21. März 2018 / 07:38 Uhr

FC Eilenburgs Toni Majetschak über Bruder Erik: "Ist der Filigranere von uns beiden"

FC Eilenburgs Toni Majetschak über Bruder Erik: "Ist der Filigranere von uns beiden"

Sanny Stephan
Toni Majetschak (rechts), der seit 2016 beim FCE kickt, mit seinem Bruder Erik, der am Freitag im Trikot der deutschen U18 in Eilenburg auflaufen wird.
Toni Majetschak (rechts), der seit 2016 beim FCE kickt, mit seinem Bruder Erik, der am Freitag im Trikot der deutschen U18 in Eilenburg auflaufen wird. © Sanny Stephan
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Der Oberligaspieler im Interview über seinen jüngeren Bruder Erik, der für RB Leipzig spielt und am Freitag in Eilenburg für die U18-Nationalmannschaft gegen Frankreich aufläuft.

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Toni Majetschak schnürt seit fast zwei Jahren die Töppen für den FC Eilenburg. Als torgefährlicher Innenverteidiger war er einer der Garanten für den Oberliga-Aufstieg und ist Stammspieler. Am Freitag (19 Uhr) wird „Maje“ (23) den Rasen im Ilburg-Stadion gegen die Tribüne tauschen und seinen Bruder anfeuern. Der 18-jährige Erik Majetschak läuft für die deutsche U18-Nationalmannschaft gegen Frankreich auf.

Nach der U18 2012 gegen Russland (3:2) gastiert zum zweiten Mal eine deutsche Jugendnationalmannschaft in Eilenburg. Damals waren keine sächsischen Spieler dabei, diesmal stehen gleich vier Talente im Kader. Neben Erik Majetschak können die Fans die Künste von Julian Krahl, Elias Abouchabaka (beide RB Leipzig) und Lars Lukas Mai (FC Bayern, geboren in Dresden) bewundern. Vor dem Länderspiel sprachen wir mit Toni über seinen kleinen Bruder, der zu Deutschlands Top-Talenten seines Jahrgangs zählt.

Eigentlich sitzt Erik auf der Tribüne im Ilburg-Stadion und schaut zu, am Freitag wird es anders sein. Sind Sie live dabei?

Toni Majetschak: Klar, diesmal sitze ich auf der Tribüne.

Schauen Sie sich oft Spiele Ihres jüngeren Bruders an?

Solange sich das mit meinen eigenen Spielen vereinbaren lässt, bin ich bei Erik dabei. Zu Länderspielen bin ich auch schon in die Türkei, nach Kroatien und Frankreich geflogen.

Sind Sie sich als Fußballer ähnlich?

Nur ein bisschen. Ich bin ja Abwehrspieler, Erik kickt im Mittelfeldfeld und ist der Filigranere von uns beiden.

Sie waren im Nachwuchs bei RB Leipzig, war eine Profi-Laufbahn ein Thema?

Ich habe vier Jahre in der Jugend von RB gespielt und wollte natürlich auch Profi werden. Der Übergang von der U19 in den Männerbereich lief aber bei mir nicht so gut. Ich habe den Sprung in die erste Mannschaft nicht geschafft und für die U23 gespielt. Ab diesem Zeitpunkt war klar, dass ich anfange zu studieren. Diese Entscheidung habe ich auch nie bereut.

Was hat Erik, was Sie nicht haben?

Erik hat eine viel bessere Übersicht im Spielaufbau, ist kreativer und schneller als ich.

Gibt es etwas, was Sie besser können?

Oh ja (lacht). Das Kopfballspiel.

Sind Sie stolz auf Ihren Bruder?

Megastolz. Wir haben in unserer Kindheit viel Zeit gemeinsam auf dem Fußballplatz verbracht. Im Garten hatten wir einen kleinen Platz und dort ging es regelmäßig rund. Der Kleinere wollte es dem Älteren natürlich zeigen. Bei Erik hat sich das ja echt positiv ausgewirkt.

Hat sich sein Talent früh angekündigt?

Das kann man so sagen. Er ist früh von Borna zu Lok Leipzig und 2010 zu RB gewechselt. Er hat schon von klein auf oft einen Jahrgang höher gespielt, das heißt gegen ältere Kinder und konnte sich dort gut durchsetzen. Erik hat sein Potenzial kontinuierlich weiterentwickelt.

Das Talent liegt ja in der Familie…

Unser Opa hat gespielt, unser Vater auch, da konnten wir eigentlich gar nichts anderes als Fußballer werden. Der Ball war auf jeder Geburtstagsfeier dabei.

Viele Jungs träumen von einer Profi-Karriere. Wenn Sie Ihren Bruder anschauen: Was braucht man dazu?

Neben dem Talent muss man im jüngeren Alter gefühlt immer am Ball sein und man darf nie den Spaß verlieren. Wenn es in den Großfeldbereich geht und man Richtung Profi arbeitet, sind Disziplin, Mut und Ehrgeiz wichtig. Partys gehen da eher nicht. Und von Rückschlägen darf man sich auch nicht unterkriegen lassen. Man braucht ein Ziel, auf das man hinarbeitet und eine Portion Glück.

Erik spielt in der A-Junioren-Bundesliga. Hätte der FCE eine Chance gegen die U19 von RB Leipzig?

Es wäre ein schnelles, ausgeglichenes Spiel. Wir wären sicher nicht chancenlos.

Hier gibt’s Tickets

2012 sorgten 1700 Besucher für ein Fußballfest. Auch diesmal soll das Stadion voll werden. Tickets gibt es in der FCE-Geschäftsstelle im Sparkassen-Fußballzentrum, in den Eilenburger Sparkassenfilialen Ost und Hirschgasse sowie an der Tourist-Information im Museumsshop. Normale Stehkarten kosten drei Euro, (begrenzte) Sitzkarten sechs Euro.

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