Klubchef Horst Greinert (l.) und Cheftrainer Stephan Malorny geben die Richtung beim FC Förderkader René Schneider vor. Klubchef Horst Greinert (l.) und Cheftrainer Stephan Malorny geben die Richtung beim FC Förderkader René Schneider vor. © Foto: Johannes Weber
Klubchef Horst Greinert (l.) und Cheftrainer Stephan Malorny geben die Richtung beim FC Förderkader René Schneider vor.

FC Förderkader setzt mehr denn je auf seine Talente

Fußball-Verbandsligist hat trotz einiger Abgänge im Sommer mehrere A-Junioren in die erste Männermannschaft integriert

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Den großen Schock haben die Verantwortlichen von Fußball- Verbandsligist FC Förderkader René Schneider verdaut. Im Sommer hatte es dort geknallt, nachdem mehrere A-Junioren kurzfristig ihren Abgang zum Saisonende angekündigt hatten. Daraufhin verzichtete der Verein vom Damerower Weg in Rostock nur wenige Tage vor dem Hinspiel in Berlin auf die Relegation zur Junioren-Regionalliga. Mittlerweile habe beim Förderkader ein Umdenken stattgefunden, sagt Klubchef Horst Greinert.

Bislang hatten einige davon geträumt, irgendwann überregional zu spielen und die zweite Kraft in Mecklenburg-Vorpommern hinter dem FC Hansa zu werden. „Aus den ständigen Vergleichen mit den Leistungszentren im Land resultierten Ansprüche, die wir nicht erfüllen können“, sagt Greinert. „Unsere Aufgabe ist es, die Schere zu schließen, zwischen Spaß haben und leistungsorientiert trainieren“, meint der 63-Jährige. Es sei sensationell, dass der Verein nah dran ist am 1. FC Neubrandenburg und dem FC Mecklenburg Schwerin. Vereine, die von Sportschulen profitieren und über eine bessere Infrastrukur verfügen würden.

Auf der Mitgliederversammlung des FC Förderkader stellte Greinert jüngst die überarbeitete Philosophie des 2006 gegründeten Klubs vor. Der Vorsitzende sagt: „Wir müssen nicht Landesmeister mit den Herren werden. Unser Ziel ist es, eine gute Rolle in der Verbandsliga zu spielen, ab und an die Favoriten zu ärgern und junge Spieler aus dem eigenen Nachwuchs zu integrieren.“ Geld können und wollen die Rostocker nicht an ihre Spieler zahlen. Dass deshalb das eine oder andere Talent den Klub verlassen werde (im Sommer gingen u. a. Karl Selig, Lukas Prange, Phillip Broßeit/alle Malchow und Sönke Ehrig/Grimmen) sei ihm bewusst, meint Greinert. „Wir wollen junge Spieler gut ausbilden und zu charakterstarken Persönlichkeiten entwickeln“, sagt er.

14 Mannschaften hat der Förderkader vor der Saison in den Spielbetrieb geschickt, alle Altersklassen sind besetzt, von den C- bis hinunter zu den F-Junioren sogar doppelt. Rund 600 Mitglieder zählt der FC, darunter mehr als 500 Kinder und Jugendliche. Sie werden von 26 Trainern angeleitet. Chefcoach ist Stephan Malorny, der seit ihrer Gründung 2009 die erste Männermannschaft betreut.

Malorny hat einen Umbruch eingeleitet, das Verbandsliga-Herrenteam deutlich verjüngt. Von den verbliebenen A-Junioren (U 19) hat er Lars Nowka, Oliver Behn, Paul Baaske und Julien Schunke fest integriert. Der aktuelle U-19- Kapitän Kevin Gildemeister kam ebenfalls schon zum Einstatz. „Wir setzen mehr denn je auf die Jugend – trotz des Rückschlags im Sommer. Bei uns können sich die Jungs gut entwickeln. Dass der eine oder andere irgendwann den Sprung nach oben wagen will, können wir nicht verdenken“, sagt Malorny. Trotzdem hofft der 59-Jährige, dass die meisten Spieler längere Zeit bleiben und der Förderkader den Abstand zu den Topteams verkürzen kann. Aktuell belegt der Klub den neunten Rang in der höchsten MV-Spielklasse.

Unterdessen rangiert die verjüngte U 19 des Vereins, in der mehrere B-Junioren spielen, nach acht Spielen auf Tabellenplatz sieben in der Verbandsliga. Sie peilt die erneute Qualifikation für die Meisterrunde der besten sechs Mannschaften an. Die Regionalliga-Relegation ist allerdings kein Thema.

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