Präsident des FC Pommern Stralsund: Uwe Colberg. Präsident des FC Pommern Stralsund: Uwe Colberg. © OZ-Archiv
Präsident des FC Pommern Stralsund: Uwe Colberg.

Schließen sich Stralsunds Fußballvereine zusammen?

Gespräche zwischen FC Pommern, Stralsunder FC und TSV 1860 Stralsund laufen

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Stralsund. Kehrt der FC Pommern Stralsund zu seinen Wurzeln zurück und schließt sich wieder dem TSV 1860 Stralsund an? Geht es nach dem Vereinsvorstand, heißt die Antwort ja. „Wenn die Mitglieder mitgehen und alles klappt, sind wir beim TSV künftig eine Abteilung mit 600 Mitgliedern“, hofft Pommerns amtierender Präsident Uwe Colberg auf eine Mehrheit für die Ausgliederung. „Wir würden uns damit unserem alten Verein anschließen. Der TSV 1860 hätte dann wieder eine eigene eigenständige Fußballabteilung.“

Nicht nur der FC Pommern will sich dem TSV 1860 Stralsund anschließen, auch der Stralsunder FC, erklärt Colberg. „Andere Vereine in Stralsund können sich das auch überlegen. Der TSV und wir sind offen für alle. Wichtig ist, dass der Stralsunder FC zu 1860 geht und, dass wir zu 1860 gehen. Damit haben wir unseren alten Vereinsnamen wieder und knüpfen an Traditionen in Stralsund an.“

Großes Ziel sei es, den Fußball in der Hansestadt zu stärken. „Es hätten viele Vorteile, wenn wir die Kräfte bündeln“, sagt auch Heiko Gernetzki, 1. stellvertretender Vorsitzender des Stralsunder FC. Dass die zwei Vereine Gespräche führen, sei bekannt. „Sich mit dem TSV zusammen zu schließen, könnte ein Kompromiss sein, mit dem die meisten leben können“, meint Gernetzki. Bei einer Fusion von FCP und Stralsunder FC hätte es wohl keine Einigung gegeben. Er hofft, dass sich die nötigen zwei Drittel der Mitglieder für die Auflösung des eigenen Vereins und den Beitritt zum TSV 1860 entscheiden werden.

„Es gibt Probleme, die wir damit lösen könnten. Beispielsweise ist es sehr schwer, ehrenamtliche Helfer und Trainer zu finden“, sagt er. Beim Stralsunder FC würden zum Teil Gruppen von mehr als 20 Sportlern von einem Trainer gecoacht. „Das ist zu wenig. So können wir nicht genügend auf die Bedürfnisse der Einzelnen eingehen“, erklärt Gernetzki, der selbst die Herren trainiert. Auch bei der Sponsorensuche könnte ein riesiger Verein von Vorteil sein, denn je größer der Klub, desto attraktiver wäre dieser für mögliche Unterstützer.

Durch einen Zusammenschluss erwartet Pommerns amtierender Präsident zudem, dass die Kinder-, Jugend-, Junioren- und Männermannschaften in Zukunft besser und breiter aufgestellt sind. Zurzeit würde jeder Verein sein eigenes Süppchen kochen. Colberg hofft auf bessere Stralsunder Teams in allen Nachwuchs- und Männermannschaften. „Ziel ist es, die sportlichen Potentiale zu bündeln und ein starker Verein zu werden.“

Heiko Gernetzki sieht es ähnlich: „Die fußballerische Qualität würde steigen und man würde sich nicht gegenseitig die Leute abwerben“, sagt er und ist optimistisch, auch die Skeptiker in den Vereinen mit diesen Argumenten überzeugen zu können.

Zurzeit hat der TSV 1860 Stralsund keine eigene Fußballabteilung. Der Grund: Fußballer des Vereins wollten 1994 eigenständig sein und haben einen neuen Klub gegründet – den FC Pommern Stralsund. „Das entsprach dem damaligen Zeitgeist, eigene Wege zu gehe“, so Colberg. Jetzt wollen er und andere Mitglieder des Vorstands wieder zurück. „Wir wären mit 1200 Mitgliedern beim TSV 1860 einer der größten Vereine Mecklenburg-Vorpommerns und hätten vielleicht andere Möglichkeiten, was Unterstützer angeht.“

Ein weiterer Kandidat für den Zusammenschluss wäre laut Colberg der ESV Lok Stralsund. „Wenn der FC Pommern und der Stralsunder FC auf uns zukommen, hören wir uns den Vorschlag gern an“, sagt Oliver Gielow, Abteilungsgleiter Fußball beim ESV Lok. Bisher sei noch keiner der betreffenden Vereine auf die Mitglieder von Lok zugegangen. „Wir müssten dann natürlich auch erst einmal darüber beraten“, sagt Gielow. Dass bisher nur die Vorstände des FC Pommern und des Stralsunder FC über die Eingliederung beim TSV nachdachten, hat einen Grund. „Wir wollten uns erst einig werden, um geschlossen auftreten und dadurch möglicherweise weitere Vereine überzeugen zu können“, begründet Heiko Gernetzki vom Stralsunder FC das Vorgehen.

Ob es zu einer Fusion zwischen dem FC Pommern und dem TSV1860 kommt, entscheiden die Mitglieder am 18. Oktober auf ihrer Versammlung um 19.00 Uhr im Goethe-Gymnasiums in Stralsund.

FC Pommern Stralsund FC Pommern Stralsund (Herren) Stralsunder FC ESV Lok Stralsund Region/Mecklenburg Vorpommern Kreis Nordvorpommern-Rügen

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