25. Januar 2018 / 18:40 Uhr

FC Hansa: „Nullserie“ ist Schlüssel zum Erfolg

FC Hansa: „Nullserie“ ist Schlüssel zum Erfolg

Johannes Weber
Julian Riedel (r.), hier im Austausch mit Hansa-Trainer Pavel Dotchev.
Julian Riedel (r.), hier im Austausch mit Hansa-Trainer Pavel Dotchev. © Lutz Bongarts
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Hansa-Profi Julian Riedel vergleicht Aues Aufstiegssaison 2015/16 unter Dotchev mit dem FCH heute.

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Rostock. Vor zwei Jahren stieg der FC Erzgebirge Aue überraschend aus der 3. Liga in die 2. Bundesliga auf. Trainer damals: Pavel Dotchev (52). Es gibt einige Parallelen zwischen den Erzgebirglern damals und dem FC Hansa heute. Das meint Innenverteidiger Julian Riedel (26), der nach den gemeinsamen Stationen Münster und Aue nun in Rostock zum dritten Mal Dotchev als Coach hat. Für die OZ zieht er den Vergleich zwischen dem Auer Aufstiegsjahr und der aktuellen Hansa-Situation.

Der gleiche Trainer

Schon beim allerersten Kontakt mit Pavel Dotchev in Münster habe er gemerkt: „Er ist sehr direkt, was ich sehr schätze“, erinnert sich Riedel. Der Profi findet, dass nicht nur die Fußball-Idee des Trainers gut zu ihm und der Mannschaft passt. „Er ist ein ehrlicher Typ, bei dem man weiß, woran man ist. Das kann im Positiven wie im Negativen sein. Wenn man Mist baut oder die Leistung nicht bringt, sagt er einem das auch knallhart ins Gesicht. Im Fußballgeschäft sind klare Ansagen wichtig.“

Gleicher Start nach Neubeginn

Beide Klubs gingen nach einem radikalen Kader-Umbruch in die Saison. Bei Hansa kamen im vorigen Sommer 17 Spieler, bei Aue waren es 2015 sogar 21 Neue. „Es ist eine ähnliche Situation mit einer neu zusammengewürfelten Mannschaft“, so Riedel. „Wir haben jetzt sogar eine etwas bessere Punktausbeute.“ Die Auer holten damals in 20 Spieltagen 32 Zähler; der FCH steht zum gleichen Zeitpunkt bei 34. „Von daher kann man schon sagen, dass die Entwicklung der Mannschaften ähnlich war.“

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Schlüssel zum Erfolg

Wenig Gegentore: Aues Aufstieg 2016 war vor allem ein defensives Meisterstück. In sage und schreibe 24 von 38 Saisonspielen hielten die Erzgebirgler ihre Kiste sauber. „Wenn man zu null spielt, kann man schon mal nicht verlieren. Und wenn man dann eins schießt, reicht das schon“, sagt Julian Riedel. „Ich weiß gar nicht, wie oft wir 1:0 gewonnen haben, zeitweise war es schon kurios“, erinnert er sich an die „Nullserie“ der Auer, die am Saisonende nur 21 Gegentore auf dem Konto hatten – Liga-Bestwert.

Ähnliches versucht der Innenverteidiger nun mit den Rostockern, die aktuell 19 Gegentore verzeichnen. „Ich gewinne lieber 1:0 als 7:6“, erklärt der gebürtige Leverkusener. „Als Abwehrspieler will man immer zu null spielen. Da bin ich am Ackern, um das Tor zu beschützen. So wie die Stürmer jeden Tag trainieren, um Tore zu erzielen, ist es für uns ein Erfolg, wenn wir keins reinkriegen.“

Winter-Zugang im Sturm

Dotchev lotste vor zwei Jahren Pascal Köpke vom Karlsruher SC nach Aue. Der Angreifer startete verhalten, ballerte dann aber den FCE mit neun Toren in den letzten acht Spielen in die 2. Liga. „Als er gekommen ist, war er nicht in Form. Es hat eine ganze Weile gedauert, bis er geknipst hat“, blickt Riedel zurück. Nun hat Dotchev Pascal Breier vom VfB Stuttgart II zu Hansa geholt und mit viel Vorschusslorbeer ausgestattet. Riedels Vergleich mit Köpke dürfte allen Hansa-Fans gefallen: „Pascal Breier ist vom Körperlichen deutlich fitter.“

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Starke Rückserie

Was die Erzgebirgler vor zwei Jahren leisteten, war sensationell. Von den 17 Spielen nach der Winterpause verloren sie ganze zwei und holten überragende 35 Punkte. Ist das auch mit Hansa zu packen? „Wenn wir jetzt den nächsten Entwicklungsschritt gehen, ist eine positive Rückrunde möglich“, glaubt Riedel. „Wir müssen zusehen, dass wir noch besser werden. Denn das tun die anderen Mannschaften auch. Der Start nach der Winterpause hat gezeigt, dass alle ihre Hausaufgaben gemacht haben.“

Und sind Aues 70 Punkte auch für Hansa drin? „Ich weiß, wie extrem schwer das ist. Da muss man jedes Spiel liefern, darf fast nie verlieren“, meint der Defensivmann. „Ich traue es der Mannschaft zu, erfolgreich zu sein. Und wir werden alles dafür tun und Gas geben. Aber es sind auch andere in der Verlosung – und es gehört eine Portion Glück dazu.“

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