03. Dezember 2018 / 09:14 Uhr

Matthäus rät Bayern-Chefs Rummenigge und Hoeneß: "Lieber mal die Schnauze halten"

Matthäus rät Bayern-Chefs Rummenigge und Hoeneß: "Lieber mal die Schnauze halten"

Redaktion Sportbuzzer
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Lothar Matthäus kritisiert die Bayern-Bosse Karl-Heinz Rummenigge und Uli Hoeneß
Lothar Matthäus kritisiert die Bayern-Bosse Karl-Heinz Rummenigge und Uli Hoeneß © imago/MIS
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Die drei ehemaligen Bayern-Profis Lothar Matthäus, Dietmar Hamann und Stefan Effenberg üben harte Kritik an ihren ehemaligen Bossen Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge. Ihre Analyse der derzeitigen Unruhe bei den Münchnern ist schonungslos.

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Der Ton in der Debatte um Bayern-Bosse Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge wird zunehmend schärfer. In der TV-Sendung "Sky 90" meldeten sich am Sonntagabend die drei ehemaligen Münchner Profis Lothar Matthäus, Dietmar Hamann und Stefan Effenberg zu Wort - dabei kritisierten sie das Verhalten ihrer ehemaligen Chefs deutlich. Dem Trio missfallen vor allem zwei Dinge: Die Eskalation im Zoff um Paul Breitner und die missratene Pressekonferenz im vergangenen Oktober, auf der die Klubführung des deutschen Rekordmeisters mit den Medien abrechnete.

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"Die PK war die Mutter des Übels. Diese hat die journalistische Landschaft verändert. Sie wurden von allen Medien zerrissen - und das zurecht. Da muss man mal ins stille Kämmerchen gehen, in den Spiegel schauen und reflektieren. Zurückrudern wäre die einzige Möglichkeit gewesen, um das Gesicht zu wahren", sagte Hamann und glaubt nicht wirklich daran, dass Hoeneß und Rummenigge die Aktion bereuen: "Im inneren Kern sind sie sich aber sicher, dass das richtig war, was sie getan haben. Und das erschreckt mich."

Stellt Hoeneß seine Zukunft als Bayern-Boss in Frage?

Die Bayern-Bosse hatten unmittelbar nach der Veranstaltung auch von vielen Fans enorme Kritik einstecken müssen. Auf der Jahreshauptversammlung am vergangenen Freitag war dann vor allem Hoeneß mächtigem Gegenwind ausgesetzt. Der 66-Jährige zeigte sich davon von tief getroffen und sagte auf einem Fanclub-Treffen am Sonntag: "So etwas habe ich noch nicht erlebt. Ich hoffe, dass sich das wieder ändert, sonst ist das nicht mehr mein FC Bayern. Das ist etwas, das ich nicht akzeptiere."

'Schockierter' Hoeneß stellt Zukunft beim FC Bayern infrage

Er werde die weiteren Entwicklungen in den kommenden Wochen und Monaten analysieren und sich "Gedanken machen". Man können nun "nicht zur Tagesordnung übergehen." Eine versteckte Rücktrittsandrohung? Matthäus kann die Worte von Hoeneß nicht nachvollziehen: "Es überrascht mich, dass Hoeneß überrascht war. Er hat auf der PK viele Dinge gesagt, durch die er sich angreifbar gemacht hat. Deshalb kann er doch jetzt nicht überrascht gewesen sein, dass es auf der Jahreshauptversammlung kritische Stimmen gab." Überhaupt ist der Bayern-Boss nach Ansicht des deutschen Rekordnationalspielers derzeit öffentlich zu präsent.

Matthäus und Hamann: Bayern sollten Dinge intern klären

"Die Aussagen, die Hoeneß nun bei dem Fanclub-Besuch getätigt hat, sind jetzt schon wieder Gesprächsthema für die nächsten Wochen. Die Medien sind nicht schuld, sondern die Aussagen des FC Bayern. Es wird Zeit, dass man sich zurückhält. Lieber mal die Schnauze halten, gar nichts sagen - auch wenn man sich ungerecht behandelt fühlt", meinte Matthäus. Auch Hamann rät dem Verein dazu, Dinge wieder vermehrt intern zu regeln. Dass dies die bessere Variante sei, belege auch die "Causa Breitner", in der den Bayern die "Souveränität abhanden gekommen" sei.

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Bayern-Legende Breitner war nach kritischen Aussagen von Hoeneß von der Ehrentribüne der Allianz Arena verbannt worden. Seitdem herrscht ein öffentlicher Zoff, der zuletzt vor allem von Hoeneß und Rummenigge immer wieder befeuert wurde. Effenberg sagte, dass das Verhalten der Bayern-Führung "in den persönlichen Bereich unter die Gürtellinie" gehe. Dies tue dem Verein in einer sportlich schwierigen Situation nicht gut.

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