03. Dezember 2018 / 19:08 Uhr

Fan-Skandal bei St. Pauli gegen Dynamo: Lebenslange Stadionverbote gefordert

Fan-Skandal bei St. Pauli gegen Dynamo: Lebenslange Stadionverbote gefordert

Redaktion Sportbuzzer
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Schlimmer Vorfall im Millerntorstadion: Ein Fan musste reanimiert werden – und wurde dann noch von Dynamo-Anhängern mit Bechern beworfen.
Schlimmer Vorfall im Millerntorstadion: Ein Fan musste reanimiert werden – und wurde dann noch von Dynamo-Anhängern mit Bechern beworfen. © imago/osnapix
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Die schrecklichen Krawalle beim Zweitliga-Spiel zwischen dem FC St. Pauli und Dynamo Dresden sorgen jetzt auch für eine Reaktion der Politik. Die Bürgermeister von Hamburg und Dresden fordern lebenslange Stadionverbote für die Täter.

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Diese Krawalle haben ein Nachspiel: Die Skandalpartie zwischen dem FC St. Pauli und Dynamo Dresden in der 2. Liga hat nun auch ein politisches Nachspiel. Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher und Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert verurteilten am Montag die Ausschreitungen. „Angriffe auf friedliche Fans, Ordner und Polizeibeamte sind nicht hinnehmbar und dürfen nicht straflos bleiben. Ebenso unerträglich wie Gewalt sind rassistische, frauenfeindliche und rechtsextreme Sprechchöre und -bänder, die während des Spiels zu hören und zu sehen waren. Diese schaden den Vereinen und dem Fußballsport insgesamt“, heißt es in der gemeinsamen Erklärung. Und beide gehen noch viel weiter – auch lebenslange Stadionverbote werden als Strafe für das Verhalten der Anhänger in Betracht gezogen.

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Reanimierter Fan des FC St. Pauli von Dynamo-Anhängern beworfen

Zum Hintergrund: Beim Spiel am Samstag gegen Dynamo Dresden (1:1) war es zu mehreren Vorfällen im Millerntor-Stadion gekommen. Ein Zuschauer erlitt einen Herzinfarkt und musste reanimiert werden. Als die Sanitäter die Sperrzone auf der Tribüne verließen, wurden sie und der gerade reanimierte Mann auf dem Weg zum Krankenwagen von Dynamo-Anhängern mit Bierbechern beworfen. In einigen soll sich laut Hamburger Abendblatt sogar Urin befunden haben. Der Pauli-Fan soll laut Vereinsmitteilung nun außer Lebensgefahr sein.

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Zudem war ein frauenverachtendes Spruchband gezeigt worden. Weiterhin versuchten vermummte Dresden-Fans, in andere Bereiche des Millerntor-Stadions vorzudringen. Die Polizei setzte Schlagstöcke und Pfefferspray ein. 34 Menschen, darunter sechs Polizisten sowie drei Ordner, wurden bei dem Einsatz verletzt.

Lebenslange Stadionverbote für Krawallfans?

Die beiden Bürgermeister dazu: „Wir bestärken die Vereine in ihrem Bemühen, die Verantwortlichen ausfindig zu machen, befürworten harte Strafen für die Täter und lebenslange Stadionverbote für die beteiligten Personen.“

Nach dpa-Informationen will sich der FC St. Pauli mit den Sachsen in Verbindung setzten, um Schadensersatzansprüche zu klären. Die Kosten für die Instandsetzung der verwüsteten Toilettenanlagen in Bereich der Auswärtsfans werden auf 10.000 Euro geschätzt. „Es ist enorm, was mutwillig zerstört wurde“, sagte Sportchef Uwe Stöver, der sich die Schäden gemeinsam mit Dresdner Vertretern angeschaut hatte.

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34 Menschen verletzt

Dynamo Dresden hat sich mittlerweile von den Fanausschreitungen distanziert und sich zum Skandal geäußert. „Es sind in Hamburg im Zusammenhang mit einigen Anhängern im Gästeblock verschiedene Dinge vorgefallen, die wir zutiefst ablehnen und verurteilen, weil sie menschenverachtend sind und die Werte unserer Sportgemeinschaft mit Füßen treten“, sagte Dynamos kaufmännischer Geschäftsführer Michael Born am Sonntag in einer Vereinsmitteilung. „Bei den betroffenen Menschen möchte ich auch auf diesem Wege im Namen des Vereins um Entschuldigung bitten“, sagte Born.

Wie der polizeiliche Lagedienst mitteilte, wurden bei diversen Ausschreitungen am Rande des Spiels 34 Menschen verletzt. 450 Beamte hatten die Partie abgesichert.

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