Weihnachten verbindet: Egestorf und Norderstedt Fans treffen sich nicht im Stadion, sondern am Glühweinstand. Weihnachten verbindet: Egestorf und Norderstedt Fans treffen sich nicht im Stadion, sondern am Glühweinstand. © Stephan Gaube
Weihnachten verbindet: Egestorf und Norderstedt Fans treffen sich nicht im Stadion, sondern am Glühweinstand.

Egestorfer sauer über kurzfristigen Spielausfall - die Fans feiern auf dem Weihnachtsmarkt (mit Fotos!)

90 Minuten Weihnachtsmarkt anstelle von 90 Minuten Fußball. Der 1. FC Germania Egestorf/Langreder war bereist zum Auswärtsspiel gegen den Reserve vom FC St. Pauli angereist - und wurde dann von der kurzfristigen Absage der Partie durch den Schiedsrichter überrascht. Der Ärger bei Trainer Jan Zimmermann war groß. Die Fans fanden schnell eine Alternative - und vergnügten sich auf dem Weihnachtsmarkt in Norderstedt.

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Weihnachtsmarkt statt Fußballspiel. Große Verärgerung beim 1. FC Germania Egestorf/Langreder. Das Team von Trainer Jan Zimmermann sollte am Sonntag um 14 Uhr seine Regionalligapartie bei der U23 des FC St. Pauli bestreiten. Gegen 12.30 Uhr traf der Mannschaftsbus der Germanen am Edmund-Plambeck-Stadion in Hamburg Norderstedt ein. Die Spieler waren schon in der Kabine beim Umziehen, als Schiedsrichter Andre Schönheit aus Lüneburg beiden Mannschaften einen Strich durch die Rechnung machte. „Ich habe kein gute Gefühl. Der Rasen ist zu weich“, sagte der Unparteiische zu den beiden Trainer und begründete damit seine kurzfristige Spielabsage.

Der Platz in Norderstedt ist, nach Meinung des Schiedsrichters, unbespielbar. Der Platz in Norderstedt ist, nach Meinung des Schiedsrichters, unbespielbar. © Stephan Gaube

​Zwei Ärgernisse für Germania

Sehr zum Unverständnis aller Beteiligten. „Wir wollten unbedingt spielen“, sagte Pauli-Trainer Joachim Philipkowski. Zimmermann sah es ähnlich. „Beide Teams wollten spielen und auch der Platzwart des FC Eintracht Norderstedt, dort trägt St. Pauli seine Heimspiele aus, hatte am Vormittag noch grünes Licht gegeben. Sicherlich hätte der Rasen unter dem Fußballspiel gelitten, unbespielbar war der Platz aber keinesfalls. In der Regionalliga Nord sind schon Spiele unter schlechteren Bedingungen ausgetragen worden. Das Grün in Norderstedt war nicht durchnässt, der Rasen war für die momentanen Verhältnisse in einem akzeptablen Zustand, lediglich an einigen wenigen Stellen war er weich." 

Schönheit ließ aber nicht mit sich reden und pfiff die Partie nicht an. Für die Germanen umso ärgerlicher. Der Club bleibt auf den Reisekosten hängen und muss im kommenden Jahr nochmals nach Hamburg. „Wenn wir Pech haben, müssen wir das Spiel an einem Wochentag nachholen. Das bringt zusätzlichen Stress für unsere Spieler. Die müssen sich dann auf ihrer Arbeit freinehmen“, sagt Zimmermann.

Egestorf Fan Gerd Wahl auf dem Norderstedter Weihnachtsmarkt. Egestorf Fan Gerd Wahl auf dem Norderstedter Weihnachtsmarkt. © Stephan Gaube

​90 Minuten Weihnachtsmarkt

Kreativ zeigten sich unterdessen die Germanen-Fans. Sie erfuhren auf der Autobahn 7 von der Spielabsage. „Im Elbtunnel erreichte uns die Nachricht“, sagte Fan Gerd Wahl. Nach einem kurzen Zwischenstopp am Plambeck-Stadion verbrachten die Anhänger vom Deister den Nachmittag auf dem Norderstedter Weihnachtsmarkt. Mit Glühwein und Bratwurst bekämpften die Egestorfer den Absagefrust. „Aufregen lohnt sich nicht. Dann genießen wir eben die weihnachtliche Atmosphäre am ersten Advent“, sagte Wahl. Nach 90 Minuten ging es wieder zurück in die Heimat. Ohne Spiel, aber dennoch mit viel Spaß. Unter dem Strich konnten die Germanen den Trip an die Elbe aber unter dem Motto: Außer Spesen nichts gewesen“ verbuchen.

Mehr Berichte und Fotos aus der Regionalliga Nord findet Ihr unter diesem Link.

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