewesen, wenn wir dieses Spiel verloren hätten. Das hatte eine so überragende Wichtigkeit, das Spiel zu gewinnen."

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