15. Oktober 2016 / 20:54 Uhr

FC Inter beißt sich an Schott die Zähne aus

FC Inter beißt sich an Schott die Zähne aus

Frank Müller
Spielszene zwischen dem FC Inter und Schott Jena. Am Ende gewannen die Gäste (in blau). USER-BEITRAG
Spielszene zwischen dem FC Inter und Schott Jena. Am Ende gewannen die Gäste (in blau). © Christian Modla
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Oberliga-Zehnter verliert Heimspiel gegen Jena 1:3. (mit Fotos)

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Leipzig. Der FC International  hat sich am SV Schott Jena buchstäblich die Zähne ausgebissen. Am Sonnabend unterlag der Oberliga-Zehnte dem fünftplatzierten Team aus Thüringen im Macherner Tresenwald-Sportpark 1:3 (0:1).

Vor 66 Zuschauern zeigten sich die Gäste gut eingestellt auf Inter. So blieben Torchancen vor allem in der ersten Halbzeit ziemlich rar. Ein Freistoß von Bocar Djumo (18. Minute) brachte etwas Gefahr, strich aber übers Tor, und sein Seitfallzieher nach einer Flanke von Christos Papadimitriou ging am langen Pfosten vorbei (37.). Dazwischen flammte kurz Torgefahr auf, als Marcello Franceschi einen schwachen Abschlag des Jenaer Keepers abfing und auf Djumo spielte. Doch dessen Schuss hielt Brian Gheorghiu . Auf der anderen Seite verliefen die Angriffe zunächst noch harmloser. Doch in der 43. Minute gab es Handelfmeter, der Referee entscheid auf Strafstoß, als eine Inter-Spieler in der Freistoßmauer angeschossen war. Die heftigen Proteste, vor allem des am Fuß verletzt zuschauenden Kapitäns Manuel Moral Fuster, der vor dem heiklen Freistoß, der zum Elfer führte, eine Abseitsstellung gesehen hatte, brachten nichts. Maximilian Enkelmann verwandelte zum 0:1.

Inter-Trainer Heiner Backhaus munterte sein Team in der Halbzeitpause auf: „Wir werden noch mindestens fünf Chancen haben, die müssen wir nutzen.“  Doch die Jenaer durchkreuzten die – freilich etwas einfallslosen, weil immer wieder hoch über die Mitte vorgetragenen – Angriffsbemühungen der Leipziger immer wieder. Die Thüringer standen gut in der Abwehr, doppelten immer wieder geschickt. Und wenn das einmal nicht gelang, zögerte Inter zum lange mit dem Abschluss. Backhaus dazu: „Warum machen wir uns das Leben so schwer?“

Ein weiterer Mangel waren die oft zu kurzen Flanken oder Eckbälle. So gerierten die Jenaer selten in Verlegenheit, obwohl sich die Gastgeber zwar durchaus abrackerten, indes ohne große Wirkung blieben. Die gab es auf der anderen Seite, als Sascha Rode erst einen unnötigen Eckball begünstigte und dann die gesamte Abwehr den Jenaer Jakub Petrik völlig freistehend einköpfen ließ – 0:2 (68.).

Inter verstärkte seine Bemühungen noch und wurde durch den Anschlusstreffer von Djumo belohnt. Es war einer der ganz wenigen Angriffe, der einen Spieler durch die Mitte in „heiße“ Position brachte. Der eingewechselte Ladule Lako Losarah hatte einen langen Ball per Kopf auf den Schützen verlängert.

Beim Versuch, noch den Ausgleich zu erzielen, zögerte der aufgerückte Sascha Rode – wohl selbst von seiner guten Schussposition überrascht – beim Abschluss zu lange, der Ball wurde zum Eckball abgeblockt. Auch dieser kam wieder zur kurz, wurde abfangen, so dass Enkelmann in der eigenen Hälfte kurz vor der Mittellinie an den Ball kam. Er sah, dass das Inter-Tor durch das Mitaufrücken von Torwart Eduardo Calvo Martin verwaist war und nutzte seine Chance. Der Ball trudelte zum 3:1 für Jena ins Netz . Es war die Entscheidung in der dritten Minute der Nachspielzeit.

Jenas Coach Falk Werner lobte: „Meine Mannschaft hat das gut gelöst. Ich bin nicht nur mit dem Ergebnis zufrieden, sondern auch mit der Spielweise meiner Mannschaft: Taktisch gut und kompakt.“

Backhaus war unmittelbar nach Abpfiff hingegen etwas ratlos: „Eigentlich haben meine Jungs zum größten Teil nicht einmal schlecht gespielt, aber das genügte heute nicht.“  Und er stellte sich die Frage nach dem vierten sieglosen Spiel in Folge: „Wie kommen wir da raus?“

FC International - Schott Jena 1:3 (0:1)

FC International - Schott Jena 1:3 (0:1) Zur Galerie
FC International - Schott Jena 1:3 (0:1) © Christian Modla
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