Springes Ferhat Arslan (vorne) wird von Kirchdorfs Yanez-Frederic Ahlfs von den Beinen geholt. Mit seiner Einwechslung kam Schwung ins Springer Spiel: Torschütze Ferhat Arslan. © Stefan Zwing
Springes Ferhat Arslan (vorne) wird von Kirchdorfs Yanez-Frederic Ahlfs von den Beinen geholt.

Trainer nicht da, Kapitän gesperrt: FC Springe dreht das Sechs-Punkte-Spiel gegen Kirchdorf trotzdem

Ohne ihren Cheftrainer an der Seitenlinie verschlafen die Springer die ersten 60 Minuten des Spiels, doch dann stechen die zur Pause eingewechselten Joker.

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Kaum ist der Trainer verhindert und nicht an der Seitenlinie – schon läuft es. Mit Blick auf das Ergebnis ließe sich dieser Rückschluss auf den zweiten Saisonsieg des FC Springe in der Bezirksliga 3 ziehen. Tatsächlich hatten die Stellvertreter von Ricardo Díaz García ein glückliches Händchen bei ihren Wechseln – allerdings war beim 2:1-Heimsieg auch Fortuna mit den Deisterstädtern im Bunde.

Co-Trainer Tobias Mittelgöker und der gesperrte Kapitän André Buchholz vertraten den Spanier an der Seitenlinie – und sie mussten mit ansehen, wie ihre Mannschaft die ersten 60 Minuten komplett verschlief. „Wir hatten wirklich Glück, dass die Kirchdorfer nicht einem 3:0 oder 4:0 in die Pause gegangen sind“, sagte Mittelgöker. Die Gastgeber kamen überhaupt nicht in die Partie. Gefahr kreierten sie lediglich in Form einer Flanke von Novak Sogan, die – absichtlich oder nicht – mit der Hand zur Ecke geklärt wurde (5.), als Sogan allein vor Kirchdorfs Torhüter Jens Trampenau auftauchte, aber links an diesem und am Gehäuse vorbeizielte (33.) und durch einen Heber aus 40 Metern von Sascha Buchholz über den Kasten (42.). Die Kirchdorfer hingegen hatten schon vor dem 1:0 durch Marcel Nolte (10.), als dieser nach einem Freistoß von Tobias Zak mustergültig freigespielt wurde, zwei riesige Chancen ausgelassen – weitere sollten im Verlauf der ersten Hälfte folgen.

Bilder der Partie FC Springe - TSV Kirchdorf

Zur zweiten Halbzeit brachten Mittelgöker und André Buchholz mit Ferhat Arslan und Tolga Candir zwei frische Kräfte, und tatsächlich bekamen die Springer zunehmend Zugriff auf die Partie. Mark Jeske verzog nach feinem Dribbling noch (56.), doch Arslan machte es in der 64. Minute bei einem Freistoß aus 17 Metern besser – über die Mauer hinweg segelte der Ball in den Winkel. Der Joker hätte nachlegen können, doch nachdem er die beiden Kirchdorfer Innenverteidiger abgeschüttelt hatte, wurde er von Trampenau zur Seite abgedrängt, weshalb er aus spitzem Winkel über das Tor zielte (71.). Kurz darauf ärgerte der Schlussmann der Gäste ihn, als er einen Freistoß noch irgendwie aus dem Giebel fischte (79.). Unmittelbar vor dieser Situation hatte sich Mittelgöker gegen seinen Kapitän durchgesetzt und einen offensiven Wechsel durchgeboxt. Semih Candir kam statt eines Defensivspielers – und der bedankte sich kurz darauf mit dem Siegtreffer, nachdem er von Serge N’Takpe mustergültig freigespielt worden war (85.).

„Das war kein Bewerbungsvideo für schönen Fußball, die erste Hälfte war von uns ein Fehlpassfestival vor dem Herrn. Wir hatten viel Glück“, resümierte Mittelgöker. Aber letztlich zählen nur die Punkte. „Uns ist heute ein Stein vom Herzen gefallen“, sagte der Co-Trainer.

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