29. Januar 2018 / 00:00 Uhr

FC Hansa: Breiers perfekte Premiere

FC Hansa: Breiers perfekte Premiere

Sönke Fröbe
3:1 für Hansa! Stürmer Pascal Breier jubelt über sein zweites Tor gegen Rot-Weiß Erfurt.
3:1 für Hansa! Stürmer Pascal Breier jubelt über sein zweites Tor gegen Rot-Weiß Erfurt. © Lutz Bongarts
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Zwei Tore, stehende Ovationen von den Fans, viel Lob vom Trainer und den Mitspielern: Der Ex-Stuttgarter freut sich über einen traumhaften Start in Rostock.

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Als Pascal Breier nach 88 Minuten ausgewechselt wurde und vom Rasen in Richtung Bank trabte, erhoben sich die 11700 Zuschauer im Ostseestadion von ihren Sitzen und feierten den neuen Hansa-Stürmer. „Es war ein Supergefühl, als das ganze Stadion aufgestanden ist und gejubelt hat“, sagte der 25-Jährige, der in der Winterpause von Stuttgart II aus der Regionalliga Südwest nach Rostock kam und am Sonnabend erstmals in einem Pflichtspiel für seinen neuen Verein auflief. Es war eine perfekte Premiere: Beim hart erkämpften 3:1 (1:0)-Sieg gegen den FC Rot- Weiß Erfurt erzielte Breier die Hansa-Tore Nummer zwei und drei (71., 84.). Sein Sturmpartner Soufian Benyamina hatte die Rostocker in Führung geschossen (28.).

„So ein Einstand ist natürlich überragend. Es hätte nicht besser laufen können“, befand Breier, der die Atmosphäre im Ostseestadion sichtbar genoss: „Gerade zu Hause, vor so einem Publikum, will man was zeigen. Dass es mir so gelungen ist, freut mich natürlich sehr.“ Bisher zeigte der frühere Jugendnationalspieler sein Können meist vor deutlich kleinerem Publikum beim VfB Stuttgart II oder davor in Großaspach. „Deshalb freue ich mich umso mehr, bei Hansa Rostock zu sein und diese Atmosphäre aufzusaugen.“

Trainer Pavel Dotchev war am Ende hochzufrieden mit seiner Doppelspitze, denn auch Breiers Nebenmann zeigte eine starke Vorstellung und traf: Nach Zuspiel des überragenden Henning brachte Benyamina die Rostocker in Führung. „So wie sie heute gespielt haben, kann ich mir vorstellen, dass wir dieses Duo häufiger zusammen da vorne sehen werden“, meinte Dotchev und verteilte ein Extra-Lob an den fleißigen Breier: „Super, wie er für die Mannschaft auch nach hinten gearbeitet hat! Die Tore waren die Krönung, damit hat er sich selbst belohnt. Tolle Sache, das freut mich sehr für ihn.“

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Mittelfeldmann Bryan Henning, der Breier und Benyamina je ein Tor auflegte, fand vor allem Breiers zweiten Treffer „überragend“: Technisch perfekt hatte der Ex-Stuttgarter eine scharfe Hereingabe von Henning weiterverarbeitet und den Ball nach einer Drehung abgeklärt zum 3:1 im Erfurter Tor untergebracht. „Genau so einen brauchen wir!“, meinte Henning.

Zuvor hatten die Rostocker das „ganz schwere Spiel“ (Dotchev) gegen den Tabellenletzten dominiert. Nach dem 1:1 durch Razeek (62.) sah es kurz so aus, als könnten die Thüringer nach dem 3:1-Heimsieg gegen Magdeburg fünf Tage zuvor für eine weitere Überraschung sorgen und auch in Rostock einen Punkt mitnehmen. „Das Gegentor darf nicht passieren, da waren wir zu unbekümmert“, urteilte der Hansa-Coach. Doch seine Mannschaft zeigte die richtige Reaktion. „Nach dem 1:1 haben wir uns kurz geschüttelt und dann noch mal eine Schippe draufgelegt“, sagte Innenverteidiger Oliver Hüsing. Dafür zollte nach dem Abpfiff auch der Gästetrainer den Rostockern Respekt. „Hansa hat sich zu einer Spitzenmannschaft entwickelt“, meinte Stefan Emmerling.

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Im Auswärtsspiel gegen Aufsteiger SV Meppen wollen die Rostocker am Sonnabend nachlegen. Pascal Breier hielt den Ball nach seinem Traumeinstand aber erst mal flach: „Das war heute nur ein Spiel, aber ich will diese Leistung in den nächsten Wochen bestätigen.“

Hansa: Blaswich – Rankovic, Hüsing, Riedel, Holthaus – Hilßner, Bischoff (74. Wannenwetsch), Henning, Scherff (60. Quiring) – Benyamina, Breier (88. Alibaz).
Erfurt: Klewin – Neuhold, Möckel, Sarr (69. Lauberbach) – Bergmann – Odak, Biankadi, Brückner (55. Razeek), Kurz (55. Rüdiger) – Kammlott, Huth.
Tore: 1:0 Benyamina (28.), 1:1 Razeek (62.), 2:1 Breier (71.), 3:1 Breier (84.).
Schiedsrichter: Siewer (Drolshagen).
Zuschauer: 11700.

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