14. Mai 2018 / 15:42 Uhr

FC Eilenburg kassiert nächste Niederlage

FC Eilenburg kassiert nächste Niederlage

Susan Stephan
Enttäuschte Eilenburger Spieler nach der 1:2-Niederlage gegen Lok Stendal.
Enttäuschte Eilenburger Spieler nach der 1:2-Niederlage gegen Lok Stendal. © Dirk Hofmeister
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Der Oberligist unterliegt Lok Stendal mit 1:2. Der Anschlusstreffer kam zu spät.

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Eilenburg. Drei Niederlagen in Folge? Wann gab es das zuletzt beim FC Eilenburg? Selbst Präsident und Statistikfuchs Steffen Tänzer hatte darauf keine Antwort parat. Es ist jedenfalls verdammt lang her und ein völlig neues (Unglücks)-Gefühl. Nach dem 1:2 (0:1) gegen den 1. FC Lok Stendal saßen die Eilenburger Fußballer am Sonnabend niedergeschlagen im Stadion. Der Wurm ist drin, der Saft raus. So scheint es jedenfalls. Die Bilanz der letzten Wochen ist erschreckend. Vier Punkte aus sechs Spielen sind mager.

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„Der Riemen ist nicht runter, die Jungs wollen“, erklärte der verletzte Abwehrspieler Stephan Hofmann. „Die Gegner haben sich auf uns eingestellt, stehen tief, mauern und setzen nur auf Konter. Damit tun wir uns schwer. Wenn man dann früh in Rückstand gerät, hilft das nicht unbedingt, wenn das Selbstvertrauen ohnehin angekratzt ist“, sagte Hofmann. Der Abwehrrecke saß wegen einer Muskelverletzung verletzt auf der Bank, schimpfte, feuerte an und fieberte mit. Kommende Woche will er wieder auf dem Rasen stehen. Und das ist gut so. Ein kühler Kopf, ein Motivator – der fehlte den Eilenburger gegen robuste Stendaler.

Kapitän Sebastian Heidel ist einer, der vornweg geht. Doch auch der Häuptling hatte diesmal nicht seinen allerbesten Tag erwischt, leistete sich wie fast alle seiner Teamkollegin zu viele Leichtsinnsfehler und wandelte in der zweiten Halbzeit nahe am Platzverweis. „Wir haben wieder viele ungewohnte Fehler gemacht. Das ist es, was mich ärgert“, meinte Nico Knaubel niedergeschlagen.

​​FC Eilenburg durchlebt schwierige Phase

Der Trainer durchlebt mit seiner Mannschaft nach vielen Erfolgsmomenten gerade eine schwierige Phase. Fußballerisch läuft nicht viel, auch wenn der FCE gegen Stendal über weite Strecken optisch überlegen war, sprangen kaum klare Chancen heraus. Bei zwei, drei Schussversuchen in den ersten 45 Minuten wäre das Leder mit etwas mehr Glück vielleicht drin gewesen, doch das nötige Quäntchen fehlt derzeit. „Die Abpraller landen nicht vor unseren Füßen, sondern beim Gegner. So ist das im Fußball“, sagt Hofmann. Eilenburg hatte lange einen Lauf, der hat sich jetzt ins Gegenteil verkehrt.

So führte der erste gefährliche Angriff prompt zur Stendaler Führung. Robin Dietrich verteidigte einen Tag nach seinem
25. Geburtstag unglücklich und legte für Christos Iereidus auf, der schon nach sechs Minuten traf. Danach rannte Eilenburg an, doch nicht nur Knaubel vermisste den „ganz großen Torhunger“. Auch nach dem Wechsel wirkten die Eilenburger über weite Strecken satt, nur als Adam Fiedlers Schuss das Außennetz vibrieren ließ, schien Eilenburg kurz auf den Geschmack gekommen. Ein weiterer Klops in der Hintermannschaft – nach einem langen Ball packte Dietrich nicht energisch zu – führte zum 2:0 für Stendal. „Ich will Robin keinen Vorwurf machen. Da fehlt es auch an Spielpraxis“, so Knaubel.

​​Anschlusstreffer macht den Eilenburgern Hoffnung

Eilenburg wackelte in dieser Phase und schien der nächsten deutlichen Pleite entgegenzusteuern, doch Stendal übertraf sich im Auslassen von Chancen und plötzlich hoffte Eilenburg noch einmal. Als Heidel im Strafraum gefoult wurde, verwandelte Fiedler sicher. Das 1:2 machte Hoffnung und flotte Beine. Mit dem eingewechselten Geburtstagskind Fabian Döbelt (20) und Torhüter Andreas Naumann als Stürmer versuchte Knaubel in Sachen Lufthoheit zu punkten, doch die Zeit war zu knapp. Am Ende jubelte Stendal über drei wichtige Punkte im Abstiegskampf, Eilenburg grübelte über die aktuelle Talfahrt, die auch nicht nur der Tatsache geschuldet sein kann, dass mit Alex Vogel, Dennis Kummer und Stephan Hofmann drei Stammspieler verletzt passen mussten.

FC Eilenburg: Thomas; Sauer, Dietich (79. Schmidt), Majetschak, Jochmann, Klemm (68. Döbelt), Heidel, Bartlog (87. Naumann), Röhrborn, Fiedler, Stöbe.

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