25. Februar 2018 / 19:43 Uhr

FC Hansa: Das macht Lust auf Bundesliga

FC Hansa: Das macht Lust auf Bundesliga

Kai Rehberg
Bezwang mit dem FC Hansa Rostock den Spitzenreiter 1. FC Magdeburg: Trainer Pavel Dotchev.
Bezwang mit dem FC Hansa Rostock den Spitzenreiter 1. FC Magdeburg: Trainer Pavel Dotchev. © Fishing4
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Ein umformiertes Hansa Rostock zwingt im Ostseestadion vor Rekordkulisse Tabellenführer Magdeburg in die Knie. Henning Mann des Tages, Trainer Dotchev wird gefeiert.

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Rostock. Für den Schmunzler des Tages sorgte Pavel Dotchev. „Jetzt haben wir 46 Punkte und den Klassenerhalt sicher“, sagte der Hansa- Coach. Gerade hatte seine Mannschaft den Tabellenführer 1.FC Magdeburg mit 1:0 niedergerungen und sich nach dem 0:2 in Münster erfolgreich zurückgemeldet – allerdings nicht im Abstiegs- sondern im Aufstiegskampf. „Ich sehe andere Mannschaften, die das Zeug haben, aufzusteigen“, meinte dagegen der Fußballlehrer: „Wenn es so kommt, werden wir nicht nein sagen. Aber ich sehe uns nicht als Spitzenmannschaft. Wir halten den Ball flach, wir sind bescheiden.“

Mit dieser „Bescheidenheit“ und nach dem vierten Sieg im fünften Spiel 2018 mischt sein Team weiter oben mit. Vor 23000 Zuschauern (Liga-Saisonrekord) zwangen die Rostocker den Tabellenführer mit einer beeindruckenden Teamleistung in die Knie – trotz der kurzfristigen Ausfälle von Kapitän Amaury Bischoff (siehe Extra-Stück) und Marcel Hilßner. Zu Hilßners schwerer Knieverletzung gibt es erst heute eine Diagnose. „Die sind nicht so einfach zu ersetzen. Da musste ich eine Nacht drüber schlafen. Eigentlich habe ich gar nicht geschlafen“, berichtete Dotchev: „Ich war noch beim Frühstück damit beschäftigt.“

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Seine Mannschaft wirbelte er ziemlich durcheinander, ohne dass sie das neue System zuvor trainieren konnte. Winter-Zugang Nico Rieble gab sein Startelfdebüt, Fabian Holthaus rückte ins linke Mittelfeld vor, der neue Stürmer Pascal Breier beackerte die rechte Seite und in der Zentrale durfte Willi Evseev erstmals seit Mitte November (1:0 in Wiesbaden) wieder beginnen. „Wir haben diese Optionen. Heute haben sie gezeigt, dass jeder jeden ersetzen kann“, stellte Taktik-Fuchs Dotchev erleichtert fest.

Besonders zufrieden kann er mit der ersten Halbzeit sein. Der Lattenkracher von Magdeburgs Schwede (5.) war Hansas Wachmacher. Gleich die erste Chance von Bryan Henning saß. „Ein geiles Gefühl, vor 23 000 ein Tor zu schießen und gegen den Tabellenführer zu gewinnen. Für sowas macht man das alles“, jubelte der Berliner, an dessen Vertragsverlängerung die Rostocker Veranwortlichen weiter intensiv arbeiten. In seiner offensiven Rolle am Samstag gefiel Henning dem Trainer sogar noch besser: „Er hat eines seiner besten Spiele in dieser Saison gemacht.“

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Der Funke sprang über: vom Rasen auf die Ränge, wo es bis auf anfängliche Rauchschwaden im FCM-Block ruhig blieb, und wieder zurück. „Einfach geil. Gern mehr davon!“, strahlte Oliver Hüsing, und Dotchev ergänzte: „Die Atmosphäre war wie Bundesliga.“ Vor der begeisterten Kulisse verteidigten die Rostocker ihren Vorsprung mit Mann und Maus. Spätestens am starken Keeper Janis Blaswich war für die Elbestädter Endstation. „Wir hatten drei, vier klare Chancen. Die Mannschaft hat sich nicht belohnt, das muss man ihr vorwerfen“, meinte FCM- Trainer Jens Härtel zerknirscht.

Für Hansa hingegen verpasste es Evseev (66.), den Deckel in der rassigen und packenden Partie draufzumachen. In der Nachspielzeit verzog der eingewechselte Väyrynen freistehend.

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„Ich bin super, super zufrieden mit diesem Sieg gegen eine Spitzenmannschaft“, sagte Pavel Dotchev, der von den Fans mit Sprechchören gefeiert wurde. „Dieses Spiel könnte richtungsweisend sein“, meinte der gebürtige Bulgare mal zwischendurch, ehe er dann doch wieder auf den Klassenerhalt zurückkam: „Was jetzt noch obendrauf kommt, ist top.“

Rostock: Blaswich - Rankovic, Hüsing, Riedel, Rieble - Wannenwetsch, Henning - Breier, Evseev (73. Owusu), Holthaus (65. Väyrynen) - Benyamina (87. Grupe).
Magdeburg: Glinker - Handke (85.A. Ludwig), Weil, Schiller – Butzen, Erdmann, Sowislo, Niemeyer (73. Pick) - Türpitz, Schwede - Beck (56. Düker).
Tor: 1:0 Henning (28.).
Schiedsrichter: Ittrich (Hamburg).
Zuschauer: 23000 (ausverkauft).
Gelbe Karten: Riedel, Rankovic / – .

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