01. Dezember 2018 / 15:47 Uhr

"Keine faire Chance": Ex-FC-Bayern-Talent Dorsch kritisiert deutschen Rekordmeister! 

"Keine faire Chance": Ex-FC-Bayern-Talent Dorsch kritisiert deutschen Rekordmeister! 

Robert Hiersemann
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Niklas Dorsch spielte nur einmal in der Bundesliga, doch erzielte dabei gleich ein Tor.
Niklas Dorsch spielte nur einmal in der Bundesliga, doch erzielte dabei gleich ein Tor. © imago/ActionPictures
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Der Heidenheimer Niklas Dorsch wurde beim FC Bayern München ausgebildet, eine faire Chance im Profiteam bekam er seiner Meinung nach aber nicht. Ergeht es auch seinen Nachfolger beim Rekordmeister so? 

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Er war einer der ganz großen Hoffnungsträger des deutschen Rekordmeisters. Doch das verheißungsvolle Talent hatte dann doch keine Zukunft beim FC Bayern München. Niklas Dorsch kam als 14-Jähriger zum Erfolgsklub und wurde zwischenzeitlich als "neuer Toni Kroos" gehandelt.

Inzwischen spielt er in der 2. Liga, im Sommer wechselte der inzwischen 20-Jährige zum 1. FC Heidenheim - und übte harte Kritik an seinem Ex-Verein.

Dorsch, der nur einmal für den FC Bayern in der Bundesliga zum Einsatz kam und dabei gleich ein Tor erzielte, erklärt im Interview mit der tz seinen Abgang: „Ich habe einfach keine faire Chance bekommen. Junge Spieler wurden nicht so beachtet. Wenn du einmal spielst und gleich ein Tor machst, ist das Gerede wieder groß. Davor hat es niemanden interessiert, was ich gemacht habe.“ Der Mittelfeldspieler durfte zwar regelmäßig bei den Profis trainieren, mehr aber nicht. „Ich habe versucht, in jedem Training alles mitzunehmen. Trotzdem wollte ich immer spielen. Wenn ich nur trainiere, werde ich Trainingsweltmeister, aber nicht mehr.“

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Dorsch weiter: „Jetzt haben wieder junge Spieler Profiverträge unterschrieben. Denen wird es so gehen wie mir. Wenn man nicht die Chance bekommt, kann man sein Talent auch nicht unter Beweis stellen.“

"Heynckes hat mir extrem weitergeholfen"

Dorsch: „Wenn du bei Bayern in der zweiten Mannschaft spielst, willst du auch irgendwann einmal zu den Profis aufrücken.“ Doch erst als eine Trainerlegende kam, glaubte er wirklich an den eigenen Erfolg im Profiteam. „Erst als Jupp Heynckes kam, hatte ich ein super Gefühl. Heynckes hat mir extrem weitergeholfen und mir eine Chance gegeben. Er und sein Co-Trainer Peter Herrmann haben mich auch unterstützt, obwohl es klar war, dass ich gehe. Auch Pep Guardiola war ein super Trainer, der sich mit jungen Spielern beschäftigt.“

Er wurde zwischenzeitlich als der neue „Toni Kroos“ bezeichnet. Dorsch dazu: "Es ist ein schönes Gefühl, mit seinem Vorbild verglichen zu werden. Es ist trotzdem schwer zu vergleichen, weil unsere Karrierewege unterschiedlich sind. Er hat vor seiner Leihe nach Leverkusen schon Profieinsätze gehabt. Von der Art, wie er spielt und wie er auftritt, versuche ich mir natürlich etwas abzuschauen.“

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Tim Borowski (2008 bis 2009): Nach acht Profijahren im Trikot von Werder Bremen fühlte sich Borowski reif für neue Aufgaben. Klinsmann lockte den Nationalspieler ablösefrei an die Isar. „Ich will bei Bayern den nächsten Schritt machen“, sagte Borowski im Sommer 2008. Es wurde ein Rückschritt. Der Mittelfeldspieler kam nie über die Reservistenrolle hinaus, wurde 20-mal eingewechselt und kehrte nach einem Jahr zurück nach Bremen. So gut wie in seinen ersten Werder-Jahren spielte Borowski aber nie wieder. © dpa | imago
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