USER-BEITRAG FC International Leipzig „heiratet“ in Sachsenliga ein © Christian Nitsche

FC International Leipzig „heiratet“ in Sachsenliga ein

Dank des SV See kann der erst 2013 gegründete Verein in der Landesliga antreten. Aktuell sucht man nach Nachwuchs.

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Leipzig. Leipzig bekommt aus dem Nichts einen vollkommen neuen Fußball-Sachsenligisten. Der erst im August vorigen Jahres gegründete FC International Leipzig hat durch eine Art „Hochzeit“ das Landesliga-Spielrecht erworben. Der Verein schließt sich mit der ausgegliederten Fußball-Abteilung des SV See, aus einem Ortsteil des niederschlesisch-ostsächsischen Niesky, zusammen. Christian Meyer, 34-jähriger 1. Vorsitzender des FC International, bestätigte diese heiße Nachricht, die eigentlich erst nächste Woche öffentlich werden sollte.

Der Newcomer-Club bastelt bereits an einer Sechstliga tauglichen Mannschaft. Sportliche Verantwortung soll der 2. Vorsitzende, Ex-Profi Heiner Backhaus (32), tragen. Im Hintergrund wirkt Leipzigs ehemaliger Oberbürgermeister Wolfgang Tiefensee als „Türöffner“ für den Blitz-Aufsteiger, bei dem er als Vorsitzender des Wirtschaftsrates fungiert. „Der Ex-OB unterstützt uns an vielen Stellen, wirkt unglaublich aktiv an der Entwicklung des Vereins“, lobt Meyer.

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Der SV See 90 hat eine rasante sportliche Entwicklung hinter sich und war erst im vorigen Jahr aus der ostsächsischen Bezirksliga in die Sachsenliga aufgestiegen. Zwei Spieltage vor Saisonende liegt der Neuling auf Tabellenplatz elf und hat den Liga-Verbleib bereits sicher. Der Verein hat einige ehemalige Zweit- und Drittliga-Spieler wie Mirko Soltau, Marco Förster und Frank Kaiser sowie starke polnische Akteure in seinen Reihen. Diese sollen nach Möglichkeit mit nach Leipzig kommen.

Ein Fusionsversuch des SV See mit dem benachbarten Bezirksligisten FV Eintracht  Niesky war im zeitigen Frühjahr am Mitgliedervotum gescheitert. Danach sollte es ein Zusammengehen mit dem Kreisligisten Stahl Rietschen geben, ehe der FC International ins Spiel kam. Der wiederum hatte sich im Winter unter anderem um eine Fusion mit Bezirksligist TuS Leutzsch bemüht. Hier war der Ehrenrat des auserkorenen Partners schließlich dagegen. Nun fand man im weit entfernten See, nahe der polnischen Grenze, einen „willigen“ Partner.

Spielstätte in Leipzig soll der Schönefelder Mariannenpark werden, wo bereits der Post SV  beheimatet ist. Der FC International habe sich dort mit eingemietet, bestätigte ein Vertreter des Sächsischen Fußball-Verbandes (SFV).

Um das Landesliga-Spielrecht zu erhalten, muss der neue Verein vier Nachwuchsteams nachweisen. Deshalb ist der FC International noch auf der Suche nach jungen Fußballern. Die Förderung des Nachwuchses hat sich der FC ohnehin besonders auf die Fahnen geschrieben. „Wir wollen nicht nur sportlich, sondern integrierend für Kinder und Jugendliche arbeiten“, verspricht Meyer. Sponsor des FC International Leipzig ist unter anderem Tilmann Meuser mit seiner Sportartikelfirma Global Striker.

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