05. Dezember 2018 / 23:27 Uhr

Führungschaos beim FC Bayern: Jetzt spricht Matthias Sammer über Uli Hoeneß & Co.

Führungschaos beim FC Bayern: Jetzt spricht Matthias Sammer über Uli Hoeneß & Co.

Redaktion Sportbuzzer
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Uli Hoeneß erlebte in der vergangenen Woche eine harte Jahreshauptversammlung. Matthias Sammer hat Verständnis für den angeschlagenen Bayern-Boss.
Uli Hoeneß erlebte in der vergangenen Woche eine harte Jahreshauptversammlung. Matthias Sammer hat Verständnis für den angeschlagenen Bayern-Boss. © imago/ActionPictures
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Der Präsident des FC Bayern München steht in der Kritik - nicht nur wegen seinem öffentlichen Schlagabtausch mit Vereinslegende Paul Breitner. Ex-Sportvorstand Matthias Sammer kennt die Probleme der Bayern.

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Der Zoff in der Führungsetage des FC Bayern München nimmt einfach kein Ende. Am Mittwoch wurden weitere Details im schwelenden Konflikt zwischen Bayern-Präsident Uli Hoeneß und Klublegende Paul Breitner bekannt. Die beiden einst besten Freunde zofften sich in den vergangenen Tagen öffentlich, nachdem die Bayern Breitner die Zulassung für die Ehrentribüne entzogen hatten. Hoeneß bekundete, mit Breitner gebrochen zu haben. Am Mittwoch sickerte durch, dass Breitner unter anderem deshalb sauer war, weil er sich in seiner Meinungsfreiheit beschnitten fühlte - mehr dazu hier.

Matthias Sammer überrascht die jüngste Unruhe beim Rekordmeister nicht. Der Eurosport-Experte und BVB-Berater war von 2012 bis 2016 selbst Sportvorstand in München, kennt die Bayern genau. „Ich bin nicht erschrocken über die Außendarstellung. Das, was entstanden ist, hat gewisse Ursachen - dementsprechend wundere ich mich überhaupt nicht”, erklärte der 51-Jährige bei Eurosport.

Nach Hoeneß-Aussage: Wie gut ist der Kader des FC Bayern wirklich?

Bayerns Präsident Uli Hoeneß behauptete auf der bizarren Wut-PK, im Kader des Rekordmeisters würden sich 16, 17 Weltklasse-Spieler tummeln. Der <b>SPORT</b>BUZZER macht den Faktencheck - hat Hoeneß recht? Zur Galerie
Bayerns Präsident Uli Hoeneß behauptete auf der bizarren Wut-PK, im Kader des Rekordmeisters würden sich "16, 17 Weltklasse-Spieler" tummeln. Der SPORTBUZZER macht den Faktencheck - hat Hoeneß recht? ©
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Sammer erklärt: Das passiert gerade beim FC Bayern

Welche Ursachen genau? Auch darüber sprach Sammer. „Wenn du sehr erfolgreich bist, gibt es wenig Kritisches zu berichten. Und wenn du das als Verein registrierst, gibst du ja die Schlagzahl vor - dann verändern sich die Situation, die Denkweise und auch Menschen. Das passiert gerade.”

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Ist man im Umfeld des FC Bayern also zu erfolgsverwöhnt? Sammer kennt die Mechanismen an der Säbener Straße jedenfalls aus dem Effeff. "Ich weiß, dass man sich jahrelang sehr gut beäugt hat und auf Momente gewartet hat, um das Beäugen irgendwann in Wort und Tat unterzubringen", erklärte Sammer. Die Bayern erlebten am vergangenen Freitag eine Jahreshauptversammlung, auf der Präsident Hoeneß scharf angegangen wurde - und einen Komplott gegen seine Person witterte. Vor allem Bayern-Fan Johannes Bachmayr, der sich in einer Rede kritisch äußerte, bekam von Hoeneß sein Fett weg: „Der Fan am Freitag war wahrscheinlich von außen gesteuert, der hat ja gar keine Fragen gestellt.“

Sammer über Uli Hoeneß: "Lebensleistungen können nicht zerstört werden"

Für den 66-jährigen Bayern-Boss findet Sammer lobende Worte - trotz der zum Teil deutlichen Kritik. „Wenn Uli von mir etwas wissen möchte, dann telefonieren wir", sagte der Ex-Meistertrainer. "Ich bin der Meinung, dass Lebensleistungen - unabhängig davon, dass es auch mal ein bisschen schwieriger oder kritischer ist - nicht zerstört werden können.” Damit positioniert sich Sammer im Streit zwischen Hoeneß und Breitner zumindest zwischen den Zeilen an der Seite von Weltmeister Rudi Völler und Bayerns Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge, die Paul Breitner öffentlich kritisiert hatten.


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