Die Bundesanwaltschaft teilte mit, dass ein Tatverdächtiger im Zusammenhang mit dem Anschlag auf den BVB-Bus festgenommen wurde. Die Bundesanwaltschaft teilte mit, dass ein Tatverdächtiger im Zusammenhang mit dem Anschlag auf den BVB-Bus festgenommen wurde. © dpa
Die Bundesanwaltschaft teilte mit, dass ein Tatverdächtiger im Zusammenhang mit dem Anschlag auf den BVB-Bus festgenommen wurde.

Festnahme nach BVB-Anschlag: Das ist über den Tatverdächtigen bekannt

Nach dem Anschlag auf den Mannschaftsbus von Borussia Dortmund ist ein Tatverdächtiger festgenommen worden. Der SPORTBUZZER zeigt, was bis jetzt über den mutmaßlichen Attentäter bekannt ist.

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Die Bundespolizei hat mit ihrer Spezialeinheit GSG 9 nach dem Anschlag auf den Mannschaftsbus von Borussia Dortmund am frühen Freitagmorgen einen Tatverdächtigen festgenommen.

Die Festnahme soll nach Bild-Informationen erfolgt sein, kurz bevor der Verdächtige seine Arbeitsstelle in Tübingen erreichte.

Die Bundesanwaltschaft teilte mit, dass dem Verdächtigen versuchter Mord, Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion sowie gefährliche Körperverletzung zur Last gelegt werde.

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Beim Tatverdächtigen handelt es sich um den 28-jährigen russischen Staatsangehörigen Sergej W. aus Tübingen. Der Mann, der in Baden-Württemberg festgesetzt wurde, wird wegen 20-fachen versuchten Mordes und anderer Delikte bereits seit dem 13. April per Haftbefehl gesucht. Die Bundesanwaltschaft hat bislang keine Anhaltspunkte für mögliche Gehilfen und Mittäter.

Ermittler rekonstruieren Attacke: Polizei stellt Anschlag auf BVB-Bus nach

Das Motiv des Kriminellen: Aktienbetrug! W. hat offenbar aus reiner Habgier versucht, möglichst viele Teammitglieder der Dortmunder zu töten. Vom Mannschaftshotel der Borussen aus hatte W. einen Verbraucherkredit aufgenommen und Optionsscheine in Höhe von 78 000 Euro gekauft. Der perfide Plan: Im Falle eines Kursverlustes der BVB-Aktie hätte W. mit Hilfe sogenannter Put-Optionen (also Wetten auf fallende Kurse einer bestimmten Aktie) einen Millionengewinn machen können - nach Ermittlungen des Bundeskriminalamtes bis zu 3,9 Millionen Euro!

Die Mitteilung des Generalbundesanwalts im Wortlaut

Das gab die Bundesanwaltschaft über den Stand der Ermittlungen zu dem Tatverdächtigen bekannt:

  • "Der Beschuldigte erwarb am 11. April 2017 15.000 Verkaufsoptionen (sogenannte Put-Optionen) in Bezug auf die Aktie von Borussia Dortmund. Die Papiere haben eine Laufzeit bis zum 17. Juni 2017. Der Kauf der Optionen erfolgte über die IP-Adresse des Hotels L’Arrivée. Die Optionsscheine finanzierte Sergej. W über einen am 3. April 2017 aufgenommenen Verbraucherkredit."
  • "Der Beschuldigte war wie die Mannschaft von Borussia Dortmund auch Gast des Hotels L’Arrivée. Er hatte dort bereits am 9. April 2017 ein Zimmer im Dachgeschoss des Hotels mit Blick auf den späteren Anschlagsort bezogen."
  • "Die Sprengwirkung der Sprengsätze war auf den Bus ausgerichtet. Die Sprengsätze wurden zeitlich optimal gezündet."

Sergej W. soll nach Anschlag Steak bestellt haben

Die Angestellten des Hotels waren bereits kurz nach dem Anschlag auf W. aufmerksam geworden. Während die übrigen Gäste aufgeregt durch das "L'Arrive" eilten, ging der Russe ins Hotelrestaurant und bestellte sich ein Steak. Laut Bild habe er zudem mehrfach ungewöhnliche Wünsche geäußert, etwa das ihm zunächst von der Direktion zugewiesene Zimmer abgelehnt, weil er von dort nicht die Straße übersehen konnte. Er bezog stattdessen eine Räumlichkeit im Dachgeschoss - ein Ort, von dem er die Bomben in der Hecke des Zufahrtswegs per Fernzündung auslösen konnte.

Mutmaßlicher BVB-Attentäter gefasst: Motiv Habgier?

Sergej W. soll in der Lage sein, professionelle Bomben bauen zu können. Der mutmaßliche Attentäter soll im Juli 2015 einen Schulpreis im Bereich Elektronik und Betriebstechnik gewonnen haben.

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